Sportjahr 2014

Veröffentlicht in Sport - Jahresrückblicke

2014 - hat aus privater Sicht ziemlich schlecht begonnen, von Jänner bis Februar wars brutal hart, im März wurde es besser, dank dem Radfahren und folgendem Mail:

Ötztaler Radmarathon 2014...und Du bist dabei !

Hallo Harald !

Dein Traum kann am Sonntag, den 31 August 2014 in Erfüllung gehen... Bei der 1. Ziehung wurde Dir einer der 4000 Startplätze zugelost. 
Bis zum 28. März muss Dein Nenngeld eingegangen sein, dann steht dem Erlebnis - Ötztaler Radmarathon  - nichts mehr im Wege.

Somit war klar worum es 2014 sportlich geht, es geht einfach darum den "Ötztaler" mit einer guten Leistung ein zweites Mal erfolgreich zu beenden. Damit das hinhaut hab ich gleich ordentlich zu trainieren begonnen, hier mal die Auflistung meiner Kilometerleistung über das gesamte Jahr 2014. Darunter gehts dann mit den Berichten über div. sportliche Aktivitäten weiter.
 

Zu Beginn mal div. Infos zum Trainung und zu den Wettkämpfen:

Radkilometer 2014:

Jänner: 0km, Februar: 237,5km, März: 1495,8km, April: 1619,7km, Mai: 1624,7km, Juni: 1109,8km,
Juli: 2106,8km, August: 1600,8km, September: 370,2km, Oktober: 645,3km, November: 522,9km, Dezember: 30,7km

gefahrene Kilometer von 01.01.2014 - 31.12.2014: 11364,1 km (220 Radeinheiten / Fahrzeit: 384:45 Stunden/min. )

 

Ergebnisse:

 

Mein Radsportjahr 2014:
(Rennrad, Mountainbike, Querfeldein Rad)

  • 01_Rad_Gesamt_km
  • 02_Rad_Gesamt_Zeit
  • 03_Rad_Gesamt_Einheiten

Alle sportlichen Aktivitäten im Jahr 2014:
(Rad, Laufen, Wandern/Nordic Walking, Langlaufen, Krafttraining)
Laufeinheiten 2014: 49 Einheiten

  • 04_Gesamt_Einheiten
  • 05_Gesamt_Zeit

 


 

16.05.2014  / FireCross Run / St. Dionysen

  • Distanz: 7100m
  • Gesamtrang: Platz 5 (Link zur Einlaufliste)
  • Altersklasse: Platz 3
  • Zeit: 00:26:16
  • Zeit/km: 00:03:42






 

Heute wars also soweit, nach fast 3 Jahren ohne Teilnahme an einem Laufwettkampf wollt ich mal wissen wie schnell ich im Rennen bin. Seit 01.01.2014 hab ich genau 15 Laufeinheiten absolviert, dafür bin ich aber fast 4200km am Rad gesessen. Bei den letzten Laufeinheiten hab ich schon bemerkt das ich zügig unterwegs bin also hab ich mich vor ein paar Wochen angemeldet (und fast vergessen das ich angemeldet bin *g*).

Die Woche war trainingstechnisch nicht ohne, Sauwetter, Regen, Kälte, trotzdem bin ich von Montag bis Freitag 315km gefahren und hab das Radtraining am heutigen Tag auch erst 3 Stunden vor dem Start zum Lauf beendet. Der Lauf wurde also voll aus dem Radtraining gelaufen.

Ich hab mir die Listen der letzten Jahre angesehen und mein Plan war ein 4min Schnitt / pro Kilometer, das hätte eine Gesamtzeit von ca 28:24 ergeben was für einen Geländelauf jo ned schlecht ist.

Div. Gegner aus den Laufjahren um 2010 waren auch vertreten, alle sind brav all die Jahre gelaufen und ich konnte beobachten wie die Zeiten der Kollegen auf div. Strecken immer besser wurden während ich NICHT gelaufen bin, und JA das tut weh. Nebenbei erwähnt: ich laufe nurmehr mit Barfußschuhen von Merell und dies war heute der erste Wettkampf mit dem "Spezialschuhwerk". Najo also auf jeden Fall gings um 19:00 pünktlich los und ich hab mich auf den ersten Metern gefragt wie ich das nun angehen soll, hatte ich doch keinen Plan wie schnell ich nun wirklich laufen kann. Schnelle Entscheidung: Vuigas-is eh wurscht. Also gleich zu Beginn die Verfolgung des enteilenden Bruggraber Christian aufgenommen und die ersten 2Kilometer auf Platz laufend absolviert. Das hat mich schon verwundert denn das ich auch nur ansatzweise mit Christian mitlaufen kann hätt ich nie gedacht. Ich hab dann irgendwann mal den Kontakt verloren und fiel auf Platz 3 zurück, in der Liste sah ich dann das es mit Rois Andreas ein TOPMann war dem ich zumindest 2 Kilometer "standhalten" konnte , der Rückstand auf die beiden Führenden war aber immer hlabwegs gering. Auf den flachen bzw. Bergabstücken wurde ich dann von hinten von zwei weiteren Läufern überholt (Sturm Andreas und Florian Ebner) und lag somit auf Platz 5, immer noch alle vor mir in Sichtweite. Diesen Platz 5 hab ich dann auch ins Ziel gebracht, von hinten drohte keine Gefahr bzw. hatte mein Verfolger gröbere Probleme bei den Bergabstücken im feuchten Wald

Als ich dann im Ziel war hab ich mal dumm geschaut denn ich hab mein Ziel, eine Zeit um 28min, bei weitem unterboten und bin mit 26:10 für die 7,1km einen Schnitt von 03:41 gelaufen und das bei einem Geländelauf und mit quasi 0 Lauftraining. Und: die Barfußschuhen haben sich auch im Wettkampf bewährt-man glaubt es kaum.

Ebenfalls total erfreulich: die Rückstände auf die Leute vor mit hielten sich bis ins Ziel in Grenzen, es waren immer alle in Sichtweite und gegen Ende, im Flachen, konnte ich zum Vordermann sogar noch fast hinlaufen, ein Kilometer mehr hätts sein sollen.

Erwähnenswert: die Strecke. Selten bin ich soeine lässige und abwechslungsreiche Strecke gelaufen, genau so muss das sein, rauf, runter, Wald, Wiese, Schotterstraße, auch mal Asphalt, einfach ALLES vertreten, teilweise extrem steil bergab und dann wieder ein kurzer steiler Stich bergauf, einfach eine supergeile Strecke wo das Laufen ECHT Spaß macht-trotz nur 10°C und Wind das es einen fast umgeweht hat *g*:

Das Foto oben zeigt übrigens die "Einwegwegewrfzeitnehmungschips" - sowas hab ich auch noch nie gesehen und wenn manv on oben auf die Dunger runterschaut schaut das echt total lächerlich aus *g*.

Fotos gibts auch, danke an Greifi.

  • P5160014
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  • P5160019
  • P5160020

 


 

29.05.2014  / Aflenzer Bürgeralm Lauf

  • Distanz: 7,4km / 653Hm
  • Gesamtrang: Platz 5 ( Link Ergebnisliste )
  • Altersklasse: Platz 1
  • Zeit: 00:40:01
  • Zeit/km: 00:05:24





 

Nach 2010 und 2011 stand heuer die dritte Teilnahme beim Lauf auf die Aflenzer Bürgeralm am Programm. Der Lauf wurde aus dem Radtraining heraus in Angriff genommen da die Läufe in diesem Jahr nur als Abwechslung zum Radtraining dienen und ich die Laufsache heuer nicht ernsthaft betreibe. Der Lauf heute war erst meine 18. Laufeinheit im Jahr 2014 und nach dem "FireCross Run" der zweite Wettkampf in diesem Jahr. Trotzdem läufts irgendwie gut beim Laufen, so gut wie alle meine Traniningszeiten sind heuer schneller als in den Jahren 2010 und 2011. Wieso auch immer *gg* 

Das Ziel für heute war es, eine persönliche Bestleistung zu erlaufen, der Platz war mir egal-ergibt sich sowieso von alleine. Bisher habe ich Zeiten von 00:41:18 (2010) und 00:41:13 (2011) "erlaufen" und ich wollte heute schneller sein, optimalerweise unter 41 Minunten laufen. Wobei ich keine Ahnung hatte ob ich dafür stark genug bin.....17 Laufeinheiten als Vorbereitung sind nicht grad der Hammer und das Ganze aus dem vollen Radtraining zu absolvieren ist sicherlich auch nicht förderlich für eine gute Zeit-dachte ich zumindest.

Wie schon 2011 wars auch diesmal ein trüber Tag und die Straße war feucht vom Regen der letzten Tage, es hatte ca 12°C, zum Glück regnete es wenigstens während und nach dem Lauf nicht.

Um 11h gings dann los, das (leider) sehr kleine Starterfeld legte überraschend recht langsam los, das war aber trotzdem schnell genug um das Feld gleich mal aufzuteilen in eine 5 Mann "Fluchtgruppe" und den "Rest". Die 5 Mann Spitzengruppe bestand aus Höfl Armin, Gärtner Lukas und meiner Wenigkeit, danach kamen Selmeister Klaus und Schaunitzer Gerhard. Anfangs war ich Dritter, Klaus und Gerhard kamen mit etwas Rückstand, haben mich dann aber, nach ca. 15min überlaufen. Gerhard kam nicht wirklich weg während Klaus unaufhaltsam enteilte. Ich hab dann ganz rauf, auf Platz 5 liegend, darum gekämpft irgendwie an
Gerhard ranzukommen aber beim Laufen sind selbst Abstände von nur ein paar Sekunden nicht so einfach zuzulaufen.

Auch hatte ich Probleme mit der rechten Wade, ein schneller Lauf über 55 Minunte am Sonntag hat leider Spuren hinterlassen und der dabei entstandene Muskelkater war über die ganze Woche nicht wegzubringen. Somit war zwar ein gleichmäßiges Tempo laufbar, einen Antritt, und den hätte es gebraucht um das Loch zu Gerhard zuzulaufen, verhinderte das schmerzende Wadl aber leider. Wobei man eh nie weiß wie der Gegner dann reagiert-hätt jo auch sein können das er einen Gegenschlag gestartet hätte.

Egal, auf jeden Fall hab ich mich tapfer raufgekämpft und meine bisherige Bestzeit lockerst unterboten, im Ziel zeigte die Uhr 00:40:01. Das entspricht einem Kilometerschnitt von 05:24 was für einen Berglauf durchaus flott ist.

  • lauf

Gereicht hats dann für Platz 5 in der Gesamtwertung und den Klassensieg in der M35 Klasse. Auf den Gesamtsieger Höfl Armin (00:37:32) hab ich 02:29min verloren. Was mich besonders freut ist der Umstand das ich, trotz langer Laufpause, zu den Kontrahenten von 2010 und 2011 aufschliessen konnte. 2010 und 2011 war Schaunitzer Gerhard noch 01:55 bzw. 01:45 vor mir, dieses Jahr waren es nur noch ca 26 Sekunden die er vor mir ins Ziel kam. Weiters gabs sogar einen schönen Pokal der auch mal wieder aufbewahrt wird.

Fazit: lässiger Tag, lohnenden Wettkampf, alles gut.

