"Salzkammerguttrophy" - Bike

Nachdem ich 2016 beschlossen habe eine neue sportliche Herausforderung in Angriff zu nehmen, nämlich die 210km Strecke der Salzkammergut-Trophy, habe ich dieses Rennen mittlerweile dreimal recht erfolgreich beenden. Bei allen Starts war ich auf einem Hardtail der Firma „Open“ unterwegs, und zwar auf dem „Open One+“. Ich bin ein Biker der 90iger Jahre, beim Bikekauf standen in den 90igern nur zwei Anforderungen wirklich im Pflichtenheft: „leicht muss es sein, sehr sehr leicht und viele Gänge muss es haben, sehr viele Gänge“ – im Endeffekt war damals aber, im Vergleich zu heute, eh alles viel zu schwer. Um Gewicht zu sparen setzte man darum auf schmale Lenker, schmale Reifen, teilweise wurden Federgabeln gegen Starrgabeln ersetzt - alles egal – Hauptsache leicht….


Ende 2016 wählte ich genau auf Basis dieser Denkweise aus den 90igern meinen ersten 29“ Rahmen aus, der Open One+ Rahmen war der mit Abstand leichteste Hardtailrahmen der auch mit Umwerfer gefahren werden konnte weshalb es dann dieses Rahmenset wurde, außerdem erfüllte das Bike auch div. andere Wünsche die ich an mein erstes 29“ Bike stellte, Sachen wie Fahrkomfort oder  Geometrie interessierten mich nicht – mehr zum Open One+ gibts hier: http://www.schusterharry.at/index.php/sport-116/meine-bikes/openone


Drei erfolgreiche SalzkammergutTrophy-Teilnahmen später, Anfang 2020, hat sich die Bikewelt weitergedreht, ein paar Dinge haben sich auf technischer Seite geändert, Einfachantriebe kann man mittlerweile als Standard ansehen, Fullys sind standfester als früher, die Auswahl an leichten Fully-Rahmen ist größer geworden und mittlerweile ist es auch mit Zahlen belegt dass das Gewicht nicht der allein entscheidende Faktor für Geschwindigkeit ist. Und ich hab in den letzten 3 Jahren etliches an  Langstreckenerfahrung gesammelt.

Da ich bei den Trophystarts 2017 und 2018 sowohl körperlich wie auch mental nicht wirklich auf dem Level wvon 2019 war fiel mir 2019 etwas auf das ich in den Jahren zuvor nicht bemerkt hatte – bei den ersten beiden Teilnahmen war es mir egal wie schnell ich war, ich wollte einfach nur irgendwie ins Ziel kommen und kämpfte nur gegen mich, schaute nicht auf die anderen, es ging „nur“ ums sportliche Überleben - ums durchkommen, ich hab nicht darauf geachtet in welchen Passagen ich Probleme hatte oder wo es gut ging.

2019 bemerkte ich aber erstmals wie mich das ständige Gerüttel, die Wellen, die kleinen Wurzeln, all die Unebenheiten die es eben bei einem Bikerennen gibt, bremsten. Nach ein paar Stunden im Rennen hab ich aufgehört auf die Bodenbeschafftenheit zu reagieren, ich bin einfach nur Passagier gewesen, ich saß wie ein nasser Sack im Sattel, wackelte hin und her, ließ einfach alles mit mir geschehen was der Boden in das Rad - und somit in meinem Köprer - einleitete. Und ist man an diesem Punkt angelangt wird das Fahren im Gelände mühsam und man fährt plötzlich auf eigentlich einfachen Abschnitten langsamer als es sein müsste - denn jeder Schlag, jede Welle, jede Wurzel - ALLES bremst einen ab wenn man nicht mehr in der Lage ist rechtzeitig darauf zu reagieren.


Auch mental war es teilweise nur schwer zu ertragen das nie „Ruhe“ im Fahrwerk herrschte, außerdem wurde das Essen und Trinken immer wieder zu einem Balanceakt – freihändig zu fahren war kaum machbar, auch weil durch die extreme Erschöpfung und Kälte die Koordination einfach komplett verloren gegangen war. Nicht nur das Treten war ein Problem, selbst lockeres rollen wollte nicht so richtig flüssig klappen.  Ich hatte teilweise Probleme auf ebener Strecke halbwegs zügig zu fahren. Auch bemerkte ich immer wieder das so mancher Fully-Fahrer auf den ich traf bergauf wesentlich mehr Traktion hatte als ich, obwohl er weniger mit dem Körper arbeitete als ich das tat. Dadurch das ich weiter vorne im Rennen unterwegs war als in den Jahren zuvor waren sicher auch die Gegner stärker, ich bekam somit auch mehr Druck im Rennen, hatte weniger Roll und Erholungsphasen, meine Arme schmerzten, die Finger taten weh, es war einfach irre wie mich dieses Rennen im Jahr 2019 hergenommen und durchgerüttelt hatte, wie fordernd es 2019 war.


Trotzdem beschloss ich 2020 wieder bei der Trophy an den Start zu gehen, aber mit Änderungen am Rad. Entweder mit superdicken Reifen (das Open One+ könnte man nämlich mit 27,5“ Laufrädern und extrafetten Reifen fahren) oder mit einem Fully. Da der Open Rahmen aber doch schon recht mitgenommen war entschied ich mich für ein Neurad und nach der Trophyerfahrung aus 2019 war klar – diesmal wird’s ein Fully werden.


Div. Rahmen wurden angeschaut, kamen dann aber aus div. Gründen nicht in Frage. Mal war das Gewicht zu hoch (Santa Cruz Blur), mal konnte man nur einen Flaschenhalter montieren (Unno Horn, Stoll, Scott, Trek Top Fuel, Rose Thrill Hill ) oder der Hersteller schaffte es über mehrere Wochen nicht, meine Anfrage bzgl. Geometriedaten zu beantworten (KTM), irgendwas war immer „ungut“ und verhinderte einen Kauf. Und so war ich mir sicher das es wohl ein Canyon Lux oder ein Orbea Oiz werden wird. Zwei Flaschenhalter waren übrigens ein „must have“ da das Bike im Endeffekt nur für die Salzkammergut-Trophy angeschafft wurde und bei 210km braucht es einfach 2 Flaschenhalter. Im Gegensatz zum Open hab ich mich diesmal bewusst für einen Einfachantrieb entschieden, Fullys mit Umwerferoption gibt’s eh fast keine mehr, auch ist mittlerweile klar dass dem Einfachantrieb die Zukunft gehört - es gibt also im Endeffekt eh kein entkommen - man muss sich umgewöhnen. Welcher Rahmen es aber werden sollte war aber lange nicht klar......

 



Im Sommer 2019 sah man dann plötzlich im Weltcup ein „getarntes“ Trek Fully und alle waren gespannt was sich unter der "Tarnkappe" am Oberrohr versteckt und mir war klar: Canyon und Orbea müssen noch etwas auf meine Bestellung warten. Im Sep. 2019 enthüllte Trek dann das neue „Supercaliber“ und ich war begeistert: https://www.trekbikes.com/at/de_AT/bikes/mountainbikes/crosscountry-mountainbikes/supercaliber/rahmenset-supercaliber/p/28593/?colorCode=black

Beim Orbea Oiz bzw. beim Canyon Lux gibts zwar bei gleichem Rahmen/Dämpfer-Gesamtgewicht mehr Federweg, der Trek SuperCaliber Rahmen verkörpert für mich aber eine "neue" Gattung Fully - und das gefällt mir da ich sowas (ein Bike mit wenig Federweg hinten - aber kein Softtail) schon länger haben wollte - bisher gab es soetwas aber nicht. Und so wurde der Trek SuperCaliber gekauft.

