Sportjahr 2009

Veröffentlicht in Sport - Jahresrückblicke

Radsport Saison 2009 - viele Kilometer und ein wunderbarer Radurlaub

Radkilometer 2009

März:605km, April:1484km, Mai:1531km, Juni:1403km, Juli:1700km,
August:505km, September:353km, Oktober:534km, November: 473km,

Anzahl Trainingseinheiten ( alle Sportarten): 171


Angefangen hat das Radsportjahr mit Training ohne Ende, am 05.Juli 2009 war dann der erste "große" Einsatz geplant, Großglocknerauffahrt von beiden Richtungen an einem Tag,so wie schon im Jahr 2003,damals noch mit Lilek Stefan als Begleiter. Mein Plan war auf jeden Fall von beiden Seiten schneller raufzufahren als 2003. Von der Mautstation/Brucker Seite war ich 01:04:49 unterwegs, dies war zwar schneller als 2003 (damals bin ich 01:06:40 gefahren) aber in Anbetracht der Tatsache das ich um 3000km mehr in den Haxen hatte als 2003 doch eher nicht soooo schnell. Aber gut, von der anderen Seite war ich dann viel schneller, 01:11:45 gegenüber 01:18:32 aus dem Jahr 2003. Das Wetter an dem Tag war perfekt, nicht zu warm und nicht zu kalt. Petra hatte die Ehre Fotos zu machen und das "Begleitfahrzeug" zu lenken. Danke dafür denn ohne Begleitauto wär das Ganze nur halb so toll.

Hier nun die Bilder von diesem Ausflug (darf man zu einer Ausfahrt Ausflug sagen?)  Zu Beginn mal ein paar Bilder von der Gegend:

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Und jetzt noch ein paar Bilder von mir im "Bergeinsatz", etwas schwerfüssig...

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Hier noch zwei  Fotos  "von ganz oben" (Edelweißspitze) wo ich wieder eindrucksvoll beweise das ich ein Sonnenschein bin. 

  • amberg
  • oben7

 


 

Auch stand In diesem Jahr  wieder ein Tour de France Besuch an, meine Kaerntner Freunde und ein paar ehemaligen Arbeitskollegen wollten wieder zur Tour und da lass ich mich nicht zweimal bitten..eh kloar...

Dieser Bericht vom Tour Urlaub 2009 wird ein ganz besonderer Bericht  werden DENN ihr koennt hier etwas fuers Leben lernen, so wie auch ich in Frankreich fuers Leben gelernt habe..diese besonderen Stellen an denen ihr lernen könnt werde ich im Bericht durch den Vorspann !!! ERKENNTNIS !!!:  markieren. Lest diese Teile besonders aufmerksam, diese Erkenntnisse wurden von einem Radsportmessias an uns "normales" Radsportvolk in kleinen Häppchen verteilt. Uebrigens wird sich so mancher Nicht-Teilnehmer ueber den Bericht wundern da er eher fuer Teilnehmen geschrieben wurde da nur diese auch div. "Anspielungen" verstehen werden *gg*.

Nachdem es im Jahr 2008 keine Hoehepunkte gab fuer die es sich gelohnt haette zu trainieren (erwischt ihr versauten Spaßvoegel-JA es gab Hoehepunkte aber fuer die brauchte ich nicht extra zu trainieren) und  mir im Fruehjahr 2009 immer mehr bewusst wurde das nur fett werden auf Dauer auch irgendwie fad ist kam es mir sehr gelegen das Erich mich fragte ob ich bei einem neuerlichen Tour de France Ausflug wieder dabei waere. Trotz Firmenwechsel und vielen neuen Dingen die es zu lernen gab hab ich mich entschlossen mir diese Chance nicht entgehen zu lassen und mich angemeldet.Meine Microsoft Lernaktivitaeten habe ich in die Warteschlange gelegt, trainieren stand im Vordergrund und so gings im Maerz 2009 gleich mal am Rennrad los. Der neue Job ließ ein brauchbares Training tatsaechlich zu und so kam ich am 17.07.2009 nach 2 Glockner Auffahrten, 2 Soelkpaß Auffahrten und mit ingesamt 6150km in den Haxen und mit 6kg weniger auf der Wampe als noch im Maerz in Kaernten an von wo aus wir unseren Urlaub starten sollten. Da ich am Glockner extrem schnell war, ebenso am Soelkpaß und auch auf div kleineren Bergen echt gute Zeiten gefahren bin war i schon heiss auf mehr.........