 


 

16.08.2014  / Herzbergland-Lauf / Trofaiach

 

Nachdem ich in letzter Zeit extrem viel am Rad war hab ich mal wieder Lust bekommen zu laufen und da kam mir der Herzbergland-Lauf in Trofaiach genau richtig.
Seit meiner eitrigen Angina im Juni hab ich zwar ein paar 1000km am Rad gemacht, bin leistungsmäßig aber nichtmehr an meine Mai-Radzeiten rangekommen und quasi als Frustbewältigung hab ich mir gedacht ich lauf mal wieder einen Wettkampf. Gelaufen bin ich seit Mai nur fünf mal, also die besten Voraussetzungen um unterzugehen *g* und um gleich mit einem Laufwettkampf wieder mit dem Laufen zu beginnen :-)

Der Lauf zählt zum österr. Volkslaufcup, dem größten Laufcup in Österreich und so hoffte ich auf ein halbwegs gutes und großes Starterfeld in dem ich nicht negativ auffalle. Die Strecke war mit 12km angegeben, verteilt auf 2 Runden. Die ersten 1,5 Kilometer der Runde hab ich mir angesehen, alles Asphalt, für den Rest war keine Zeit mehr....Fehler....schweeeeerer Fehler :-)

Start war um 15:00 im Stadion. Nach ca. 250m die ich an der Spitze gelaufen bin  hab ich, noch auf der Stadionrunde, ausgeschwenkt um die Führung an meine Verfolger abzugeben. Da keiner vorlaufen wollte hab ich mal einen Blick zurück riskiert und mir blieb der Mund offen, ich lief....alleine. Zwischen mir und dem Feld war nach nur 250m eine Lücke entstanden. Das hat mich extrem verwundert denn ich bin nicht schnell angelaufen, wollte mich nicht absetzen. Also hab ich mich mal eingebremst und die anderen wieder ran laufen lassen. Gleich nach Ende der Stadionrunde hab ich wieder angezogen, wieder hatte ich sofort ein Loch aufgemacht, ich war wieder allein. Najo, eh egal hab ich mir gedacht und bin dann einfach weitergelaufen.

Die ersten 5 Kilometer hab ich dann allein vor dem Feld laufend verbracht, leider hab ich dann erkennen müssen das dies kein Straßenlauf sondern ein Lauf mit wechselnden Gelände ist, geschmückt mit einer extrem giftigen Steigung ca. bei Streckenmitte. Vielleicht sind die anderen deswegen so verhalten angelaufen *g*
Nachdem es zu Beginn auch geregnet hat haben sich dann meine Barfußschuhe doch als suboptimal herausgestellt da doch etliche Feldwege und kleinere Stücke über nasse Wiesen zu belaufen waren, gegen Ende der Runde gings noch über ein Wanderwegerl bergab, rutschig und blöd zu laufen mit Schuhen ohne Profil. Und da konnte dann einer der Verfolger (Joze Mori) wieder aufschließen, ich war mit den profillosen Schuhen, im Bergab Stück, auf verlorenem Posten.
Leider hab ich dann 2 oder 3 Minuten gebraucht um mich vom Bergab-Stück zu erholen, dies hat der spätere Sieger, der Slowene Mori Joze, perfekt genutzt und ein Loch rausgelaufen. Er ist mir langsam, fast unmerklich, enteilt. Kleines Loch, ich hab mir gedacht das mach ich gleich wieder zu und als ichs versucht hab gings einfach nicht. Ich hab innerhalb weniger 100 Meter 30/35 Sekunden verloren die ich bis ins Ziel nichtmehr schließen konnte. Da hat man gemerkt dass mir einfach Rennen fehlen, keine echte Tempohärte, keine Erfahung, nicht sicher wie schnell ich wirklich laufen kann. Die fehlende Rennpraxis gepaart mit 0 Plan über die eigene Leistungsfähigkeit und die Stärken/Schwächen der Gegner sorgt in solchen Fällen dann eben dafür das man das Nachsehen hat.

Auf Platz 2 liegend kam ich dann nach Runde 1 im Station an, der Dritte war ca 100m hinter mir, eigentlich also nicht sonderlich weit zurück. Gleich danach war dann auch der Vierte schon zu sehen. Ich dachte eigentlich ich werde auf Runde 2 eingehen und der Witz: bin ich auch - war aber egal denn meine Verfolger sind noch mehr eingegangen. So ists mir doch tatsächlich gelungen den 2. Platz ungefährdet ins Ziel zu bringen und somit mein bestes Ergebnis bei einen Volkslaufcup Rennen einzulaufen, außerdem hab ich meine Klasse überlegen gewonnen und das ich bester Österreicher war hat sich automatisch ergeben.
Die Jungs die nach Runde 1 noch wenige Meter hinter mir ins Stadion liefen haben  auf der letzten Runde noch richtig Zeit eingebüßt, Dritter wurde Neuhold Karl, 56 Sekunden hinter mir. Was mich besonders gefreut hat: mit Pall Mario auf Platz 4, 01:14 min hinter mir, war auch der aktuell Zweitplatzierte im Volkslaufcup und Führende in der M35 Cupwertung des Volkslaufcups und gleichzeitig der Cup-Vorjahressieger am Start  (was ich vorher nicht wusste da ich keinen kenne *g*)

Somit war dieser Wettkampf ein voller Erfolg, ohne Lauftraining einen zweiten Platz eingelaufen, noch dazu bei einem echt schweren Lauf. Ebenfalls sehr erfreulich: mein Ziel war eine 48:00. Gelaufen bin ich, trotz harter Strecke 46:20 was einen Kilometerschnitt von 03:52 entspricht, nicht schlecht für nen harten Lauf auf wechselndem Untergrund und mit einer langen und einer zweiten, richtig harten Steigung. Die erste Runde bin ich in 22:50min, die zweite Runde in 23:30 gelaufen.
Außerdem war der Lauf nur eine „Nebenbei“ Geschichte, ich hab am Vormittag mein Radtraining für diesen Tag, eine 50km Einheit, trotzdem absolviert bzw. hab ich die ganze Woche mein Radtraining normal durchgezogen, 350 Wochenkilometer.

 


 

24.08.2014  / Augarten-Lauf / Wien

  • Distanz: 10km
  • Gesamtrang: Platz 10 ( Link Ergebnisliste )
  • Altersklasse: Platz 4
  • Zeit: 00:37:52
  • Zeit/km: 00:03:47

Nach dem Lauf in Trofaiach, wo ich gemerkt hab das es nach wie vor auch ohne Lauftraining möglich ist bei den Hobbyläufen halbwegs vorn mitzulaufen, hab ich wieder Lust bekommen. Da ich im Moment am Rad auch Probleme hab meine Leistung zu bringen hab ich mir gedacht ich lass es jetzt bis zum Radmarathon locker angehen und verzichte nun auf die eine oder anderen Radeinheit bzw. ersetze einfach ein paar Radeinheiten durch Laufeinheiten.

Und genau das hab ich heute gemacht. Meine Fußverletzung die mich 2011 ausgebremst hat scheint ausgeheilt zu sein, nach dem Lauf in Trofaiach und einem Lauftraining Mitte der Woche hab ich keine Schmerzen gespürt und so hab ich mich entschieden den "Augarten Lauf" in Wien in Angriff zu nehmen. 10km, verteilt auf 4 Runden durch den wunderschönen Augarten (es gibt in Wien also WIRKLICH schöne Plätze-man glaubt es kaum). Auch dieser Lauf zählte wieder zum "Volkslaufcup" und somit waren einige Gesichter vom Lauf in Trofaiach auch hier wieder zu sehen, zb. Pall Mario und Joze Mori - beide jeweils die Führenden in der betreffenden Altersklasse.

Dieser Lauf war der erste Lauf den ich mit meinen neuen Laufschuhen in Angriff genommen hab, ich brauche neben den Merell Barfußschuhen auch noch Schuhe mit Profil, für Läufe mit nassen Untergrund/Geländeläufe denn da sind die Barfußschuhe sehr sehr schwierig zu laufen. So hab ich mir ein Paar Salomon S-LAB Sense 3 Ultra zugelegt. (bzw. hat mir meine Freundin ein Paar zum GebTag geschenkt) Knapp unter 5mm Sprengung kommt nahe an die Barfußschuhe (0mm Sprengung) ran und den Testlauf unter der Woche hab ich damit auch ohne Probleme absolvieren können. Und nun wars an der Zeit die Dinger im Wettkampf zu testen.

  • 1

Nach dem Start war ich gleich mal in Gruppe 1, ich hab aber sofort gemerkt das ich keinen guten Tag hab, die Beine waren recht schwer und das Laufgefühl nicht sonderlich gut. Und so gings dann schnell von Platz 4 auf Platz 6/7 zurück wo ich dann auch halbwegs gut und stabil "schnell" unterwegs war. Puls war immer recht hoch, Tempo trotzdem nicht wirklich schnell. Ich bin, nach 2 Jahren ohne Laufen, wieder dort wo ich schon 2010/2011 "gestanden" bin. Nämlich im Bereich 03:45. Viel mehr geht nicht, egal wie sehr ich mich anstrenge, die Tempohärte fehlt um im Rennen mal wirklich an den Gegner "picken bleiben zu können". Und so hab ich mich auch diesmal wieder in diesem Bereich bewegt. Mit 00:37:52 bin ich keine schlechte Zeit für 10km gelaufen, eine gute Zeits ists nur leider eben auch nicht *g*. Und der Kilometerschnitt bewegt sich im Bereich um die 03:47min. Was etwas frustierend ist: ich bin diesmal auf einer komplett flachen Strecke nur einen Schnitt gelaufen der 5 Sek. schneller ist als am letzten Wochenende auf der harten Geländestrecke mit "falschen" (weil profillosen) Schuhen.

Ausgegangen ist sich diesmal ein 10. Gesamtplatz, leider haben mich wenige 100m vor dem Ziel noch 4 Mann überholt. Somit hab ich hier einen Platz weiter vorne gegen Ende des Rennens, auf den letzten 200 oder 300m, verspielt, ebenso einen Platz unter den ersten 3. in meiner Alterklasse wo sich dann im Endeffekt ein 4. Platz ausgegangen ist.

Etwas befremdlich war die Durchsage des Platzsprechers in der er erwähnte das es erlaubt ist Abkürzungen zu nehmen. Ich hab dann schon etwas blöd geschaut als ich sah wie in der letzten Runde Leute die vor einer Kurve weit hinter mir waren nach der Kurve plötlzich direkt hinter mir gelaufen sind, leider hab ich zu spät bemerkt das es in Bezug auf Abkürzungen in der letzten Runde dann kein Halten mehr gegeben hat....darum hat der Lauf doch einen negativen Beigeschmack und ich werd den dann wohl eher nichtmehr in meinem Programm haben. Auch wenn Organisation und Strecke wirklich super waren-sowas geht einfach garnicht.

  • 2
Die Rundenauswertung zeigt leider auch das ich nach der ersten Runde extrem angebaut hab was mich selber schwer verwundert hat denn ich hatte nicht das Gefühl das wir sonderlich schnell gelaufen sind wobei 2,5km in 00:08:47 eigentlich einen Schnitt von 03:31 bedeutet - was nun auch wieder nicht soo langsam ist. Aufgrund der fehlenden Laufeinheiten fehlt mir einfach noch das Gefühl für das richtige, nämlich MEIN, Tempo. Und ein bisssssl mehr Tempohärte wär scho schön :-) aber  was will man nach 3 Läufen und 25 Lauftrainings im Jahr 2014. Fazit: 2,5km kann ich zügig laufen - dann ists "aus" *g*.

Kilometerschnitt erste Runde/2,5km: 3:31 / zweite Runde: 03:51 / dritte Runde: 03:56 / vierte Runde: 03:52

Die Schuhe waren übrigens super zu laufen, ich glaub ich hab nun meine neuen Geländehufe gefunden. Nach dem Lauf hab ich Krämpfe in den Waden bekommen, sicher ein Ergebnis des neuen Schuhwerks - aber ich denk ich werd mich schnell daran gewöhnen und dann sollte das kein Thema mehr sein.

 


 

31.08.2014  / Ötztal Radmarathon / Sölden

Folgender Satz sollte bestimmend für mein Sportjahr 2014 sein denn wenn man dieses Mail erhält weiß man man MUSS trainieren wenn man einigermaßen lebend ins Ziel kommen möchte und man wird sehr viel Zeit am Rad verbringen (müssen) bis zum Renntermin.