Zuerst mal die Frage aller Fragen: was wiegt der Rahmen, was wiegen die übrigens Teile des Rahmensets. Nicht alle der gezeigten Teile wurden beim finalen Aufbau auch verwendet, trotzdem sollen hier mal alle Trümmer des Lieferumfanges mit deren Gewicht gezeigt werden. Hier also die Bilderreihe zum Thema "SuperCaliberGewicht".

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Bild 1 / Gewicht Rahmen: 2055,39gr. Größe M/L
Gewogen inkl. Dämpfer und Schaltauge, Kettenstrebenschutz rechts (geklebt), Unterrohrschutz (geklebt), Gabel-Einschlagschutz am Unterrohr (geklebt)
Gewogen exkl. Zuganschlägen, Sattelklemme, Steckachse hinten, Steuersatz, RemoteLock Hebel und Kleinteilen.
Bild 2 / Gewicht Control Freak Kabelmanagementsystem: 15,43gr.
Gewogen inkl. 2 Zugführungen am Steuerrohr, Befestigungseinsatz am Unterrohr und Zugauslass am Sattelrohr/Tretlagerbereich sowie 3 Schrauben

Bild 3 / Trek KnockBlock Steuersatz: 79,27gr. 
Gewogen inkl. Lagersitz unten, Lager unten, Lager oben, Lagerkonus oben, KnockBlock Abdeckkappe, KnockBlock Rahmenanschlag + Schraube
Bild 4 / Trek KnockBlock Spacer: 34,92gr. / Gewogen: vier  Trek KnockBlock Spacer, 2mal dick, 2mal dünn
Bild 5 / Ahead Kappe: 6,64gr. / Gewogen: Trek Ahead Kappe / Steuersatz
Bild 6 / Schraube: 7,10gr. / Gewogen: Schraube Ahead Kappe / Steuersatz
Bild 7 / Kralle: 9,38gr. / Gewogen: Einschlagkralle Steuerrohr


Bild 8 / Gewicht Sattelklemme: 21,82gr. / Gewogen: Sattelklemme + Schraube

Bild 9 / Steckachse hinten: 43,65gr. / Gewogen: Steckachse komplett
Bild 10 / Flaschenhalterschrauben: 4,20gr. / Gewogen: vier Flaschenhalterschrauben

Bild 11 / Fox RemoteLockOut Hebel inkl. Justageschrauben: 47,79gr.
Gewogen inkl. RemoteLock Hebel inkl. Befestigungsschaube und zwei Justageschrauben
Bild 12 / Seile für RemoteLockOut Hebel: 30,20gr. / Gewogen: Zwei Seile/ungekürzt

 



Was spricht für mich nun für genau diesen Rahmen? Bereits im Herbst war klar, dass das Rahmengewicht irgendwo im Bereich von 2kg liegen wird, also dort wo die Fully-Rahmen div. anderer Hersteller auch liegen - nur das alle anderen Hersteller eben einen Standarddämpfer verbaut haben und somit Federwege zwischen 9-12cm anbieten – während der Supercaliberrahmen nur 6cm zur Verfügung stellt und das noch dazu über einen neuen, nur für dieses eine Rad entwickelten, Spezialdämpfer und Spezialteile sind immer gefährlich.

Ich glaube einfach nicht wirklich das ich 10cm Federweg brauche bei der Salzkammergut-Trophy und ich brauch eben ein Bike für die Trophy und kein Bike für schwere Weltcup / CrossCountry Kurse. Ich brauch einfach nur etwas „Komfort“, ich erwarte mir nicht, dass ich mit dem Fully bergab viel schneller bin, ich will komfortabler unterwegs sein, bergauf etwas mehr Traktion am Hinterrad haben und eigentlich erwarte ich mir auf unruhigen Flachstücken / Wurzelabschnitten den größten Vorteil – und ich denke das für meine Anforderungen die 5-6cm ausreichend sind. Auch erlaubt mir die Dämpfung am Rahmen mit weniger Luftdruck im Reifen zu fahren. Normal fahre ich 2,7-2,8bar…und JA – macht niemand mehr….aber dafür habe ich eben niemals Platten wegen Durchschlägen. Durch die Dämpfung am Hinterrad hoffe ich das ich auch mit 2,2 - 2,3bar fahren kann ohne Durchschläge zu riskieren, auch sollte der geringe Luftdruck im Reifen für mehr Komfort und Traktion sorgen – so der Plan.  

Was ebenfalls für den Rahmen spricht ist die cleane Optik und der Umstand das es weniger bewegte Teile und Lager gibt als bei „normalen“ Fullys, trotzdem aber gibt es mehr Federweg als bei einem Softtail und auch einen einstellbaren Dämpfer – ebenfalls nicht vorhanden am Softtail. Und es gibt die Möglichkeit zwei Flaschenhalter zu montieren. Meiner Meinung nach ist dieser Rahmen also für das Rennen für das er hauptsächlich angeschafft wurde, die "Salzkammergut-Trophy", perfekt. Wie erste Tests gezeigt haben ist dar Trek Rahmen außerdem auch steifer als das Canyon was nicht schaden wird da ich alles andere als ein Fliegengewicht bin.

Und ein paar Sätze aus dem Test im "Bike Magazin" Ausgabe 02/2020 bestätigte etliche meiner Erwartungen die ich hatte als ich mich für den Trek SuperCaliber entschieden habe: "Durch den minimalistischen Federweg und die steile Federkennlinie sinkt der Hinterbau auch im offenen Modus nur unmerklich ein und das selbst in steilen Kletterpassagen. Dafür ist die Traktion im Vergleich zu einem Hardtail um Welten besser. Beim Antritt aus Kurven und in steilen Kletterpassagen fühlt es sich direkter an als das Canyon. Auch wenn der Caynon Hinterbau bereits ohne Plattform extrem ruhig und effizient arbeitet , verleihen die knappen 6cm Hub dem SuperCaliber bergauf spürbar Spritzigkeit". Und halbwegs spritzig sollte das neue Bike schon sein, bin ich doch vom Open One+ ein Gesamtgewicht von gerade mal 8,8kg (in der Trophy Ausstattung mit schwerem Sattel wog das Bike mehr als in der Normalausstattung) gewöhnt. 

Wie viele Interessenten hab auch ich auf 1600gr. bis max. 1800gr. Rahmengewicht gehofft, hätte Trek dieses Gewicht geschafft wäre der SuperCaliber Rahmen wohl der Renner des Jahres geworden. Ich hab schon viel Rückmeldung bzgl. dieses Berichtes erhalten und fast jeder meinte er wollte den Rahmen auch kaufen, im Endeffekt hätte das Gewicht aber dann doch den Kauf verhindert. Das Ziel für mein neues Fully war ein Gewicht von 9,3 - 9,5kg, das Rad sollte also maximal 700gr. schwerer sein als das Open Hardtail. Das nicht gerade geringe Gewicht des Rahmens wurde inkl. des geklebten Kettenstrebenschutzes und der am Unterrohr verklebten Rahmenschutzfolie gewogen. Es mag lächerlich erscheinen dies zu erwähnen, da der Kettenstrebenschutz aber massiv ist und auch die Rahmenschutzfolie sehr dick ausfällt ist dies bei der Gewichtsangabe eben zu berücksichtigen.

 

Der Rahmen weist ein paar Auffälligkeiten auf, so zum Beispiel die massiven, sehr wuchtigen Ausfallenden. Ich hab noch an keinem Rad so extrem dicke Ausfallenden gesehen, an Stellen wie diesen wirkt der Rahmen einfach brutal massiv – was sich sicher auf das Gewicht auswirkt. Am Hinterbau gibt’s aber auch eine Besonderheit die dafür sorgt dass an den Anbauteilen etwas Gewicht gespart werden kann denn die Aufnahme für den Bremssattel ist serienmäßig so ausgeführt das man 14cm Scheiben verwenden kann welche 40-50gr. leichter sind als 16cm Scheiben. Will man 16cm Scheiben fahren braucht es zwar einen Adapter, ich find die Idee aber super den Rahmen standardmäßig für 14er Scheiben auszulegen denn so hat man die Wahl zwischen großen und kleinen Scheiben. Nachteil: will man eine 16er Scheibe fahren kommt das Gewicht des Adapters dazu, auch muss dieser gekauft werden – ist also nicht Teil des Lieferumfanges. Ich hab mich entschieden zu Beginn mal mit einer 14cm Scheibe zu fahren, mal schauen ob die kleine Scheibe ausreichend Bremsleistung zur Verfügung stellen kann. 

Ein ebenfalls nettes Detail sind die verbauten Schutzbleche im Bereich des Kettenblattes und der Scheibenbremsaufnahme, diese sitzen sauber und sind nicht einfach „halblustig“ aufgeklebt sondern in entsprechenden Ausbuchtungen eingepasst und bündig / formschön eingeklebt. 

 

Ich erspare es mir an dieser Stelle, sonderlich viele Bilder des Rahmens online zu stellen, deren gibt’s im Netz genug. Bild 1 zeigt den kompletten Lieferumfang des Rahmensets, Bild 2 zeigt den Rahmen auf der Waage, auf Bild 3 kann man den dicken Kettenstrebenschutz sehen, auf Bild 4 ist das kleine Schutzblech im Bereich des Bremssattels zu sehen. Die Bilder 5 und 6 zeigen die linke Sitz- und Kettenstrebe im Bereich der Scheibenbremsaufnahme und auf den Bildern 7 und 8 kann man recht gut sehen wie massiv die Ausfallenden ausgeführt sind.

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Bei Fullys immer wieder ein Thema ist die Verlegung der Züge, in meinem Fall ist das Thema aber eher ein kleines da ich mit SRAMs XX1 Eagle AXS auf eine Funkschaltung setze, somit nur die Bremsleitung der Hinterbremse und den Zug für das RemoteLockOut zu verlegen habe.

Bei Trek kommt bei der Zugverlegung ein System mit dem Namen „Control Freak“ zum Einsatz. Hier ein Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=B3wPbY40azo

Dieses System besteht aus anpassbaren Zugführungen im Bereich des Steuerrohres – auf beiden Seiten, außerdem aus einem Einsatz am Unterrohr über den es möglich ist die im Unterrohr verlaufenden Leitungen per Kabelbinder klapperfrei zu befestigen und einem Kabelauslass im Bereich des Tretlagers. Es liegen übrigens keine Einsätze bei, mit denen man die Öffnungen für den Schaltzug in der Kettenstrebe verschließen kann - ungut für Fahrer von elektronischen Schaltungen wie ich es einer bin. Grundsätzlich ist das System aber gut, man kann es anpassen, Zuganschläge / Einsätze nachkaufen und das System ermöglicht eine wirklich klapperfreie Verlegung der Züge im Unterrohr womit man sich an dieser Stelle „Lärmschutzummantelungen“ für die Züge ersparen kann und was auch wieder etwas Gewicht spart. Weniger gut ist aber die Verlegung der Bremsleitung im Bereich wo wie Leitung aus dem Unterrohr zur Kettenstrebe geleitet wird. Der Abstand zwischen Reifen und Bremsleitung ist hier nicht sonderlich groß, die Austrittsöffnung sollte hier steiler nach außen zeigen um Platz zwischen Reifen und Bremsleitung zu bringen. Div. Schlammschlachten haben meinem Open Rahmen in diesem Bereich bereits stark zugesetzt, Schlamm hat hier starken Abrieb an den Kettenstreben verursacht, ich bezeifle das eine Bremsleitung stundenlanger Reibung widerstehen könnte. Diesen Bereich werde ich auf jeden Fall im Auge behalten - man wird sehen wie sich das entwickelt wenn das Rad mal die ersten Schlammschlachten hinter sich gebracht hat. 

Die folgenden Bilder zeigen nun mal die mitgelieferten Einzelteile des „Control Freak“ Systems. Die Bilder 3 und 4 zeigen den Bereich an dem die Züge aus dem Unterrohr austreten, Bild 5 zeigt den Bereich des Steuerrohres in dem die Zugführungen angebracht werden, Bild 6 zeigt die Zugführung  „komplett dicht“ – für den Fall das man keine Leitungen in den Rahmen führen will, Bild 7 zeigt die Zugführung „komplett offen“ – zur Durchführung von zwei Zügen, außerdem sieht man auf dem Bild auch das Teil mit dem man die Durchführungen öffnen / verschließen kann.

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Beim Steuersatz hat sich Trek ebenfalls etwas einfallen lassen, auch hier gibt’s einen „coolen“ Namen, nämlich „KnockBlock“ und auch hier gibt’s ein Video dazu.https://www.youtube.com/watch?v=2gR0ClsDgck

Das „Knock Block“ System beschränkt den maximal möglichen Lenkeinschlag und sorgt somit dafür dass weder der Lenker bzw. am Lenker montierte Teile wie Schalt und/oder Bremshebel noch die Gabelkrone den Rahmen berühren können. Erreicht wird dies über einen am Rahmen angeschraubten Anschlag der zusammen mit einer in der Steuersatzkappe eingearbeiteten Nut den Lenkeinschlag begrenzt.

Außerdem gibt’s dazu noch passende Spacer die oben an der Steuersatzkappe, ebenfalls verdrehsicher, aufgesetzt werden. Dafür weist die Steuersatzabdeckkappe zwei Nasen auf, die Spacer wiederum haben zwei dazu passende Nuten eingearbeitet. Verwendet man nun auch noch einen passenden Bontrager Vorbau – der ebenfalls über zwei eingearbeitete Nuten verfügt – hat man dann im Endeffekt eine verdrehsichere Kombination aus Steuersatzabdeckkappe, Spacern und Vorbau. Um nun aber nicht zwingend auf Bontrager Vorbauten setzen zu müssen kann man den Vorbau über einen speziellen Spacer auch vom KnockBlock System entkoppeln und dann auch Standardvorbauten einsetzen.