Ötztaler Radmarathon 2014...und Du bist dabei !

Hallo Harald ! Dein Traum kann am Sonntag, den 31 August 2014 in Erfüllung gehen... Bei der 1. Ziehung wurde Dir einer der 4000 Startplätze zugelost. Bis zum 28. März muss Dein Nenngeld eingegangen sein, dann steht dem Erlebnis - Ötztaler Radmarathon  - nichts mehr im Wege.

Nach 2007 wars nun, im Jahr 2014, wieder soweit: ich hab nen Startplatz beim Ötztaler Radmarathon bekommen. Bei der ersten Ziehung wurde mir ein Startplatz zugelost und so war ich, nach drei erfolglosen Anmeldeversuchen seit 2009, wieder dabei. Somit war schon im März klar welche Ziele für 2014 dafür sorgen werden das ich viel trainieren. Nämlich "durchkommen, das Ziel erreichen".

 

 

Es ging darum den Ötztaler Radmarathon nach 2007 ein zweites Mal erfolgreich zu beenden und bei einem Rennen wie diesem ist das für einen Hobbyfahrer durchaus ein nicht so ohne weiteres erreichbares Ziel. Auch ists klar das ich schneller sein wollte und/oder einen besseren Platz einfahren wollte als im Jahr 2007.

Damit man sich mal vorstellen kann was beim Ötzi auf die irren Teilnehmer wartet - neben das Bild mit dem Streckenprofil. Für den "gemeinen Hobbyradler" ist die Sache durchaus eine Extremherausforderung.

Ende März startete die Vorbereitung und das lief bis Ende Mai wirklich ganz ganz toll. Die Maizeiten auf div. Berge waren besser als die Augustzeiten der letzten Jahre, damit war ich sicher bis August noch wesentlich zulegen zu können.
Alles war geplant, die Urlaube perfekt eingeteilt, ich spare jo seit Jahren Urlaub auf für den Fall das ich wieder einen Startplatz bekomme und für Juni war ich bei div. Wettkämpfen angemeldet um mir mit guten Rennen im Vorfeld beim  Ötzi einen Startplatz im ersten Block (500 Fahrer) zu sichern.

  • Strecke

 

Doch dann, Anfang Juni, hats mich leider voll erwischt. Zuerst etwas Halsweh, trotzdem auf Dienstreise gegangen. Am Flughafen, bedingt durch die vielen Klimaanlagen, weiter verkühlt. Starkes Halsweh, Fieber….Arztbesuch. Diagnose: eitrige Angina, Antibiotika für 10 Tage, totales Sportverbot für 12 Tage.Somit konnte ich die geplanten Wettkämpfe nicht bestreiten ( Startgeld hatte ich schon vorab bezahlt ) und die Möglichkeit beim Ötzi vorn zu stehen war schon mal dahin. Auch hätt ich dringend Wettkampfkilometer gebraucht….also alles "optimal" gelaufen  aber es sollte noch schlimmer kommen.

Nach diesen 12 Tagen hab ich gedacht ich werde sicher wieder 2 oder 3 Wochen  brauchen um die Form zu haben die ich vor der Krankheit hatte. Also begonnen wie ein Irrer zu trainieren, bedingt durch den vielen Urlaub den ich hatte gelang es mir trotz Regens täglich zu fahren und auf eine recht beachtliche Kilometeranzahl zu kommen, im Juli bin ich 2106km gefahren von Ende Feb-Ende Juli bin ich, trotz Krankheit, 8194 Kilometer gefahren. Leider trat nun aber ein altbekanntes Problem auf das alle paar Jahre wiederkommt und sich diesmal entschieden hat genau im August, knapp vor dem Rennen, aufzutreten. Und zwar Herzschmerzen. Richtig heftige Herzschmerzen, teilweise hab ich durchaus sowas wie Panik verspürt wenns aufgetreten sind. Auch wurden meine Bergzeiten immer schlechter, sowohl beim Radfahren wie auch beim Laufen, ich war teilweise Anfang August um 3 Minuten langsamer auf div. Berge als noch im Mai und konnte mich auch nicht ausbelasten und das alles obwohl ich wesentlich mehr Kilometer in den Beinen hatte als im Mai. Und das alles nach einer Angina die, wie man weiß, öfter mal aufs Herz „geht“. Also PANIK…und mal schnell zum Arzt, einen Internisten gefunden der sich mit Leistungssportler auskennt-was für BelastungsEKGs nicht unwichtig ist, und ein eben solches gemacht.

Und dann der Hammer: bei einem Blutdruck von fast 290 ( und nur 162 Puls bei 320W ) wurde abgebrochen, im EKG war eine sogenannten „horizontale ST Absenkung von 2 Millimetern“ zu erkennen. Mir wurde dann erklärt das dies nix ist was man sich wünscht, schon gar nicht als Sportler. Auch wurde mir erklärt das dieser extreme Blutdruck auf jeden Fall ein Leistungshemmer ist, darum vielleicht meine schlechten Zeiten der letzten Wochen. Es läge die Vermutung nahe das ich ein Problem mit den Herzkranzgefäßen habe. Jo super das will man hören, ein Sportler der beim Herz etwas hat.

Nun stellte sich die Frage ob diese „Absenkung“ wegen eines Herzproblems zu sehen war oder ob der hohe Blutdruck das Problem ist. Also 24h EKG, 24h Blutdruckmessung, hier war alles ok, einen „Heimblutdruckmesser“ gekauft an dem ich mich nun täglich anhänge (wo aber alles gut aussieht) und nun geht’s im September mit einer Myocardszintigraphie weiter, darauf aufbauend gibt’s dann noch weitere Untersuchungen. Und ja ich muss ganz ehrlich sagen; Verzweiflung und Frust haben sich breitgemacht. Motivation? Najo..kann man sich denken. Somit hab ich dann entschieden beim Radtraining voll rauszunehmen, nurmehr kurz und locker rumzufahren und ein paar Radwettkämpfe und Läufe zu fahren / laufen (Ergebnisse siehe Berichte weiter oben), denn wie meinte der Arzt so schön: „ganz ehrlich Hr Schuster, ich würde keine Pause machen, maximal zurückschrauben, bei Ihren Umfängen wäre ein totaler Trainingsabbruch kontraproduktiv fürs Herz und auch wenn das hart klingen mag, solltens wirklich ein gröberes Herzproblem bekommen und umfallen wärens bei Wettkämpfen sicher schneller von nem Arzt versorgt als zu Hause wo Sie wohl alleine sind“. Jo, das will man hören.

Und so bin ich 2 Wochen vor dem „großen“ Rennen nurmehr rumgerollt, hab mich schlapp, niedergeschlagen, frustriert gefühlt. Außerdem bin ich in der gesamten Vorbereitung somit nur einmal 150km gefahren, zusätzlich ein paarmal zwischen 100 und 110km hab aber leider keine einzige 200km Ausfahrt absolviert. Auch war ich auf keinem langen Berg wie zb dem Sölkpass.

Fazit Vorbereitungsphase: nicht sonderlich gut gelaufen

Trotzdem hab ich mich dann am 29.08 auf den Weg nach Sölden gemacht, gemeinsam mit meinem Freund Andi als Betreuer. Die Ziele wurden schon zuvor neu definiert:

  • Gesund ins Ziel kommen
  • Im Problemfall (starke Herzschmerzen) den Mut haben das Rennen aufzugeben.

Hört sich wohl etwas bescheiden an, an den Start wollte ich aber UNBEDINGT da dieses Rennen eben soooo besonders ist und ich dieses Jahr wieder so viel trainiert hab um fit und durchtrainiert an den Start gehen zu können.

Freitag: Anreise

Am Freitag Vormittag haben Andi und ich uns auf den Weg nach Sölden gemacht. Da die Anreise mit knapp 550km doch recht weit ist habe ich mich entschlossen diesmal nicht erst am Vortag sondern schon am Freitag anzurücken, auch weil ich auf lange Autofahrten immer mit sehr schweren Beinen reagiere. So sind wir entspannt hingefahren, inkl. Essenspause. In Sölden angekommen haben wir uns entschlossen gleich weiterzufahren (mit dem Auto) um das Timmelsjoch zu besichtigen. Von Sölden rauf, hinten runter und wieder retour. Bei der Gelegenheit hab ich gleich den Gegenhang in der Abfahrt vom Timmelsjoch nach Sölden ausgemessen da ich 2007 hier wirklich extrem gelitten hab. 2 Kilometer Länge hat das „Ding“ …gefühlt war der Anstieg 2007 LOCKER 8-10 Kilometer lang ;-) Außerdem haben wir auf "offener Strecke" auch Kühe angetroffen, ganz entspannt mitten auf der Straße. Andi meinte die Viecher würden sicher am Renntag abgetrieben, bei der Fahrerbesprechung am Samstag wurde aber klar gesagt "passts auf die Kühe und Pferde auf, die laufen frei rum". Najoooo *g*

Den Freitag als Anreisetag zu wählen war eine super Entscheidung, einfach alles viel stressfreier, noch weniger Leute unterwegs in Sölden, genug Zeit um das Material zu checken, das Zimmer zu beziehen, Teile der Strecke zu besichtigen und um ausgiebig zu Essen. Also Tag 1: perfekt gelaufen.

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Unsere Unterkunft (Pension Klaus) war etwas oberhalb von Sölden, zu Fuß ca. 10min in den Ort. Parkplatz war dabei, Aussicht wirklich toll. Und ebenfalls sehr wichtig: man war dort auf Radfahrer vorbereitet  - bedeutet das die Räder mit aufs Zimmer / Balkon durften und das es am Sonntag ab 04:30 bereits Frühstück gab.

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Samstag Vormittag gings dann runter nach Sölden, Startnummer ausfassen, "Ötztaler Flair" aufsaugen. Wie schon 2007 war alles perfekt organisiert, ich musste keine 5min auf mein Starterpaket warten. Diesmal gabs einen Deuter Bikerucksack, div Kleinzeug wie Riegel, Getränke und ähnliches, außerdem gabs eine "Ötztaler Metallplakete", mal zur Abwechslung etwas anderes. Witzig: es gab einen Bogen mit etlichen Namensaufkleber in allen Größen und die Startnummer. Was es NICHT gab: Das Trikot denn das ist hier ein ECHTES Finisher Trikot, das erhalten nur die die auch das Ziel erreicht haben. Bei der Rennleitung war ich auch nochmal da ich gern nen Startplatz unter den ersten 500 gehabt hätte um mir das Gedränge Sonntag morgens zu ersparen, leider hats das nicht gespielt, das Ergebnis aus 2007 wurde nichtmehr berücksichtigt.

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Rahmenprogramm mit BikeExpo und historischen Fahrrädern sowie einem Ferrari mit Saugnapfradträger gabs auch *g*. Bilder sagen mehr als 1000 Worte, hier ein paar Impressionen.

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Samstag Nachmittag sind Greifi und ich dann dann das Kühtai gefahren. Mein Plan war es das ich mit nem HF Schnitt von 170 rauffahr was ich auch gemacht hab, Auffahrtszeit war ca. 01:10h, genau das was ich 2007 im Rennen raufgefahren bin. Wir sind also recht zügig (aber bei weitem nicht voll) raufgezogen und das Wetter hat gut mitgespielt, wir sind trocken geblieben, erst als wir die Räder verstaut hatten begann es zu regnen. Oben am Berg wars übrigens schon recht kühl, das miese Wetter hat seine Spuren hinterlassen.
Ich war neugierig wie schnell ich im Rennen, in der Früh, rauffahren werde. Ich hatte gehofft das ich schneller sein werde als 2007 da ich diesmal, dank Andi als Betreuer, weniger "Gepäck (Verpflegung) mit hatte und das Radl gegenüber 2007 auch nochmal einen Kilo leichter war.

Samstag Abend gabs dann noch eine perfekte Fahrerbesprechung, Rennleiter, Polizei und Straßenmeisterei haben einen Lagebericht abgegeben, es wurden Fotos der wichtigsten Gefahrenstellen gezeigt, die Regeln nochmal erklärt. Alles ohne viel Geschwätz, reduziert auf das wesentliche, so wie man sich das als Fahrer wünscht. Und Samstag Abend bzw. die ganze Nacht gabs nochwas-nämlich Regen in rauen Mengen. In mir kam die Angst auf das es in der Früh schon bei der Startaufstellung regnet denn dann wär die Sache richtig hart geworden.

Und schon wars Sonntag mitten in der Nacht (genauer gesagt: 04:30 in der Früh - für mich also mitten in der Nacht). Das Aufstehen: eine Qual, das Frühstück in der Nacht: eine Qual. Aber, und das sorgt dann trotzdem für gute Stimmung, es regnete nicht, die Straße war sogar teilweise schon aufgetrocknet. In weiser Voraussicht hatte ich alles was ich brauchte schon Samstag abends griffbereit hingelegt denn das Denken am frühen Morgen nicht so das meine ist hab ich 2007 bewiesen als ich, bei knapp über 100km/h vom Kühtai runter, bemerken musste das meine Tränenbildung im Aug damit zu tun hat das ich meine Brillen vergessen hatte wobei sich die Frage stellt ob es nicht eh von Vorteil ist wenn man bei diesen Geschwindigkeiten nixmehr sieht :-) Egal, diesmal wollte ich es besser machen und nix vergessen.....

Was immer schön ist: wenn man am Morgen auf gut gelaunte Leute trifft, auch wenn ich niemals verstehen kann wieso es Leute gibt die morgens gut gelaunt sind. Zwei dieser Exemplare waren besonders auffällig, der "Teufel" Didi Senft, ist man bei einem Radrennen am Start wo er auftaucht kann man sich sicher sein das es sich um ein besonderes Rennen handelt und so besucht er eben auch den Ötztaler Radmarathon.  Und die Ulli, niemand lacht soviel wie Ulli, selbst um knapp vor 5h in der Nacht - Ulli strahlt. Und mit Ulli und Fritz verging dann auch die doch recht lange Wartezeit bis zur Abfahrt recht schnell denn wir standen bereits um 05:25  beim Start und dieser war erst um 06:45.  Für Abwechlsung sorgte auch noch ein Heli Kunstflieger der über den Köpfer der Starter eine echte geile Show gboten hat. Mein Startplatz war übrigens echt super, ich stand auf einem der ersten Startplätze hinter den 500 reservierten Startplätzen und ich war überrascht wie einfach es war "relativ" weit vorne zu stehen denn ich hab da echt das Schlimmste befürchtet. Nebenbei erwähnt: das der Teufel und Ulli hier in einer Bilderreihe zu finden sind ist reiner Zufall :-), ich will damit nix andeuten...

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Fürs Rennen hab ich mich entschieden mein langärmliges Assos Trikot + einem langärmligen Windbreaker sowie einen kurzärmligen Windbreaker anzuziehen. Zusätzlich einen "Halsschlauch" und ein Kapperl unterm Helm zu tragen. Heute war auch der große Auftritt meines Helms, das Ding hab ich jo extra wegen dem Rennen gekauft *g*. Auf jeden Fall war ich halbwegs gut gekleidet, nicht zu warm und nicht zu kühl angezogen. Ich hab auch extra kein richtig warmes Zeug angezogen da ich Angst hatte das der angesagte Regen kommen wird und wenn sich das warme Zeug dann "ansäuft" wirds ungut. Also nur dünnes Zeug getragen, dafür drei Schichten davon.

Das ich wirklich kein Morgenmensch bin zeigt das erste der folgenden Bilder, meine Augen sehen irgendwie "anders" aus *g*.

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Pünktlich um 06:45 gings dann los, mit Begleitung eines Hubschraubers (yeah da kommt Tour de France Feeling auf und man fühlt sich weltmeisterlich) gings Richtung Ötz. Diese Abfahrt gleich zu Beginn ist durchaus eine Herausforderung. Über 4000 Radfahrer, Profis und Ungeübte fetzen mit nem Schnitt von über 50km/h über 30km Richtung Kühtai. Die Strecke ist voller Ortsdurchfahrten, Kreisverkehre, Verkehsinseln und sonstigem Zeug das man, im Feld fahrend, nur schwer sehen kann. Trotzdem ich nicht ganz vorne stand verlief dieser erste Teil des Rennens ohne Probleme für mich, ich hab mich gleich recht weit vorn eingereit und diese Position auch bis nach Ötz halten können ohne irgendwie arbeiten zu müssen. Es ist immer wieder verwunderlich das es IMMER Leute gibt die selbst bei einem Rennen wie diesem schon zu Beginn, auf ebene Strecke, voll andrücken und die anderen mitziehen. Ich hab mich also nach Ötz ziehen lassen.

Eine Schrecksekunde gabs nur als einem der Reifen platzte, alle in die Eisen griffen weil jeder wartete das nun gleich irgendwo einer "aufsteigt". Ist aber nicht passiert-zum Glück. In Ötz hatte ich eine Zeit von 36:41 und war somit 30 Sekunden langsamer als 2007, bedeutungslos.

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In Ötz angekommen gehts gleich nach dem Kreisverkehr rechts raus und da beginnt sofort das Kühtai. Also von einer Abfahrt mit weit mehr als 50km/h SOFORT umschalten auf "18km Anstieg". Hört sich einfach an, ists aber nicht *g*.

Rechts zur Orientierung das Streckenprofil vom Kühtai. Ebenfalls mühsam: im Anstieg haben sich plötzlich alle begonnen auszuziehen. Toll bei gefühlen 3kmh Fahrgeschwindigkeit und entsprechenden Balanceproblemen. Von Jacken in Speicher bis über "plötzliche Abbieger" div. Gegner war alles zu sehen. Aber gut, sollte mir recht sein, weniger Gegner - weiter vorn in der Ergebnisliste.

Das Lustige: zu diesem Zeitpunkt mach man sich noch Gedanken über die Endplazierung,man regt sich über "Gegner" auf die einen behindern oder sonstwie nerven...2 oder 3 Stunden danach ist einem das dann plötzlich komplett scheißegal....doch dazu später mehr. Nachdem ich wusste das eine morgendliche Bergfahrt für mich die Hölle wirst wars im Anstieg dann eigentlich ganz ok. Ich hab eigentlich nie den Puls raufgetrieben, nicht weil ich nicht wollte sondern weil ich nicht konnte (eher nicht beruhigend), eh scho wissen-mitten in der Nacht und so. Ich bin im Schnitt um die 165 Schläge gefahren, hab mich ohne viel Qual raufgewuchtet. Im Vergleich zu 2007 kam mir der Berg aber nichtmal soo schlimm vor, wohl auch weil ich eben wenig Zeug eingesteckt hatte und das Rad leichter war. So bin ich unspektakulär raufgefahren, hab ein paar Gegner überholt, bin auch etliche Male überholt worden und war froh als sich das Feld auch mal etwas gelichtet hatte und man nicht ständig 500 Radfahrer um einen rum hatte. Die folgenden Fotos zeigen mich ein paar mal im Anstieg zum Kühtai, am ersten Bild ist die Spitzengruppe zu sehen in der ich mich leider NICHT befand :-( aber meine Zeit kommt noch, ich bin jung ;-) Am Kühtai angekommen bin ich auf Gesamtposition 320 und die Auffahrtszeit war 01:09.47 und somit genau 25 Sekunden langsamer als 2007. An diesem Punkt des Rennens lag ich also auf "Kurs", ich hatte mit relativ wenig Anstrengung nichtmal eine Minute gegenüber 2007 verloren wo ich schon am Kühtai ans Limit gegangen bin. Ich war also guter Dinge das alles "passt" und ich hinten raus richtig aufdrehen kann *g* (jojojo Übermut tut selten gut und schon gar nicht nach nichtmal 2 Stunden bei einem 8,5 Stunden Projekt *hrhr*)

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Bis hierher also alles gut, nun sollte (m)ein (persönliches) Highlight folgen. Im Jahr 2007 bin ich etwas über 105km/h vom Kühtai runtergeritten, ohne Brille aber bei gutem Wetter, Sonnenschein, angenehmen Temps und mit eng anliegenden Radtrikot. Nachdem das, trotz fehlender Brille und tränenden Augen damals eine Fahrt am Limit war hab ich mich diesmal besonders auf die Abfahrt gefreut weil ich eben eine Brille dabei hatte *g*.

Diesmal sollten es 101,9 km/h werden. Bei meiner aufgeblasenen Jacke und dem Umstand das mir TOTAL kalt war eigentlich wieder eine recht flotte Abfahrt. War übrigens mein erster 100er Ritt am S-Works. Und NIX hat geflattert, das Ding ist Steif wie ein Brett. Und es war GEIL, es ist einfach HERRLICH wennst am Tacho schaust und dich ohne treten in Aeroposition immer weiter Richtung 100km/h Mauer bewegst. Das Rad liegt total stabil, die Geschwindigkeit stabilisiert und man fühlt sich unzerstörbar (man IST unzerstörbar) . Einfach ein Traum...

Und ausgeschaut hob i a ziemlich "gfährlich" ;-) man achte auf meinen "Ärmel"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Kühtai kommt der Brenner. In diesem Rennen der leichteste Berg, krank eigentlich. Hier gehts von Innsbruck / "Brenner Nordauffahrt" auf den Berg. 35km Anstieg.

Hier hatte ich diesmal das Glück in einer Riesengruppe gewesen zu sein, auch hier hab ich keinen Meter "genommen", hab mich ziehen lassen und hab, im Gegensatz zu 2007, keine (Pinkel)Pause gemacht. Somit bin ich bin ganz rauf Teil einer recht flotten Gruppe gewesen und hatte dabei auch nie ein Problem das Tempo halten zu können.

Am Pass angekommen bin ich nach eine Gesamtfahrzeit von 03:41:16 und somit war ich hier nun erstmals vor meiner Zeit aus 2007 und zwar genau 01:44min. Den Brenner bin ich (aufgrund der schnellen Gruppe) um 04:40min schneller gefahren als 2007. Die gesamte Auffahrt war eigentlich unspektakulär

Am Brennen angekommen war ich immer noch guter Dinge, ich fühlte mich ganz ok allerdings wissend das ich nun, nach fast 03:45, in den Zeitbereich komm den ich heuer beim Trainieren fast nie überschritten hab. Mit diesem Gedanken im Kopf hab ich mich auf der Abfahrt einigermaßen gut verpflegt und alles war eigentlich im grünen Bereich. Eigentlich.....

Die Abfahrt vom Brenner verlief ohne Probleme doch als es wieder eben wurde hab ich plötzlich Krämpfe in den Waden und im Bereich Knieinnenseite bekommen. Krämpfe sind ein Krampf (welch tolles Wortspiel), vor allem weil ich normal NIEMALS Krämpfe bekomm. Auch war ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht ausgepowert, somit kam ich zur Erkenntnis das dies nun an der Kälte liegen muss die sich während der Abfahrt in den Beinen eingeschlichen hat. (oder sinds doch die fehlenden Trainingseinheiten mit mehr als 4 Stunden gewesen?). Najo, es ist  aber sowieso wenig hilfreich zu wissen wieso man Krämpfe hat denn dieses Wissen hilft nix, schon garnicht wenn sich direkt vor einem der Jaufenpass aufbaut, die dritte "Prüfung" an diesem Tag.

Eigentlich beginnt hier nun das Rennen erst so richtig. Hier kommt man erstmals müde an, man ist lange unterwegs, man hat schon Kraft verschossen. Und dann warten, von Sterzing ausgehend, 15 Kilometer mit ca 1150 Höhenmeter auf die verkrampften Wadln. Da kommt echte Freude auf.