Die Idee den Rahmen auf diese Weise vor Beschädigung zu schützen ist sicher lobenswert, dass das Rahmenset aber serienmäßig ohne diesen speziellen Spacer ausgeliefert der es erlaubt Standardvorbauten zu verwenden ist schade, der Spacer ist also extra zu ordern und auch extra zu bezahlen. Leider baut dieser Spacer mit einem Zentimeter auch höher als es sein müsste, es würde reichen das Ding nur genau so hoch zu machen das die beiden Nasen der Steuersatzabdeckkappe ausgeglichen werden.

Erfreulich ist der Umstand, dass sich das „Knock Block“ System, mal abgesehen von den Vorbauten und Spacern, gewichtstechnisch nicht negativ bemerkbar macht. Der gesamte Steuersatz, ohne Spacer, bringt knapp 79gr. auf die Waage. In meinem Fall kommt noch der spezielle Spacer zum Einsatz der es mir eben ermöglicht Standardvorbauten zu fahren, dieser Spacer wiegt 15,25gr inkl. Schraube – also ist das Ding eigentlich recht schwer, unnötig schwer wie ich finde. Im Steuerrohr sitzt übrigens kein moderner Expander sondern die „Standardkralle“ die beim Rahmenset dabei war, kostet nix extra, wiegt nur 9,38gr. und hält bombenfest – ein Bikeleben lang.

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Zusammengefasst kann man sagen das der Rahmen extrem hochwertig wirkt, das div. Details durchaus interessant erscheinen und auch Sinn machen und das der Rahmen meine Erwartungen - was Optik und Haptik angeht - voll erfüllt hat. Der gesamte Aufbau des Rades klappte problemlos, man hat nicht ständig Angst irgendwas am Rahmen kaputt zu machen da der gesamte Rahmen wirklich massiv "da steht". Sowohl der Steuersatz wie auch das PressFit Innenlager haben sich super einbauen lassen, nichts "fällt" ineinander und gibt einem das Gefühl es wäre irgendwo zu viel Spiel vorhanden, es gibt aber auch keine Bereich wo man beim Einbau mit "Gewalt" vorgehen muss, alles sitzt und passt perfekt - wie man es von einem High End Produkt erwartet.

Was ich mir für die nächste Generation des Rahmens von Trek wünsche:
  • 150gr weniger Rahmengewicht in Größe M/L
  • Verschlußstopfen für das "Control Freak" Leitungsmanagement-System
  • Einen besser plazierten Auslaß der Bremsleitung im Bereich des Tretlagers / der Kettenstrebe
  • Erweiterung des Lieferumfanges um das Dämpfercover das man bei den Weltcup-Bikes sehen konnte
  • Erweiterung des Lieferumfanges um den Trek Spacer der den Einsatz von normalen Vorbauten zulässt

Was mir besonders gefällt: 

  • Grundsätzlich bietet Trek eine "lebenslange" Garantie für den Erstbesitzer an. Registrierung des Bikes macht man hier.
  • Trek bietet für div. Modelle des Jahrganges 2020 auch eine Garantie für Zweitbesitzer an wobei "Zweitbesitzer" auch Dritt und weitere Besitzer einschliesst. Diese Garantie gilt 3 Jahre ab Kaufdatum. Ich denk sowas gibts nicht bei vielen Herstellern und ist für mich ein Kaufargument da dies den Wiederverkaufswert defintiv steigert und auch sicher einfacher macht.
  • Außerdem gibts bei Trek sowas wie ein "Crash Replacement" das sich bei Trek "Carbon Care" nennt - im Falle von selbstverschuldeten Schäden, z.B. durch Unfälle. Grad bei Carbonrahmen ist das für mich durchaus ein Kaufargument.
  • Trek gibt den Rahmen bis zu einem Gesamtgewicht von 130kg, das deutet doch auf ein gewisses Vertrauen in das eigene Produkt hin, Freigaben bis 130kg sind definitiv die Ausnahme - wenn nicht sogar einzigartig im Carbonbereich.

 


 

Über die Federgabel gibt es wenig zu berichten. Ich hab mir eine Fox 2020iger "SC Float 32 F-S 100 Step-Cast 2-Pos Remote FIT 4 Factory Boost shiny orange Kabolt 15*110mm tapered" zugelegt. Nicht weil mich die alte Fox Gabel vom Open-Bike so überzeugt hat - denn die musste ich nach 2,5 Jahren mit nur ca. 4000 gefahrenen Kilometern wegen Undichtigkeit zur Reparatur einschicken. Der Grund dafür dass es wieder eine Fox wurde ist einzig und allein dem Umstand geschuldet das die Fox Gabel leichter ist als die RockShox SID. Und div. "alternative" Hersteller kommen bei Federgabeln für mich nicht in Frage da bei div. Kleinherstellern das Service zum Problem werden könnte. Brauche ich für die Fox Gabel eine schnelle Problemlösung kann ich zur Fox-Niederlassung in Graz fahren bzw. können auch viele Händler Fox-Gabeln servicieren, Fox Ersatz / Kleinteile gibts in jedem größerem Shop zu kaufen.  

Diesmal hab ich mir die Gabel in orange gegönnt, erstens weil das einen wunderbaren Kontrast zu den Rahmenfarben gibt und zweites weil das "Fox-orange" perfekt zum orange meines neuen Teams, der "r2-Bike.com MTN Crew", passt. Ehrlicherweise muss ich aber sagen das die SID, in blau, optisch meine Traumgabel ist. Aber beim Gewicht zählt einfach jedes Gramm, Gewicht kommt vor Optik. Und da der Rahmen doch etwas schwer ist und ich das gewünschte Gesamtgewicht des Rades nicht aus den Augen verlieren wollte musste einfach überall Gewicht gespart werden wo es halbwegs problemlos machbar war.

Der Lieferumfang der Gabel beinhaltet eine Beschreibung, einen Tuning Guide, die Kobalt Steckachse in schwarz, einen RemoteLockout Hebel mit Kabeljustageschraube und einen passenden Schaltzug, zusätzlich gibts noch eine Ahead-Kralle, einen Fox-Aufkleber sowie eine anschraubbare Führung für die Bremsleitung die man im Bereich der Gabelbrücke anbringen kann - ich hab auf diese Führung aber verzichtet - spart locker 5gr. ;-)

Was mir im Lieferumfang fehlt ist das Tool zur einfachen Montage des Remote Lockout Mechanismus, nicht jedem gefällt die Standardposition. Eine Justage ist zwar auch ohne dieses Tool machbar, trotzdem wäre es nett dieses Teil zu haben, und sei es nur um den Mechanismus mal zu zerlegen und zu warten - denn unter Zuhilfenahme dieses Tools ist der Zusammenbau kein Probleme, ohne das Tool wirds etwas fummelig. Eine Pumpe zum Anpassen des Lufdrucks ist ebenfalls nicht dabei, dies ist aber mittlerweile normal und bei allen Herstellern so - wohl weil eh fast jeder schon eine passende Pumpe sein Eigen nennt. Ich verwende eine 15 Jahre alte Pumpe die mal Teil des Lieferumfanges einer RockShox SID war, diese Pumpe verrichtet nach wie vor problemlos ihren Dienst und passt sowohl für die Gabel wie auch für den Fox-Dämpfer des Rahmens.