Die ersten ein zwei Kilometer waren echt mühsam wegen der Krämpfe, ich hatte das Gefühl echt gut drauf zu sein doch ständig schoß mir ein "Krampferl" ein. Dann hörten die Krämpfe auf uns ich hab einen Kollegen aus der Obersteiermark getroffen und mit ihm ein paar Worte gewechselt, auch er hatte mit Krämpfen zu kämpfen und das obwohl er ein besserer Bergfahrer ist als ich.

Tjo, wohl doch die Kälte :-( Nach einem kurzen Tratscherl fuhr er mir davon wie nix. Und hier war nun auch der Moment erreicht wo es beginnt das es einem egal ist welchen Platz man belegt, wo einem klar wird "ich muss froh sein wenn ich überhaupt das Ziel erreiche". Man "stopft" keine Löcher mehr, man versucht nichtmehr mit jedem der von hinten kommt mitzufahren, überleben lautet nun das neue Ziel.

So bin ich dann bis zur Hälfte des "Jaufen" ganz brav gefahren und plötzlich, aus dem Nichts, ein Einbruch, der TOTALE körperliche und mentale Verfall - von "mir gehts ganz gut" zu "ich gebe auf" hats 10 Minunten gedauert. Also war Essen angesagt, 6 PowerBar Riegel, 5 Packerl Enervit und trinken, trinken, trinken. Ich war so fertig das ich die Riegel fast nimmer beissen konnte, mir die Pampe richtig im Mund steckengeblieben ist und weil eh scho alles egal war hab ich gleich ne Pinkelpause eingelegt..."eh olles wurscht"...

In solchen Phasen spielen dann die Gedanken verrückt, mir wurde bewusst das ich morgen in den Nachrichten erwähnt werden würde, mit Schlagzeilen wie:

"Radfahrer an Powerbar Riegeln erstickt" oder  "Teilnehmer beim Ötztal Marathon an einer Kohlenhydratvergift gestorben".......

Jo-sowas denke ich wenn ich am Boden bin (ich schaute zu diesem Zeitpunkt aber trotzdem noch grimmig drein...man zeigt die Schwäche nicht *g*) , schlimm aber man kann echt so fertig sein das man seine Gedanken nimmer steuern kann und das ungute: etwas positives kommt einem da NIEMALS in den Sinn, nur negative Dinge fallen einem ein, einfach schlimm.

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In dieser miesen Phase sehe ich plötzlich einen Bekannten vor mir auf der Straße stehen, über das Rad gebeugt, essend. Es war mein Bekannter der mir vorhin leichtfüssig entkommen ist. 20min später auch bei ihm: "Totalverfall". Das war gut für die Moral denn da wurde mir etwas klar das man eigentlich genau weiß aber immer vergisst: "Den anderen gehts genau gleich scheisse".

Nach weiteren 20min hat das Zeug das ich in kürzester Zeit verschlungen hab "gegriffen" und ich konnte mit halbwegs vernünftigen Tempo (aber nicht "schnell") raufkurbeln bis zur Labestation. Dort hab ich die nächste Fressorgie gestartet, 4 Kornspitz', 3 Bananen, Mannerschnitten, Aufstrichbrote. Ich hab mir alles reingestopft was reinging, animalisch fressen, saufen wie ein Viech, Flaschen auffüllen, hab meine Trikottaschen mit Kornspitz und Co befüllt und bin dann, fressend und verzeifelt, weitergefahren. Die folgende Abfahrt war zwar lässig, sehr schnell, durchaus nicht ganz ungefährlich (2007 hats mich hier runter fast "erwischt")  aber leider wusste ich: nach der Abfahrt gehts 28km aufs Timmelsjoch (Ostrampe), ich fragte mich auf der ganzen Abfahrt wie ich da raufkommen soll wo ich doch schon am "Jaufen" so gelitten hab.

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Der einzige Lichtblick: ich wusste das am Fusse des Timmelsjochs der Andi wartet - mein Betreuer. Ich hab mich sooo gefreut als ich ihn sah, frisches Wasser, Gelnachschub und ein vertrautes Gesicht. Das kann was. Und ich war sooo froh das ich diesmal einen Betreuer dabei hatte. Und vor allem das ich so einen guten Betreuer dabei hatte. Andi ist neben mir hergefahren, hat mir meinen Müll abgenommen, neues Zeug rübergereicht, die leeren Flaschen gegen volle getauscht. Alles ganz ruhig und entspannt. Er hat sich mein Leid, meine Jammerei (ganz unten hatte ich noch Kraft um zu jammern, oben nichtmehr), angehört und ist dann 10km voraus gefahren um mich dort erneut zu verpflegen. Besonders interessant: auf diesen 10km hat er mir 8 Minuten "abgenommen", das zeigt wie langsam man da als Rennteilnehmer schon unterwegs ist. Nach 10km stand er wieder mit frischem Wasser da. Das gleiche haben wir dann nochmal gemacht, er fuhr vor, hat für Wassernachschub gesorgt. Einfach PERFEKT und ein herzliches "DANKE ANDI" das du mich begleitet hast an diesem Wochenende - du hast mich "rausgerissen".

Weiter oben hab ich geschrieben das man sich zu Beginn des Rennens noch Gedanken über div. Dinge macht die einem nur 5 Stunden später aber sowas von komplett wurscht sind.....hier ein paar Beispiele meiner Gedankenwelt in der ersten Stunde des Rennens und dann "etwas später, im Anstieg zum Timmelsjoch:

Zu Beginn des Rennens: "nur nicht von Gruppen abreissen"
im Timmelsjoch Anstieg: "scheiss auf Gruppen"

Zu Beginn des Rennens: "Loch zufahren, LOCH ZUFAHREN"
im Timmelsjoch Anstieg: "endlich a Loch, mir gehen die scheiss Radfahrer um mich rum scho so auf die Nerven"

Zu Beginn des Rennens: (neben einem fährt eine Frau) "probiers nur - im Ziel bist hinter mir"
im Timmelsjoch Anstieg: (neben einem fährt eine Frau) "super, a Frau, nicht meine Klasse in der Ergebnisliste und somit auch kein Grund mit ihr zu kämpfen"

Zu Beginn des Rennens: "bergab hol ich wieder was auf"
im Timmelsjoch Anstieg: "scheiss aufs aufholen, ich lass mich rollen, i mog nimmerma wurscht wos i werd"

Zu Beginn des Rennens: "yeah was für eine geile Herausforderung dieses Rennen doch ist"
im Timmelsjoch Anstieg: "wie deppert bin ich, i zahl 140€ dafür das ich hier wohl sterben werde"

Zu Beginn des Rennens: "i hob a geiles, superleichtes Radl das mich rausreissen wird"
im Timmelsjoch Anstieg: "ich hasse meinen schweren Drecksbock und setz' mi nie wieder aufi"

Zu Beginn des Rennens: "ma so geil - die Zuschauer machen Stimmung"
im Timmelsjoch Anstieg: "schreits ned deppert..gehen mir auf den Nerv die Leut, sollen selber mal fahren damits sehen das mi "hopphopp" ned schneller macht

Zu Beginn des Rennens: "ich muss unter den ersten 250 ins Ziel kommen"
im Timmelsjoch Anstieg: "mir is des soo wurscht wos i bei dem depperten Rennen im Ziel sein werd...wurscht is ma des"

Zu Beginn des Rennens: "ich bin müde"
im Timmelsjoch Anstieg: "ich bin vor 100km gestorben"

Zu Beginn des Rennens: "den Gegenhang zur Mautstation nehm ich mit Schwung"
im Timmelsjoch Anstieg: "den Gegenhang schieb ich und dabei KOTZE ich"

Zu Beginn des Rennens: "hoffentlich hab ich keinen Defekt"
im Timmelsjoch Anstieg: "bitte lieber Gott schenk mir einen Rahmenbruch"

Zu Beginn des Rennens: "super das ich so gut vorbereitet bin aufs Rennen"
im Timmelsjoch Anstieg: "wieso hab ich Vollkoffer nur so wenig trainiert"

Zu Beginn des Rennens: "geil - dreimal an einem Tag mitn Radl auf über 2000Meter"
im Timmelsjoch Anstieg:  "wie deppert muss ma sein das man auf über 2000Meter Rad fährt, Berge sind für Wanderer erschaffen worden"

Und so gehts dann dahin, rauf aufs Timmelsjoch, 28km Anstieg. Teilweise richtig steil (wobei es auch sein kann das der Zustand des totalen Verfalls dafür sorgt das einem alles steil vorkommt). Es ist wirklich so das es einem (oder zumindest mir) TOTAL egal ist wer oder wieviele einen überholen. Ich hatte keinen Kampfgeist mehr, hab die Überholenden nur beneidet weil ich wusste das die dann wohl schneller im Ziel sein werden als ich, schneller das Rad verkaufen können und schneller sagen können das sie sich nie wieder auf a Radl setzen. Bezüglich der Plazierung oder der Fahrzeit hab ich mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt keine Gedanken mehr gemacht, ich war auch zu sehr damit beschäftigt mir auszumalen was mir noch alles schlechtes am Weg nach Sölden passieren könnte.

Beimhart auch wenn man unten ins Timmelsjoch reinfährt und sich, zumindest in meiner Leistungsklasse, bewusst machen muss das dies nun zwar der letzte große Berg ist, das dies aber nun kein Rausreisser ist denn dieser depperte Berg ist 28km lang. Mehr als 2 Stunden nur rauffahren und das nach diesen Vorbelastungen. Na...lustig ist das nicht, spannend auch nicht, im Gegenteil-es ist fad denn man kann nimmer richtig fahren. Man torkelt dahin, müde, hungrig, durstig, gleichgültig.  Die Zeit vergeht nicht, man schaut den Berg rauf und man radelt..aber man kommt dem Ziel nicht näher......es ist einfach ein Wahnsinn. Mein persönlicher Lichtblick war immer wenn der Andi wieder da war. Leider konnt ich ihm mein Leid im oberen Teil des Berges nicht klagen - ich war zu müde um loszusudern :-(.....nedmal jammern kann man wenn man so fertig ist.

Ausgesehen hat das Leiden wie folgt:

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Aber irgendwann ist man dann oben am Timmelsjoch, wissend das nun die Sache geschafft ist. Das Timmelsjoch hab ich 04:47 min langsamer erklommen als 2014, die Gesamtfahrzeit am Timmelsjoch war mit 08:00:30h um 13:01min langsamer als 2007 (07:47:29h). Ich schieb das mal aufs Wetter, die dickere Kleidung, die Krämpfe-ebenfalls bedingt durch das Wetter und bin darum durchaus zufrieden.

Es steht einem nun noch eine lange Abfahrt mit einem 2km langen Gegenhang im Weg, diesmal kam mir der Gegenhang aber nicht so schlimm vor, wohl auch weil ich Freitag ausgemessen hab das dieser genau 2km lang ist und ich die ersten 500m mit Schwung "genommen" hab und somit nurmehr 1,5km klettern musste. Dann, ab der Mautstation, gehts nurmehr bergab oder flach nach Sölden. Im Anstieg beim Gegenhang hab ich zwei Mitstreiter eingeholt und mit denen dann die Abfahrt bis nach Sölden gemeinsam verbracht. Die Jungs haben richtig Druck gemacht, ich bin hinten im Windschatten locker mitgekommen. Leider hat uns dann auf den letzten 15min in der Abfahrt noch richtig der Regen erwischt, saukalt, verdrecktes Radl, kleine Bäche am Boden und somit kurz vorm Ziel nochmal richtig gefährlich. Zwei Stürze von Kollegen gabs auch in dieser Abfahrt, wie auch schon in der Abfahrt vom Jaufenpass. Es ist wirklich nicht ohne nach solchen Belastungen, mit dem Ziel vor Augen und dem Regenwasser auf der Straße, noch konzentriert und kontrolliert abzufahren.