Außerdem befinden sich im Lieferumfang noch 2 Volumenspacer um die Federkennlinie der Gabel anpassen zu können (zwei Spacer sind serienmäßig bereits in der Gabel verbaut). Die Volumenspacer kann man nutzen wenn es bei richtig eingestelltem Sag zu Problemen mit der Progression kommt, wenn es also nicht machbar ist den gesamten Federweg auszunützen oder wenn man spürt das man ständig zum Endanschlag durchschlägt. Je mehr Spacer man einbaut umso größer wird die Progression im Endbereich des Federweges, die Federkennnlinie wird durch den Einbau zusätzlicher Spacer am Ende immer steiler - was vor Durchschlägen schützt. So kann man sich die Sensibilität der Gabel im Anfangsbereich erhalten, im Endbereich den Durchschlagschutz aber trotzdem erhöhen - und das alles ohne den Luftdruck zu ändern oder die Druckstufendämpfung anzupassen (was auch Auswirkung auf die Sensibilität im Anfangsbereich hätte).

Ich hab meiner Gabel auch noch ein kleines aber feines Upgrade gegönnt und zwar ein Hopp Aircap. Spart "viel" im Vergleich zur originalen blauen Kappe, nämlich über 50%, 2,77gr. (original) zu 1,3gr. (Hopp) und schaut außerdem besser aus. 

Die Gabel wiegt mit ungekürztem Gabelschaft und dem original AirCap übrigens 1411,44gr, im Vergleich dazu ist die alte Fox StepCast32 Gabel aus dem Jahr 2017 also etwas leichter, diese wiegt mit ungekürztem Gabelschaft 1365gr. Dass das neue Modell aber etwas schwer sein wird als es die alte Gabel war mir vorab bewusst. Mit auf 16,8cm gekürztem Gabelschaft bringt die neue Gabel 1368,60gr auf die Waage und in der "Endversion" - gekürzt und mit Hopp AirCap - sinds dann 1367,13gr. für das 2020er Modell. 

Nachdem mich bei der alten Gabel das RemoteLockOut immer wieder geärgert hat und sehr oft nicht mehr aufmachte nachdem der Hebel betätigt worden ist hoffe ich dass das neue LockOut, welches nun nur mehr zwei Stufen anbietet (offen, geschlossen), besser funktioniert. Die zwei Stufen erscheinen auch sinnvoller, die Mittelstufe bei der alten Gabel war irgendwie eh für nix. Der mit der Gabel ausgelieferte RemoteLockOut Hebel kann standardmäßig auch Dämpfer steuern - dies nutze ich auch aus und kann so über einen Hebel sowohl die Gabel wie auch den Dämpfer des Rahmens blockieren - mit nur einem Klick. Der Hebel schaut zwar irgendwie unspektakulär aus, dafür ist er mit 43,28gr. aber, gerade für ein Serienteil, sehr leicht. 

Zu den Bildern: Bild1 zeigt die Gabel mit ungekürztem Gabelschaft und original AirCap, Bild 2 zeigt das original AirCap, Bild 3 zeigt das "Hopp" AirCap, Bild 4 zeigt das "Hopp" AirCap montiert. Auf Bild 5 sieht man die Fox Steckachse, Bild 6 zeigt den kompletten Lieferumfang. 

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Das Cockpit wurde für dieses Rad nur mit Teilen aufgebaut die ich so noch nie in Verwendung hatte. Bisher gabs für mich bei Lenker und Vorbau nur eine Ooption: Syntace. Eine symphatische Firma die quasi unzerstörbare Anbauteile fertigt, dabei das Gewicht nicht aus den Augen verliert und die auch immer wieder tolle Detaillösungen anbietet, seien es Vorbauten die den Lenker "tieferlegen" ohne das der Winkel des Vorbaus steiler wird oder Lenker welche die Lenkerenden tiefer legen als den Mittelteil - sowas hab ich am OpenOne+ im Einsatz.

Einen Nachteil haben Syntace Komponenten aber, sie sind zwar leicht aber definitiv nicht der Rubrik Leichtbau zuzuordnen. Syntace geht offenbar auf Nummer sicher und nimmt dafür ein paar Gramm mehr an Gewicht in Kauf, dafür gibts dann auch 10 Jahre Garantie - die man aber wohl eh nie brauchen wird. Da nun aber mein Rahmen doch schwerer ist als dass was ich gewohnt bin musste ich überall am Rad versuchen etwas Gewicht einzusparen im Vergleich zu den Teilen die ich am OpenOne+ verbaut habe - auch im Bereich des Cockpits.

Und so kommt diesmal ein Vorbau der Firma Newman zum Einsatz, das Modell Newman Evolution SL 318.2 in 70mm Länge. Mit 81,44gr. ist der Vorbau sehr leicht, bringt nicht viel mehr auf Waage als so mancher "Extremleichtbau - Carbonvorbau" und ist zudem auch noch etwas günstiger als der vergleichbare Syntace Vorbau. Ich wollte beim Vorbau unbedingt bei einem Alumodell bleiben, Carbonvorbauten sind mir einfach nicht geheuer. Der Umstand das die Firma Newman zwar recht neu am Markt ist, dass der Liteville Gründer und ehemalige Syntace Mitarbeiter Michi Grätz aber Kopf der Firma ist sorgt bei mir für ein gewisses Grundvertrauen. Auch gibt es bei Newman drei Jahre Garantie und zusätzlich ein CrashReplacement. Ich habe mich bewusst für den Vorbau mit nur 2 Schrauben zur Klemmung entschieden, macht die Montage zwar etwas umständlicher, aber hier lassen sich gefahrlos ein paar Gramm einsparen gegenüber einen Modell mit 4Schrauben-Klemmung - und ja - diese Aussage ist eigentlich lächerlich :-) Da die Montage von Vorbauten mit 2-Schrauben Klemmung mitunter etwas ungut sein kann, vor allem wenn man am Ende keine Kratzer im Lenken haben will, hat man sich bei Newman über eine Montagehilfe den Kopf zerbrochen und dabei ist etwas echt praktisches rausgekommen. Dort wo man die Klemmschrauben normalerweise in den Vorbau schraubt sitzt eine kleine Platte, in den Gewinden des Vorbaus befinden sich zwei kleine Inbusschrauben die gegen die Platte drücken und dafür sorgen das sich der Klemmbereich aufspreitzt wenn man diese kleinen Inbusschrauben dreht. Dadurch erweitert sich der Klemmbereich und der Lenker lässt sich einfach durchschieben. Sitzt der Lenker dreht man die kleinen Inbusschrauben aus den Vorbaugewinden raus, die Klemmplatte fällt raus und der Lenker sitzt - nun kann man die Titanklemmschrauben in die Gewinde drehen und den Lenker fixieren. 

Auch beim Lenker hab ich auf eine Firma gesetzt von der ich bisher noch nie etwas verbaut habe, nämlich auf die recht junge Firma Beast bzw. deren Lenker Beast Components Carbon Flat Bar 31,8 in der Breite 70cm. Vorab hab ich den Support von Beast ein wenig angetestet, alle Antworten kamen schnell und detailreich - die Leute nehmen sich für angehende Kunden definitiv Zeit. Ein Kaufargument, neben dem guten Zedler Test, war der Umstand das Beast 5 Jahre Garantie gibt (McfK gibt z.B. nur 2 Jahre, Schmolke bietet 3 Jahre an) und außerdem ein lebenslanges Crash Replacement gewährt - 50% Nachlaß auf den Listenpreis. 

Die Lieferung erfolgt schön verpackt, die massive Schachtel wirkt sehr "wertig". Erfreulicherweise liegt auch eine Beschreibung bei in der die Drehmomentvorgaben nachzulesen sind, ich mag sowas da ich sowieso viel zu viel am PC verbringe und es mir somit erspart bleibt online nach den Drehmomentvorgaben zu suchen. 

Der Lenker ist etwas leichter als ein vergleichbarer Syntace Lenker, gleichzeitig aber auch etwas schwerer als echte, ultimative, Leichtbaulenker wie z.B. Schmolkes TLO Modelle. Ich hoffe aber mit diesem Teil die goldene Mitte gewählt zu haben, ein leichtes Teil welches trotzdem stabil ist. Ausschlaggebend für die Entscheidung auf diesen Lenker zu setzen war ein Test eines Beast Lenkers im Bike-Magazin 04/2019, dort erreichte ein Beast Lenker im Downhill-Test von Zedler Bestwerte. Der Lenker bringt in einer Breite von 70cm 140,10gr. auf die Waage, ist also knapp über 48gr. leichter als der Syntace Lenker vom OpenOne+ - und das bei 2cm mehr in der Breite.

Bei den Griffen setze ich ebenfalls auf Teile die ich bisher nicht in Verwendung hatte. Bisher baute ich alle meine Räder mit "Lizard Skins DSP 32,3mm" Griffen auf da diese wirklich superleicht sind. Da die SalzTrophy aber auch für die Hände eine echte Belastung ist und mich außerdem die Demontage der geklebten Griffe immer extem genervt hat war es an der Zeit hier mal etwas neues zu versuchen. Und so setze ich nun erstmal auf ESI Soft Grip Extra Chunky in der Farbe aqua - leider passt die Farbe aber nicht su gut zum Rahmen wie erhofft - trotzdem bleiben die Dinger nun mal drauf. Die Griffe sind wohl die einzigen Teile am Neurad die schwerer sind als die am alten Rad verwendeten Teile. Ich erhoffe mir aber das die Silikongriffe für etwas mehr Komfort sorgen als dies bei den Lizard Skins Griffen, die aus "DuraSoft Polymer" bestanden, der Fall war. Komfort ist also der Hauptgrund dafür das ich mich für dieses Griffmodell entschieden habe. Die Griffe wiegen, inkl. Endstopfen, 71,57gr, also schon ein Eck mehr als die bisher von mir verwendeten LizardSkins Griffe.

Die folgenden Bilder zeigen nun Lenker und Vorbau, auf den Bildern 8-10 kann man schön die Montagehilfe sehen. 

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Sitzen muss man auch, im Sitzbereich gibts nicht viel neues im Vergleich zu meinen anderen Rädern. Wie immer kommt ein Tune Speedneedle zum Einsatz - diesmal in der "20Twenty" Version, in schwarz. Ich verwende Tune Sättel seit zig Jahren - 15 werden es wohl sein, bin auf diesen Sätteln bereits sieben mal den "Ötztaler" und einmal die TourTransalp gefahren, ebenso die Salzkammergut-Trophy - immerhin 210km am Bike. Allein seit Anfang 2016 bin ich, verteilt auf 4 Räder, über 70.000km auf div Speedneedle Sätteln unterwegs gewesen und ich hab mich immer wohl gefühlt, auch gab es nie Probleme mit den verschiedenen Versionen die ich verwendete. Somit hab ich keinen Grund gesehen auf einen anderen Sattel zu setzen bzw. MICH auf einen anderen Sattel zu setzen. Und da Tune sowieso eine meiner Lieblingsfirmen ist, eine Firma die mich schon in den 90igern mit Material unterstützt hat und dies auch nun, 2020, wieder macht, passt es perfekt dass der Sattel für mich sowieso die erste Wahl ist. 

Schwieriger wird die Sache bei der Sattelstütze, Sattelstüzen und Vorbauten sind die Teile vor deren Versagen ich am meisten Angst habe, es spielt wohl auch der Umstand mit das ich in den 90igern, beim Duschen nach einem Rennen, mal mitansehen musste wie es "hintenrum" endet wenn eine Sattelstütze bricht - und das sah WIRKLICH nicht gut aus.

Darum war es auch bei der Sattelstützenwahl bisher immer einfach: Syntace P6 Carbonstütze und fertig. Aber diesmal galt es Gewicht zu sparen, es galt also auch bei der Stütze den goldenen Mittelweg bzgl. Gewicht/Haltbarkeit zu finden. Schmolkes TLO ist mir zu leicht - außerdem gefallen mir die Jochklemungen nicht, die Syntace P6 Carbon ist für dieses Rad zu schwer, außerdem musste es zwingend eine Stütze sein die entweder bei Zedler oder bei EFBE einen guten Test abgeliefert hat. Vor etlichen Monaten hat sich in einem Tour Magazin eine McfK Stütze hevorgetan. Das Ding hat mehr ausgehalten als fast alle anderen Stützen im Test - nur die Synatce Stütze hielt länger. Auf Basis dieses Tests habe ich mich am Rennrad bereits für die McfK Stütze entschieden und so wurde nun auch für das neue Bike diese Stütze gekauft. Leider, dies ist dem Rahmen geschuldet, brauchte ich erstmals eine Stütze in der 31,8mm Ausführung was für etwas Mehrgewicht sorgt. Die 42cm Version in 31,8mm Durchmesser / 3kmatt bringt 161,73gr. auf die Waage. Kein absolutes Leichtgewicht aber auch kein schweres Teil - ich hoffe der goldene Mittelweg wurde gefunden.

Erwähnenswert: McfK gewährt zwei Jahre Garantie - aber nur dann wenn man eine Fachhändlerrechnung für die Montage vorweisen kann. Das finde ich durchaus schräg da bereits die gesetzliche Gewährleistung 2 Jahre beträgt. Und ein Gewährleistungsanspruch besteht innerhalb der ersten zwei Jahre sowieso - diese Gewährleistung ist aber nicht an eine Rechnung über eine Montage beim Fachhändler gebunden, auch wenn mir klar ist das nach den ersten 6 Monaten die Beweislastumkehr eintritt. In Zeiten in denen viele Hersteller 5-10 Jahre Garantie anbieten, teilweise erweitert um CrashReplacement-Programme, erscheint mir die Vorgehensweise von McfK doch sehr restriktiv - auch wenn ich es irgendwie auch nachvollziehen kann da ein Leichtbauteil eben "HighEnd" ist und damit muss man umgehen können, dafür braucht es durchaus "Spezialwissen". Übrigens hab ich die Firma mit ein paar Fragen vorab genervt, alles wurde zur vollsten Zufriedenheit und auch sehr schnell beantwortet. 