ABER: ich habs geschafft, ich hab auch beim zweiten Antreten erneut das Ziel erreicht, hab wieder unter den ersten 500 gefinished und mir das zweite Finishertrikot gesicht. Und im Gegensatz zu 2007 war ich im Ziel zwar fertig aber ich war nicht so am Ende wie 2007. 2007 hab ich gesagt ich würde nie wieder hier mitmachen, das ist zu hart für mich. 2014 hab ich mir sofort gedacht: "kommendes Jahr fahr ich 08:15".

Und wie auch schon 2007 muss ich wieder sagen: es ist einfach die PERFEKTE Veranstaltung, ALLES funktioniert wie man es sich wünscht, von der Startnummerausgabe bis zur Finishertrikot Abholung - trotz einer unpackbaren Masse an Teilnehmern, muss man nie irgenwo lange warten, alle im Team des Organisators sind hilfsbereit und freundlich. Die Labestations sind PERFEKT ausgestattet, ich konnte fast nicht glauben was die alles aufgebaut hatten - einfach ein Wahnsinn und PERFEKT. Die Fahrerbesprechung war vorbildlich, da hat man mal wirklich was erfahren.

Fazit: geil wars, hart wars, befriedigend wars,  über 100km/h schnell wars, es war auch eine Erlösung denn nach diesem Tag hab ich das Rad für diese Saison weggestellt-bin nurmehr ein paar 100km rumgerollt.

ICH KOMME WIEDER...................

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Jetzt noch etwas für die Statistik. Zuerst der Vergleich zwischen 2007 und 2014, danach div. Infos zu den einzelnen Bergen.

Wie man sehen kann ist das Kühtai mit seinen 1200 Höhenmeter gleich zu Beginn des Rennens ein echter "Kaliber", das tut wirklich weh. Der Brenner "geht so". Fährt sich ganz gut, brennt  aber trotzdem in den Beinen und grad die Summe der einzelnen Berge ist eben das große "Problem".  Wenn man diese beiden Berge in den Beinen hat ist man schon über 55km bergauf gefahren und hat dafür, zumindest in meinem Fall, um die 2 Stunden 19 Minunten gebraucht.

 

Jaufenpass und Timmelsjoch ergeben zusammen unglaubliche 52 Kilometer und 2889 Höhenmeter. Wie man hier auch schön sehen kann-der Jaufenpass war diesmal der Problemberg.  Schwächste Gesamtplazierung, schlechteste Altersklassenplazierung an diesem Tag.


 

 

Auch ganz interessant die die Durchgangszeiten in Verbindung mit der jeweiligen Platzierung. Von Ötz aufs Kühtai hab ich doch etliche überholen können, man kann aber auch schön sehen das ich von Gasteig bis auf den Jaufenpass über 100 Plätze verloren hab. Das tut richtig weg :-(

Danach hat sich in Bezug auf die Gesamtplazierung nichtmeht viel getan. Einzig das ich bergab immer ein paar überholen kann sieht man schön. So hab ich mir vom Timmelsjoch bis ins Ziel auch noch 8 Fahrer geschnappt.

 

In der Gesamtwertung bin ich 343 geworden, 174 in meiner Klasse (Männer M1).

Ich habs auf einen Schnitt von 27,756km/h gebracht und war 08:34:28h unterwegs.

 

 


 

06.09.2014  / Preber Panorama-Lauf / Krakauebene

  • Distanz: 11,4km
  • Gesamtrang: Platz 4 ( Link Ergebnisliste )
  • Altersklasse: Platz 3
  • Zeit: 00:46:33
  • Zeit/km: 00:04:05

 

Am 06.09.2014 hab ich am „Preber Panoramalauf“ teilgenommen. Nun, nach dem Ötzi, war wieder laufen angesagt. Die Anreise: ein Abenteuer. Man glaubt nicht wie „entfernt“ man sich fühlen kann. Entfernt von ALLEM……der Startort „Krakauebene“ ist wohl eher nicht so die Metropole und der Umstand das ich wenig getankt hatte und weit und breit keine Tankstelle zu finden war sorgte schon vor dem Start für „etwas“ Aufregung und mehr Spannung als geplant.

Bei der Anmeldung hab ich mich dann aber gleich gefreut, gabs doch einen richtig lässigen Rucksack, bei einem kleinen Lauf ist das durchaus löblich und erwähnenswert. Da könnte sich so manch großer Veranstalter etwas abschauen.

Am Programm standen diesmal 11,4 Geländekilometer, verteilt über 2 Runden. Streckenbesichtigung hab ich aus Zeitmangel ausfallen lassen und so gings, in den Salomon Geländeböcken, pünktlich um 14h ins Rennen. Wie immer sollte passieren was immer passiert: für die vordere Gruppe bin ich zu langsam, für die hintere Gruppe zu schnell und so war schnell klar das mir wieder ein Lauf im Niemandsland bevorsteht, allein auf weiter Flur laufend.

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Die Strecke sorgte dann aber dafür das man genug zu tun hatte, der Lauf war ein wirklich lässiger Geländelauf, mal rauf, dann wieder richtig runter, Wiesen, Waldböden, ich war begeistert ob dieser wirklich coolen Strecke, hier am Rande des Universums *hrhr*.

Und als dann an einer Stelle wo man einen kleinen Bach zu queren hatte plötzlich richtig viele Zusehen auftauchten war ich gleich nochmehr begeistert denn ich hab mit viel gerechnet aber nicht das dieser Lauf, hier am Ende der Welt, ein richtig lässiger Lauf mit echt vielen Zusehern und sowas wie Stimmung werden würde.

Und zum Glück hab ich auch die richtige Schuhwahl getroffen, mit den Merell Barfußschuhen hätt ich wohl aufgeben müssen. Spätestens bei der Landung am nassen Stein wäre ich wohl "weg" gewesen.

Auf jeden Fall habe ich den Platz den ich bereits nach ca 3 Kilometern erobert hatte über die erste Runde gebracht, der Vorsprung auf meinen nächsten Verfolger war, rein optisch betrachtet, doch sehr groß und so wusste ich das auch Runde zwei einsam werden wird. Auf dieser Runde konnte ich meinen Verfolger noch weiter distanzieren und so lief ich ungefährdet auf Gesamtrang 4 ins Ziel was gleichbedeutend mit Klassenrang 3 war und somit wieder ein lässiges Ergebnis bedeutete.

Was ich aber extrem bemerkt hab war eine Bergaufschwäche, ich bin teilweise "gekrochen", gefühlsmäßig wars echt schlimm, ich dachte mir manchmal "langsamer kann man nichtmehr laufen" und das obwohl sooo steil gar nicht gewesen ist. Die fehlenden Bergläufe machen sich nun wohl bemerkbar und das passt mir nicht denn sobalds bergauf ging hab ich "früher" eigentlich immer aufholen können.

Mit meiner Leistung war ich dann aber trotzdemganz zufrieden, ein Kilometerschnitt von 04:05 bei einem Geländelauf kann sich sehen lassen und lässt hoffen für die kommenden Straßenläufe.

In Bezug auf die Plazierung war diesmal nicht mehr möglich, die Jungs vor mir hatten uneinholbare Vorsprünge und mit Höfl Armin hat auch ein wirklich schneller Mann überlegen gewonnen. Bei dieser Strecke aber kein Wunder, da konnte es gar keine Überraschungen geben.

Die Veranstaltung war übrigens eine der besten in den letzten Jahren, Stimmung, supernette Veranstalter / Helfer vor Ort, wirklich schöne Bilder – kostenlos zur Verfügung gestellt und das in mehreren Auflösungen und sogar beim Pokal hat man sich Gedanken gemacht und mal was cooles „hergestellt“. Der Lauf hätte sich wesentlich mehr Starter verdient und ich hoffe die bekommt er in den nächsten Jahren auch. 

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  • Pokal


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


13.09.2014  / Leobner Laufevent

  • Distanz: 9 Runden / 18km
  • Gesamtrang: Platz 9 ( Link Ergebnisliste )
  • Altersklasse: Platz 7
  • Zeit: 01:08:38
  • Zeit/km: 00:03:49

 

Laufwettkampf Nr. 6 im Jahr 2014, wer hätte das gedacht.

Heute war aus mehreren Gründen ein besonderer Tag bzw ein besonderer Lauf. Zum ersten Mal in meinem Leben hab ich gemeinsam mit meiner Freundin an einem Bewerb teilgenommen. Und wenn man bedenkt das ich bereits eine dreistellige Zahl an Wettkämpfe in meinem Sportlerleben gemacht hab und auch schon ein paar Freudinnen hatte ist das echt fast unpackbar das ich das noch „geschafft“ hab. Ich hab jetzt eine richtig sportliche Freundin und lauf mit ihr gemeinsam Wettkämpfe. Das ist also echt etwas Besonderes und hat mir vui taugt. Somit war ich schon vor dem Lauf auf der Siegerstraße unterwegs. Und außerdem wars mein erster Lauf über mehr als einer Stunde seit über 3 Jahren-somit ging ich durchaus mit Respekt an die Sache. Der heutige Lauf war meine Laufeinheit Nummer 30 in diesem Jahr, man kann also sagen dass ich weit davon entfernt bin als Läufer zu gelten.

Zum Glück hab  ich mich mittlerweile an meine Salomon Hufe gewöhnt denn die Strecke war durchgehend nass, Regen den ganzen Vormittag, derselbe Mist wie in den letzten Wochen. Dazu noch Laub auf der Strecke…also nicht optimal für meine profillosen Barfußschuhe.

Mein Ziel für heute war ein Platz unter den ersten 15 bzw. die Sache gut zu überstehen. Optisch sind die Wadl willig gewesen *g*.

Bei dem Rennen geht’s übrigens darum in 66min so viele Runden wie möglich zu absolvieren. Die Runde war echt geil, 2 Kilometer lang mit einem Durchlauf durchs LCS Shopping Center und auch der Rest der Strecke war in der Leobner Innenstadt und so waren wirklich viele Zuschauer dabei und auch das Feld der Läufer war beeindruckt groß. Mit Mock Jürgen und Marius Bock waren die Sieger schon vor dem Lauf klar und so wars dann auch.

Wie bei diesen Massenveranstaltungen üblich gabs auch hier einen Staffellauf was das mitzählen des eigenen Platzes während des Rennens etwas mühsam machte wobei mühsam untertrieben ist, eigentlich weiß man nach 2 Runden nichtmal mehr ansatzweise welchen Platz man gerade belegt. Also Plan B: nicht versuchen zu zählen sondern einfach nur laufen so schnell’s der Körper an diesem Tag erlaubt.

Um 14h ging los. Wie das Rennen ausgeht stand schon eine Stunde vor dem Start fest, mit Mock Jürgen und Bock Maruis waren Platz 1 und 2 bereits fix vergeben, die Jungs haben sich dann für einen ex aequo Sieg „entschieden“ weit vor dem Rest des Feldes. Wie erwartet sind die Staffelläufer zu Beginn mal ein Höllentempo gelaufen – die „Durchläufer“ ( also 66min Einzelläufer ) haben da nicht mitgezogen, ich glaub nach Runde 1 war ich auf Gesamtplatz 8 oder 9, leider wusste ich da schon nicht mehr wer Staffel und wer Einzelläufer war. Egal, die erste Runde (2km) bin ich mit nem 03:22kmh Schnitt gelaufen-das geht. Leider geht das aber nur 2 Kilometer, dann wurde ich doch erheblich langsamer.