Die folgenden Bilder zeigen nun meinen Thron. Auf Bild 2 kann man eine Eigenheit sehen die bei vielen Carbonstützen ein Thema ist - was aber nicht jedem bewusst ist. Viele Leichtbaustützen sind dafür ausgelegt nur in einem bestimmten Bereich geklemmt zu werden, in diesem Bereich sind die Stützen stabiler ausgeführt. Beim Kauf muss dies berücksichtigt werden, man muss darauf achten dass die Stütze in einer Länge gekauft wird die es erlaubt bei der gewünschten Sitzhöhe die Sattelklemmung im erlaubten Klemmbereich zu positionieren. 

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Beim Antrieb gibt es im Vergleich zu div. anderen Bikes die ich bisher gefahren bin zwei Veränderungen die ich bis vor einem Jahr niemals für möglich gehalten hätte denn ich bin (war) bekennender Shimano Fan und außerdem gilt / galt die Devise: besser als viele Gänge sind mehr Gänge. Das hat sicher damit zu tun das ich eben ein "90igerJahreBiker"bin, ich bin mit 3*10 Schaltungen groß geworden und hab mir damals eigentlich 4*12 gewünscht - oder sowas in der Art.

Da ich die Vorteile von elektronischen Schaltungen bereits mehrmals, auch bei zwei Salzkammergut-Trophy Teilnahmen, genossen hab war klar das ich 12fach elektronisch schalten will. Bikerennen, gerade dann wenn es dreckig und schlamming wird, fahren sich mit elektronischer Schaltung einfach besser. Mechanisch hab ich in eine Schaltrichtung die Möglichkeit den Hebel einfach fester zu drücken wenns mal schlammig ist und das Schaltsystem schwergängig wird, in die andere Richtung muss man aber auf die Federkraft des Schaltwerks hoffen und die ist bei extremer Verschmutzung sehr oft zu gering. Bei elektronischen Schaltungen bewegt jedoch ein Motor das Schaltwerk - und zwar in beide Richtungen - und ein Motor ist stärker als jede Feder in egal welchem Schaltwerk. Bedeutet also: egal wie schlamming es auch war bei meinen Trophy-Teilnahmen, selbst nach 12 Stunden im Regen und Dreck, meine elektronische Di2 hat perfekt geschaltet. 

Bei Shimano tat sich aber das gesamte Jahr 2019 in Bezug auf eine XTR Di2 12fach nichts, irgendwie hat Shimano die Vorreiterolle im Bikezirkus verloren und wurde von Sram überholt. Also war klar das die erste Veränderung ein Wechsel von Shimano zu Sram sein wird. Die zweite Veränderung, der Wechsel von 2*11 zu 1*12, ist eine Folge des Umstiegs auf Sram - denn bei Sram wurde der Umwerfer abgeschafft. Da das neue Bike ein Fully sein sollte und eh fast kein modernes Fully für Umwerfer ausgelegt ist bzw. da auch absehbar ist das sich 1*12 durchsetzen wird habe ich den Schritt in Richtung einfach nun gemacht, weils "eh nix hüft". Sram liefert ständig Neues und setzt voll auf einfach-Antriebe, Shimano scheint zu schlafen. 

Srams XX1 Eagle AXS Gruppe hat mich sofort begeistert - das muss ich zugeben. Ich hab aber gleich beim Kauf beschlossen ein paar Teile der Gruppe etwas zu "verbessern", dies betrifft zum Einen die Kurbel, zum Anderen den Schalthebel und am Ende hat es auch das Schaltwerk "erwischt".


Die Kurbel wurde mit einem Power2Max "NG" Powermeter versehen. Ich habe bewusst NICHT auf Srams Kurbel mit Quarq Powermeter gesetzt, dieses wäre zwar leichter und billiger gewesen, der Umstand das an diesem PowerMeter aber nichts repariert werden kann und es nur 2 Jahre Garantie gibt lässt dieses Teil für mich gänzlich uninteressant erscheinen. Auch kann man diese Kurbel teilweise auch nicht mit anderen PowerMetern kombinieren da diese spezielle Kurbel über eine 8Loch Aufnahmen verfügt während die Standard Sram XX1 Kurbel eine 3Loch Aufnahme aufweist. Power2Max gewährt übrigens 5 Jahre Garantie, außerdem ist deren Teil reparierbar - bei solchen Preisen sind das für mich gute Kaufargumente. Verwendet man das Power2Max "NG" Powermeter kann man dass auf der Sram XX1-Kurbel montierte "directmount" Kettenblatt nicht verwenden, man muss ein Kettenblatt mit 4Loch Aufnahme und passende Kurbelschrauben kaufen, ich hab dieses Sram Kettenblatt genommen und diese Kurbelschrauben von WoolfTooth

Erhält man das Paket von Power2Max, immerhin mit einem Inhalt im Wert von über 1000€, macht sich erstmal sowas wie Enttäuschung breit. Die Außenverpackung zerfällt fast, die Schachtel ist zur Hälfte leer, das eigentliche Powermeter ist klein und leicht - so wenig "Teil" für so viel Geld denkt man unweigerlich. Aber gut, es ist klein und leicht, also eigentlich sind das jo gute Eigenschaften,das "Gerät" wiegt 118,37gr. Ich hoffe mal das die Gummikappe die den Ladeport abschliesst auch wirklich dauerhaft dicht ist. Es sei an dieser Stelle erwähnt dass das PowerMeter bei Power2Max, über die Handy App, registriert werden muss, man muss also einen Account anlegen - dies hat aber problemlos und zügig geklappt. Aussehen tut das Ding wie folgt:

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Die Sram XX1 Eagle Kurbel bringt serienmäßig, inkl Kurbelarmen, 34Z directmount-Kettenblatt, Beilagen für die Pedalgewinde und Crank Boots, 440,24gr auf die Waage. Umgerüstet, also mit dem Power2Max "NG" und diesem Sram Kettenblatt bzw. inkl. WolfTooth Kettenblattschrauben, wiegt die Kurbel ca. 552,3gr. - wird durch die Umrüstung auf Power2Max also ca. 112gr. schwerer. Nachdem ich die Kurbel für den Umbau sowieso zerlegen musste hier nun mal ein paar Bilder welche die Gewichte der Einzelteile zeigen - und JA - vor der Abwaage wurde die Waage INKL. dem weißen Blatt Papier auf Null gestellt.

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Der XX1 Schalthebel wurde ebenfalls etwas "präpariert", also leichter gemacht. Die kleine aber feine Firma Hopp Carbon Parts bietet für diesen Schalthebel ein paar nette Modifikationen an. Es gibt eine Halterung aus Carbon und außerdem einen "Pin" der den Controller mit der Halterung verbindet. Gut, der Sram Eagle Controller kostet 138€, das Hopp Upgrade kostet zusätzlich ca. 109€ Aufpreis - dafür erspart man sich dadurch aber 8,77gr. aber NEIN - diese gewaltige Gewichtsersparnis war nicht (alleine) ausschlaggebend für das Hopp-Tuning.