Egal, ich hab mich nicht aus der Ruhe bringen lassen, versucht gleichmäßig zu laufen. Auch hab ich versucht mit Läufern die mich überholten nicht mitzulaufen denn das waren fast immer Staffelläufer die grad „frisch“ weggelaufen sind und somit richtig „angedrückt“ haben. Und wenn man das macht (sich zurückhalten und SEIN Tempo zu laufen) wird’s laufen, leider muss man das so sagen, auf Dauer etwas fad. Und als es richtig fad war, in Runde 6, hatte ich beim Überholen an einer unguten Stelle, bei der Zielkurve, dann den Moment der die Fadesse schnell vertrieb. Gemeinsam mit einem schnellen Staffelläufer überholte ich 3 Leut die nebeneinander liefen. Mein „Mitläufer“ ging innen vorbei, mir blieb nur der Weg außen. Blöderweise war außen ein Kanalgitter. Noch im „Flug“, knapp vorm aufsetzen des Fußes dachte ich mir „ok, Gitter aus Metall, alles ist feucht, das wird jetzt ungut, ich glaub mi prackts gleich auf“ Gedacht, passiert, gelegen. Schnell wieder aufgerappelt und dadurch doch etwas den Flow verloren, das Kreuz hat weh getan, irgendwie war ich grantig und eben voll aus dem Tritt. Zum Glück hab ich mich nach wenigen Minuten wieder gefangen, fand den alten Schritt und lief so, nun wieder etwas gelangweilt, den Rest des Rennens fertig.

Witzig an dem Lauf: wenn man die eigene Freundin überholt, das sorgt für Abwechslung und hat ma vui taugt. Nachdem Michi nun wieder fit ist kann ich mich daran gewöhnen meine Freundin im Ziel in „Empfang“ zu nehmen und ich freu mich auf hoffentlich viele gemeinsame Läufe.

Mit meiner Leistung war ich super zufrieden. Platz 9 in der Gesamtwertung sowiePlatz 7 in der Klassenwertung M30 können sich für den ersten langen Laufeinsatz seit Jahren sehen lassen. Auch während des Laufes hatte ich immer ein gutes Gefühl und hab auch bei weitem nicht alles rausholen müssen. Ich bin 9 Runden, also 18km, in 01:08:38 gelaufen was einen zufriedenstellenden Kilometerschnitt von 03:49 ergibt und weiters bedeutet das ich  im Schnitt 15,72 km/h gelaufen bin.

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Nachdem ich 9 Runden gelaufen bin und Pentek für die Zeitnehmung zuständig war gibts auch ein Bild das leider zeigt das es mir noch ein bissl bei der Einteilung fehlt, ich wurde gegen Ende doch erheblich langsamer...aber ich arbeite an dem Problem :-)

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04.10.2014  / Kindberger Herbstabendlauf

  • Distanz: 10km
  • Gesamtrang: Platz 7 (Link zur Einlaufliste)
  • Altersklasse: Platz 6
  • Zeit: 00:36:29
  • Zeit/km: 00:03:39

 

Heut stand ein Lauf in Kindberg am Programm, der sogenannte „Kindberger Herbstabendlauf“. Dies war meine Laufeinheit Nr. 34 in diesem Jahr….ich bin also schon fast ein richtiger Läufer *g*

Man konnte diesmal zwischen 10km, verteilt auf 8 Runde oder 5 Kilometern verteilt auf 4 Runden, auswählen. Ich hab die 10km genommen, Michi die 5km. Mein Ziel: 39min und der Michi aufn Arsch grapschen wenn ichs überhol. Für die Michi hab ich 26min Maximalzeit festgelegt *g*. Die 10km in 39min erscheint wohl etwas langsam, nachdem ich am 30.09. aber eine supermiese 10km Zeit (39:30) gelaufen bin hab ich mehr für nicht machbar gehalten.

Gleich zu Beginn hab ich aber bereits gemerkt das ich nen relativ guten Tag erwischt hab, Beine waren nur „mittelschwer“, Laufgefühl war gut, Motivation war ebenfalls gut. Wie immer hat sich recht schnell eine größere Gruppe gebildet und schon nach 2 Runden war klar das aus dieser Gruppe der Sieger kommen würde – so wars dann auch und nein ich hab nicht gewonnen, Frechheit eigentlich. Ryavec Christian hat gewonnen, in richtig schnellen 33:59. Wahnsinn, das möcht ich irgendwann auch mal "darennen".

Ich hab diesmal auch erstmals das Glück gehabt in Positionskämpfe verwickelt worden zu sein, hab immer direkt vor mir einen oder zwei Gegner gehabt und zwar über das gesamte Rennen. Und ich hab diesmal auch deren Tempo recht gut halten können. In Runde 3 ist dann der Hintern meiner Freundin vor mir aufgetaucht (also-schon die ganze Freundin, ned nur ihr Hintern) „draufklatschen oder nicht“ war nun die Frage. Nach langem Überlegen hab ich mich dagegen entschieden, man weiß jo ned ob ned doch irgendwelche Emanzen am Straßenrand stehen, mich anzeigen oder ich dann als Macho ausgebuht werde. ;-)

Auf jeden Fall hab ich  die ersten 5km recht locker in 17:46 absolviert und schon zu rechnen begonnen denn mir wurde an dieser Stelle klar dass ich grad auf Kurs zu meiner besten 10km in der „Laufneuzeit“ (also seit 1993 oder so) bin. Und dann ging das Denken wieder los: „hm, was wenn ich jetzt voll eingeh, is a Zeit unter 37min machbar oder werde ich hinter der nächsten Kurve einfach zusammenbrechen?“ Alles wichtige Dinge die man während eines Rennens so durchzudenken hat. Das richtig lässige an der Zeit von 17:46: das ist ein km-Schnitt von 03:33min = 16,9km/h. Blöderweise hat einer von hinten meine Nachdenkphase schamlos ausgenützt und mich in Grund und Boden gerannt, wobei der dann sogar noch auf Platz 3 vorgelaufen ist....Wahnsinn eigentlich. Aber gut, ich musste jo nachdenken was alles passieren könnte auf den letzten 5 Kilometer, auf das Szenario "Gegner kommt von hinten" war ich nicht vorbereitet - darum hab ich auch nur tatenlos zusehen können wie mir der gute Mann enteilt ist.

Leider bin ich auf den zweiten 5 Kilometern durchaus etwas eingegangen, hab auch meine direkten Gegner verloren, trotzdem war ich SUPERZUFRIEDEN denn im Ziel zeigte die Uhr 00:36:29 und dies bedeutete das ich meine bisherige 10km Zeit um mehr als 01:20min verbessert hatte. Die zweiten 5km bin ich 00:18:43 gelaufen und somit um 57 Sekunden langsamer als die ersten 5km – aber das hatte ich eh befürchtet. Auch haben auf Platz 4 nur 30 Sekunden gefehlt, wenn man berücksichtigt das wohl keiner der vorne Platzierten so wenig läuft wie ich ist das durchaus zufriedenstellen und vielleicht schaff ichs jo mal über den Winter durchzutrainieren, mich nicht zu verletzen und mal RICHTIG fit und trainiert an einem Lauf teilzunehmen.

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Und im Ziel hat diesmal meine Freundin auf mich gewartet da sie „nur“ die 5 Kilometer gelaufen ist. Und das Lässige: diesmal hats für mich nicht zur Siegerehrung gereicht, Michi hat aber den ersten Pokal ihres Lebens gewonnen denn sie hat doch tatsächlich ihre Klasse gewonnen und wurde als Achte Dame in der Gesamtwertung / 5km geführt. Do sog i nixmehr….das Stationtraining „fohrt“ anscheinend. :-)

Für mich ist sich Platz 7 in der Gesamtwertung ausgegangen und in der Altersklasse ists Rang 6 geworden. Die Zeit war diesmal aber wichtiger als die Platzierung und somit bin ich sehr sehr zufrieden gewesen und "bereit" für weitere Laufwettkämpfe.

 


 

12.10.2014  / Grazer City Run

  • Distanz: 10,55km
  • Gesamtrang: Platz 14 (Link zur Einlaufliste)
  • Altersklasse: Platz 6
  • Zeit: 00:38:40
  • Zeit/km: 00:03:39

 

Nachdem meine Freundin beim Staffelmarathon in Graz gemeldet war hab ich mich entschieden auch mit runter zu fahren und am sogenannten „City Run“ teilzunehmen. Laufeinheit Nummer 35 in diesem Jahr, 10,5km durch das schöne Graz.

Grundsätzliche meide ich solche Großveranstaltungen, bin menschenscheu, mag diese Menschenaufläufe nicht. Trotzdem hab ich mich durchgerungen und es sollte, wie es so ist wenn man etwas nicht wirklich mag, richtig mies beginnen.

Ich bin bekanntlich kein Frühaufsteher und JA 06:45 ist früh. Leider konnte ich an diesem Tag bereits ab 04:30 nicht mehr schlafen. Somit dann um 07:00, total unausgeschlafen ins Auto, mit etwas muffiger Stimmung vom Parkplatz retourgefahren und gleich nen VOLLTREFFER gelandet – beim Auto hinter mir. Also alles geil, mies geschlafen, eh scho grantig und dann noch nen Parkschaden -  das braucht man um voll motiviert einen Lauf zu bestreiten. Und so gings dann Richtung Graz, mitten in der Nacht….

Startnummer haben wir zum Glück schon am Samstag geholt, somit war nun meine größte Sorge einen guten Startplatz zu ergattern. Komischerweise ist mir das auch gelungen, ohne Probleme, Startreihe 1 und nein das Geheimnis verrate ich nicht sonst funktioniert das 2015 nicht mehr ;-)

Zuschauen waren in Massen im Startbereich wo bereits die Marathon, Halbmarathon und Staffelläufer um 10:00 gestartet waren. Beim Vorlaufen vom Startblock 5 zur Zeitmessmatte hatte man echt ein lässiges Gefühl…da kam Stimmung auf. Najo, pünktlich um 10:15 gings los. Mit Rossmann Thomas war der sichere Sieger komischerweise von Beginn an nicht vorne und hat dann auch nicht gewonnen (Sander Christoph hats diesmal "gemacht"), ebenso wie ich von Beginn weg nicht vorn war – nur das dies bei mir / für mich keine Überraschung war. Mein Polar GPS hat mir für den ersten Kilometer eine Zeit um die 03:18 gezeigt und ich wusste dass dies viel zu schnell ist, aber egal….also weitergelaufen. Nach 2km stand eine Zeit von 06:45 am Display, also ein Schnitt von ca 03:22. Immer noch zu schnell *g*. Bei Kilometer 3 warens dann laut GPS 10:15. Da hab ich mich bereits gefreut denn 3km in 10:15 ist für meine Verhältnisse doch (r)echt schnell, ergibt das doch einen Schnitt von 03:25 pro Kilometer.

Mir war natürlich klar dass ich das nicht halten kann, war mir aber egal – ich muss jetzt mal ein bissl riskieren um schneller zu werden. So hab ich den Schnitt auch bis Kilometer 4 fast halten können (00:13:45) bevor der Einbruch kam. Bei Kilometer 5 standen 17:30 zu Buche, also bin ich den fünften Kilometer schon nurmehr in 03:45 gelaufen. Und kaum wird man ein bissl langsamer kommen die Gegner schon links und rechts vorbeigelaufen. Mühsamst…keine Minute Ruhe wird einem gegönnt. Aber ich brauchte Ruhe nach diesem Start. Also Kilometer 6 in miesen 03:50 um dann Kilometer 7 (in 03:45) wieder etwas schneller laufen zu können.  Kilometer 8 hab ich in 03:40 geschafft, leider waren die Zeiten von Kilometer 5 – 8 zu wenig um den Top 10 Platz halten zu können, nach 5km war ich auf Platz 10, nach 8km nurmehr auf Platz 13. Kilometer 9 war wieder nur eine 03:45er Zeit und nach 10 Kilometern zeigte die Uhr recht ordentliche 00:36:20 (Kilometer 10 wurde somit in wenig guten 03:50 gelaufen). Leider bin ich zwischen km 8 und 10 noch von Platz 13 auf Platz 14 zurückgefallen, trotz allem bin ich aber zufrieden ins Ziel gelaufen denn:

  • ich hab die "angesagte" Zielzeit von 39:00 mit einer Zeit von 38:40 unterboten
  • mit 36:20 bin ich neue persönliche Bestleistung über 10km gelaufen
  • mit Gesamtplatz 14 (Platz 6 Altersklasse) unter 2138 gewerteten Läufern muss man einfach zufrieden sein, vor allem unter Berücksichtigung dessen das dies erst meine Laufeinheit Nr 35 in diesem Jahr gewesen ist.

Ich werde mit jedem Lauf ein wenig schneller, das zeigt das ich soweit wohl alles halbwegs richtig mache und ich denk das ich noch richtig „Luft“ nach oben hab, ich denke 2015 sollte eine 10km von kleiner 35min machbar sein, damit wäre dann auch ein großes Ziel erreicht und dann wäre ich auch bereit für meinen ersten Halbmarathon.

Professionelle Fotos gibts diesmal auch wieder, für "entspannte" 34€ aber man(n) gönnt sich eh jo sonst nix...

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Die Veranstaltung an sich war top, trotzdem mir solche Massenaufläufe einfach nicht sonderlich Spaß machen muss ich das zugeben. Es gab prof Sprecher, TOP Läufer, unpackbar viele Zuschauer, eine Strecke mitten in der Stadt, ich hatte einen perfekten Parkplatz nur 5 Gehminuten vom Startgelände entfernt und ohne große Umwege mit dem Auto erreichbar (und NEIN ich verrate nicht wo..sonst wird’s da im kommenden Jahr eng und JA ich bin ein Egoschwein),das Wetter war super-vielen sogar zu warm. Und mit meiner Leistung bin ich auch sehr zufrieden gewesen.

Seltsam: die Pentek Zeitmessung muss irgendwie „gesponnen“ haben denn das hier kann so nicht richtig sein. Das da etwas nicht stimmt fällt auch bei anderen Läufern auf, da werden teilweise Kilometerzeiten von 02:20 angezeigt was unmöglich ist. Somit vertraue ich auf den Polar Pulsi, dieser zeigte für die vom Veranstalter angegebenen 10,55km mit 10,6 an und somit sollten die errechneten Zeiten auf Basis Polar GPS auch richtig sein.

Fazit: vielleicht komm ich 2015 wieder, aber nur vielleicht *g*

Meinen Zieleinlauf kann man sich hier ansehen *g* ist VOLL interessant ;-) aber auch witzig das es sowas gibt.

http://grazmarathon.kleinezeitung.at/graz_cityrun.php
Startnummer 9976 eingeben

Hier die Pentek - Detailsauswertung meines Laufes: (ebenfalls komisch: hier steht ich wäre auf Platz 15 ins Ziel gekommen, in der Ergebnisliste steht Platz 14 und es war auch Platz 14 - also irgendwie ist da ein Wurm im System)

 


 

16.11.2014  / Leopoldi-Lauf / Wiener Prater

  • Distanz: 7,032km
  • Gesamtrang: Platz 5 (Link zur Einlaufliste)
  • Altersklasse: Platz 1
  • Zeit: 00:25:21
  • Zeit/km: 00:03:36

 

Zum Saisonabschluß gabs heute Laufeinheit 42, einen 7,032km in Lauf veranstaltet vom LLC Wien auf einer prof. ausgemessenen Strecke – sehr gut um mal die Genauigkeit des GPS Moduls beim Pulsi zu testen. Noch dazu ist die Strecke ohne jeglichen Anstieg oder Gefälle, also gut um zu schauen was „so geht“ auf einer einfachen, gut zu laufenden und schnellen Strecke ohne viele bremsende Hindernisse und Kurven.

Auch bin ich hier bereits einmal ein Rennen gelaufen und zwar im März 2011, damals bin ich eine Zeit von 00:25:55 gelaufen. Diesmal habe ich mir vorgenommen streng nach Pulsi zu laufen und dabei darauf zu achten nicht zu schnell wegzulaufen, dafür am Ende Gas zu geben. Der Plan war eine Durchschnittszeit von 03:45 pro Kilometer. Das hätte eine Zeit von 00:26:22 ergeben sollen. Nachdem ich seit dem Ötzi beim Radtraining extrem zurückgesteckt hab und auch nicht viel gelaufen bin sollte das machbar aber auch nicht zu einfach sein.

Um 10h gings los, es war kalt, es war windig und ich fühlte mich SAUGUT. Ich bin locker losgelaufen, hab nicht versucht rauszulaufen obwohl die ersten 500m wirklich gemütlich waren. Bei Kilometer 1 hatte eine Zeit von 03:28 am Pulsi stehen, also wieder schneller als geplant. Aber ich fühlte mich nichtmal ansatzweise so als wäre ich zu schnell. Zu diesem Zeitpunkt hat sich eine Gruppe begonnen abzusetzen und ich hab mich brav zurückgehalten, habe nicht versucht mitzulaufen sondern hab mich in Gruppe 2 eingereiht und hab versucht auf keinen Fall unter 03:30 zu laufen. Ging wunderbar, bei Kilometer 2 stand eine Zeit von genau 7Minuten am Display, also Kilometer 2 in 03:32 gelaufen. Nach wie vor sehr schnell, viel schneller als geplant ABER ohne Probleme gelaufen. Also hab ich den Plan geändert. Neuer Plan: durchlaufen und nie unter 03:40 / km fallen. Bei Kilometer 3 zeigte mein Polar 10:36  und eine Kilometerzeit von 03:36 an. Immer noch extrem lässig unterwegs.

Was an diesem Tag echt arg war: zu diesem Zeitpunkt und trotz des „hohen“ Tempos war meine Gruppe, die Verfolgergruppe noch recht groß. Es bestand heute also durchaus die Gefahr bei einem Einbruch weit zurückzufallen. Die Dichte war heute echt groß.  Interessanterweise kam aber auch auf Kilometer 4 kein Einbruch, den lief ich in 03:35. Schon während des Laufes freute ich mich über die Konstanz und auch bei Kilometer 5, den ich nach 00:17:53 erreichte und den ich in 03:41 gelaufen bin, war ich weit „unter Plan“. Und ab Kilometer 5 geht’s jo schon dem Ende zu, gut für die Moral.

Ich war mittlerweile recht alleine unterwegs, dachte nicht das nach vorne noch etwas „geht“ aber dann, zwischen Kilometer 5 und 6 hab ich bemerkt das vor mit 3 Leute sichtbar langsamer werden und ich, man glaubt es kaum, konnte mein Tempo noch immer konstant halten, Kilometer 6 bin ich in 03:39 gelaufen. Und ich kam immer weiter an die 3 Leut aus der vorderen Gruppe heran. Diese 3 hatten dann die Art von Einbruch die ich normal immer hab: man wird etwas langsamer, vielleicht 10-15Sekunden / Kilometer und schon wird man von hinten überrollt. Nur war diesmal ich der Überroller und hab die 3 dann auch geschnappt. Etwas Gegenwehr kam jedoch auf und bei Kilometer 6,5 waren die Jungs wieder nahe an meiner Hinterseite. Aber diesmal hab ich taktiert. Ich hab ein wenig gewartet, bis die Jungs ganz dran waren, hab dann nochmal rausgenommen und hab gemerkt das keiner vorläuft. Ca. 400m vor dem Ziel hab ich dann angegriffen, die drei ohne Probleme stehen gelassen und bin dann diesen letzten Kilometer trotz des Taktierens in 03:40 gelaufen.

Das bedeutete somit: Gesamtrang 5 / Klassensieg in der M30 und meine beste Leistung in diesem Jahr UND gleichzeitig den konstantesten Lauf der letzten Jahre, zwischen schnellstem und langsamsten Kilometer waren nur 13 Sekunden Differenz.

Das Ziel konstant zu laufen ging also auf, das ich das aber bei diesem Tempo, noch dazu am Ende der Saison schaffen sollte hat mich überrascht und SEHR gefreut. Die Statistik der Kilometerzeiten gibts rechts zu sehen. 

Es gab nicht den Ansatz der Gefahr einzubrechen, ich hatte weder muskulär noch in den Armen Probleme, den Liegestützen sei Dank. Und im Ziel war ich auch recht schnell wieder voll fit. Das war heute ein perfekter Lauf für mich, von vorn bis hinten, vom Start bis ins Ziel hat sich alles gut angefühlt und auch danach gabs keine besonderen Ermüdungserscheinungen. Alles wunderbar.

Auch lässig, mein Neffe Andre ist heut den ersten Lauf seines Lebens gelaufen und er hat die Strecke in 00:29:22 gelaufen, Spitzenzeit für den ersten Laufeinsatz, ich freu mich auf familieninterne Trainingsläufe und Wettkämpfe im Jahr 2015.

Bei Läufen in Wien ist das Starterfeld immer extrem groß, im November, also zu der Zeit wo die Saison echt schon vorbei ist, bei einem Lauf Starter zu haben ist auch ein Wahnsinn, beim 7km Lauf erreichten 223 Läufer das Ziel, beim 14km Lauf haben es 144 in die Ergebnisliste geschafft und beim Halbmarathon zeigt die Ergebnisliste 350 qualifizierte Läufer an. Ein Wahnsinn....

 


 

22.11.2014  / Crosslauf Ternitz

 

Crosslauf, Geländelauf, wie auch immer man es nennt, man rennt dabei auf eher ebener und zumeist superfader Wiesenstrecke durch die Gegend. Lag mir nie, liegt mir aktuell nicht und wird mir auch nie liegen. Und während ich das hier so schreib frag ich mich wieso ich so deppert bin und dachte es könne mir mittlerweile liegen. Najo, egal, nachdem ich Anfang November noch voll motiviert war, die Laufveranstaltungen zu dieser Zeit aber eher rar sind gabs eben in der Umgebung keine Alternative zur Teilnahme am Crosslauf in Ternitz. Und so sollte dieser Lauf mein Abschlußbewerb fürs Jahr 2014 werden.

Es gibt eigentlich nicht viel zu erzählen außer:

„Crosslauf, Geländelauf, wie auch immer man es nennt, man rennt dabei auf eher ebener und zumeist superfader Wiesenstrecke durch die Gegend. Lag mir nie, liegt mir aktuell nicht und wird mir auch nie liegen. Und während ich das hier so schreib frag ich mich wieso ich so deppert bin und dachte es könne mir mittlerweile liegen.“

Vom Start weg gabs zwei Richtungen in die sich diese Sache für mich entwickelt hat:

1.)    Die Laufrichtung, also nach vorne…
2.)    Die Richtung in die sich mein Platz im Rennen entwickelte-entgegen der Laufrichtung

Fazit: die ersten 30 Sekunden hab ich mich, trotz Saukälte, PRÄCHTIG gefühlt. Danach gings, trotzdem ich in Laufrichtung lief…retour. Crosslauf liegt mir einfach nicht aber: ich habs versucht...

Das Erwähnenswerte an dem Tag: nachdem der Crosslauf ein Teil des Crosslaufcups 2014/2015 war, der Cup also ins Jahr 2015 reicht, wurden die Klasseneinteilungen bereits so gemacht wie sie 2015 sein werden. Dies hatte zur Folge das mir aufgezeigt wurde das ich alt werden, denn ich wurde bereits in der  Klasse M40 geführt. Aber so konnte ich mich wenigsten gleich auf die neue Klasse einstimmen und ich denk es wird hart werden in dieser M40, da gibts einzige echt zähe Gegner.

Ergebnis: Gesamtrang 9 / Klassenrang 3

Und somit erkläre ich das Lauf(sport)Jahr 2014 für beendet, man trifft sich 2015 wieder……