Normalerweise wird der Sram Controller über eine eigene Schelle, die im Lieferumfang enthalten ist, am Lenker montiert. Dieses Teil bringt 11,50gr. auf die Waage, der Bremshebel muss aber selbstverständlich über eine zusätzliche Schelle ebenfalls montiert werden - diese Schelle von TrickStuff bringt 5,54gr. auf die Waage - beide Schellen wiegen also 17,04gr. Und nun kommt wieder Hopp ins Spiel denn die Firma bietet eine Klemmschelle für TrickStuff Piccola Bremsehebel an welche die Aufnahme für den Sram Controller bereits beinhaltet - somit wirds also möglich Bremshebel UND Sram Controller über EINE Schelle zu montieren. Und diese eine Schelle von Hopp schlägt sich mit nur 6,24gr. zu Buche - inkl. Titanschraube von Syntace - die NICHT im Lieferumfang enthalten ist ;-)

Nun ist es so das alleine das Upgrade des Sram Controllers, inkl. den Trickstuff Schellen für die Bremshebel, "entspannte" 220€ kostet - ein "Patzen" Geld den man, so ehrlich muss man sein, nicht (nur) wegen der Gewichtsersparnis von ca. 19,5gr.  in die Hand nimmt - bzw. aus der Hand gibt. Carbon statt Kondition funktioniert nur bedingt - das ist jedem klar - auch wenn diese Erkenntis mehr schmerzt als einem lieb ist. Man macht sowas weil genau solche komplett hirnlosen Anschaffungen ein Hobby erst zu einem Hobby machen. Und weils einfach geil ist handgefertigte Spezialteile die nicht jeder verwendet einzusetzen. Und somit nun zu den Bildern meines Spezial-Sram-"gehoppten" TuningController. Das erste Bild zeigt die Halterung inkl. Pin vom Sram, Bild 2 dann das Teil von Hopp, die Bilder 3 und 4 zeigen den kompletten Controller mit Sram Halterung/Pin bzw. mit der Halterung/Pin von Hopp. Bild 5 zeigt die Originalschelle des Sram Controllers, Bild 6 zeigt die Kombi-Schnelle von Hopp mit welcher sowohl der Controller wie auch der Bremshebel montiert werden können. Und Bild 7 zeigt den Controller mit allen Hopp Upgrades versehen und zusammengebaut. 

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Sram treibt das Rad an, irgendwie muss es aber auch gebremst werden. Und hier gabs für mich, nach JAHREN in denen ich es immer wieder versucht habe, diesmal nur eine Option, die Bremsen MUSSTEN diesmal von Trickstuff kommen. Also kaufte ich mir eine Trickstuff Piccola Bremsanlage und außerdem noch eine 16cm Trickstuff Dächle HD Bremscheibe für das Vorderrad - sowie eine  14cm Trickstuff Dächle UL Bremsscheibe für das Hinterrad. Fixiert habe ich die beiden Bremsscheiben über sauteure aber WIRKLICH leichte Extralite Titanschrauben. Um die Bremsanlage ordentlich entlüften zu können hab ich mir auch noch den original Entlüftungskit von Trickstuff, den "Heinzelman Bleed Kit" besorgt. 

Wieso nun aber eine Bremse der kleinen Firma Trickstuff, wieso keine Shimano XT/XTR oder eine Magura? Auf meinen zwei Open Bikes habe ich einmal eine XT Bremsanlage, einmal eine XTR Anlage. Die Fadingprobleme die manche XT Bremsen aufweisen gibts leider auch bei meinem Modell. Egal wie gut entlüftet - nach 2 Wochen und vielen Bergfahrten (und den damit verbundenen Abfahrten) gibts wieder Fading. Am Trainingsrad ein Ärgernis - aber aushaltbar, für ein Renngerät geht sowas einfach nicht. Auch mit der XTR Bremse habe ich Erfahrungen. Extremes quitschen, außerdem immer wieder Undichtigkeiten am rechten Bremshebel.

Und eine Magura MT-8 hab ich auch, als Ersatz für die undichte XTR, für eines der Open Bikes angeschafft. Bei der Magura stört mich der Umstand das die Bremsleitungsabgänge sehr stark nach vorne zeigen, außerdem wirken die Bremshebel, gerade die Schellen und die EBT Schraube, alles andere als vertrauenserweckend. 

Somit sprach also fast nix dagegen mal auf einen kleinen Hersteller zu setzen der immer wieder innovative Produkte liefert und dessen Bremsen in div. Test immer toll, fast immer als Testsieger, abschneiden. Und beim Gewicht wäre mir keine Alternative zu Trickstuffs Piccola bekannt. Zwei Dinge haben in den letzten 3 Jahren aber dafür gesorgt das ich nie zu einer Piccola kam. Zu Beginn schreckte mich der Preis von ca. 850€ für das Set ab, als ich bereit war finanziell zu bluten war die Bremse so gut wie nicht erhältlich. Trickstuff hat seit Jahren Lieferprobleme oder verkauft offenbar einfach zu viel - wohl Ansichtssache. Hoffnung kam im Sommer 2019 auf als Trickstuff ankündigte die Piccola ab Oktober 2019 nur mehr in silber und schwarz anzubieten um schneller liefern zu können. Auch wurde angekündigt dass es einen neuen Bremssattel geben wird und Carbonhebel ab Oktober serienmäßig verbaut sein werden. Also hab ich im Oktober versucht ein Set zu bekommen, plötzlich waren die Lieferzeiten aber nicht mehr bei 6 Monaten wie in den letzten Jahren sondern wurden mit 9 Monaten beziffert. Ich beobachtete dann über Wochen alle Shops die die Bremse gelistet hatten und hatte dann Glück bei R2Bike ein Set in schwarz (gewollt hätte ich silber) zu bekommen. Dabei handelt es sich allerdings um die "alte" Version, mit dem C21 Bremssattel und den normalen Aluhebeln - aber egal - dies war wohl die einzige Chance fürs neue Bike diese Bremse zu bekommen, somit hab ich zugeschlagen. 

Und ich bin echt happy mit dem Ding. Die Bremse sieht echt toll aus, wirkt extrem hochwertig, nix wackelt, nichts hat "Spiel", alles sitzt perfekt. Auch der Kontakt zur Firma ist wunderbar, vor dem Kauf hatte ich ein paar Fragen, alle Mails wurden innerhalb weniger Stunden ausführlich beantwortet.

Die folgenden Bilder zeigen mal was die einzelnen Bestandteile auf die Waage bringen. Zu Beginn sieht man den kompletten Lieferumfang, Bild zwei zeigt den Entlüftungskit (nicht Teil des Lieferumfanges) der eine Nadel beinhaltet die man in div. Nachbaukits nicht findet. Die Bilder zeigen die Bremsen übrigens mit nicht gekürzten Bremsleitungen, losgehen tut es mit der Vorderradbremse und deren Einzelnteilen, danach sieht man die Hinterradbremse/Einzelteile davon. Am Ende der Bildreihe kann man sehen dass ich auch hier Teile von HOPP im Einsatz habe, nämlich die Klemmschellen die den Bremshebel und gleichzeitig den Sram Controller fixieren.

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Da ich noch das alte Bremsenmodell in Verwendung hab hier mal davon ein paar Detailsbilder, auf der Trickstuff-Seite ist aktuell das neue Modell, mit dem neuen Bremssattel und den Carbon-Bremshebeln zu sehen. 

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