Der erste Tag bestand nur aus Anreise und einer kurzen Ausfahrt in dem Ort an dem wir die ersten Tage verbringen sollten. Der Ort heisst Martigny und ist nur wenige Kilometer von Verbier entfernt wo in den naechsten Tagen ein Zielort der Tour sein sollte. Leider wars am ersten Tag wettertechnisch eher bescheiden und so machten einige von uns nur eine kleine Ausfahrt, wie wichtig diese Ausfahrt allerdings fuer mein weiteres Leben werden sollte war mir an Anfang nicht bewusst...hier kommt nun zum ersten Mal der oben erwaehnte Radsportmessias ins Spiel. Ich war bis an diesem Tag ueberzeugt von meinem Scott, tjo...weil ich eben vorher noch nicht die Ehre hatte den Radsportmessias zu treffen. Ich hab an diesen Tag mehr oder weniger erfahren wieso ich niemals Weltmeister im Radsport wurde.....lag es nun an der falschen Rahmengröße? Waren es die Bakterien der Autoklimaanlage die meinen Körper über Jahre geschwächt haben? Oder war es einfach nur die falsche Sitzpostion die Weltmeisterehren verhindert hat? Oder aber war es gar eine Kombination aus all diesen Dingen in Verbindung mit der Tatsache das ich keinen lockeren Tritt fahren kann und meine Tritfrequenz einfach nicht passt? Tjo, dies alles wurde schon am ersten Tag, bei der ersten Ausfahrt vom Radsportmessias gnadenlos angesprochen.

Beim Abendesse in unserer Unterkunft wurde eines auch schnell klar...nämlich das wir eine SEHR LEISE Truppe sind die Alkohol meidet wie der Teufel das Weihwasser *g*, auch die Gitarre die mitreisen durfte hat dazu beigetragen das alles ganz still und leise ablief. Ich verbrachte Teile des Abends mit meinem Rad, blöderweise hats am Steuersatz zu knacken begonnen und sowas halt ich einfach nicht aus. Das Essen das uns von der Vermieterin zubereitet wurde war übrigens extrem gut. Wieso ich vom ersten Tag keine Fotos hab weiss ich nicht.

Am zweiten Tag gabs schon das erste Highlight, wir fuhren alle gemeinsam von Matigny zur Bergwertung Col des Mosses,trennten uns dort dann, eine Gruppe fuhr wieder zurück und rauf nach Verbier um hier die Tourhelden zu sehen, die andere Gruppe blieb am Col de Mosses und schaute sich die Etappe auf diesem Berg an. An diesem Tag kamen schon fast  145km  am Rad zusammen was sich durchaus sehen lassen kann. Am Col de Mosses wars ein bissl mühsam, extremer Autoverkehr der Tour de France Besucher, immer wieder Baustellen, Ampeln usw.....dafür hatten wir bei der Rückfahrt dann eine gesperrte Strasse den Berg runter. Nach Verbier bin ich dann ganz entspannt raufgerollt, hab die Tour-Atmosphäre genossen, mich umgeschaut, Fotos gemacht und mich gefreut das Wetter und Stimmung perfekt waren. Ich hab die Auffahrt genossen und bin ganz ohne Druck einfach nur raufgerollt. Es ist so geil nur so locker dahinzufahren, die Leut anzusehen, die Autos und vor allem die Aufschriften am Boden. Knapp 3 km vorm Ziel haben wir uns dann in die Wiese geworfen, bissl was getrunken und gegessen und auf den Tour-Troß gewartet. Wir sind an einer sehr steilen Stelle gestanden und als die Tour Jungs kamen...najo...was soll man sagen....man muss es einfach sehen, man kann es nicht beschreiben, dieses Tempo, es wird keine Sekunde locker gefahren,man sieht die Kraft, die Entschlossenheit...es ist einfach ein TOTALER WAHNSINN den man einfach selber mal erleben muss. Auch schauts teilweise "unecht" aus wenn ein Radfahrer mit einem Tempo daherkommt bei dem mein Vater mit seinem Moped wohl zu weinen beginnen würde :-) und wir wissen: es schaut nicht nur unecht aus, es ist oft auch unecht ;-)

Wie auch schon 2008 hat mich die Werbekarawane wieder schwer begeistert, vor allem der Mann im "Gelben" hats mir angetan. Nun mal ein paar Fotos damit man sich vorstellen kann was es da so alles zu sehen gibt. Das erste Bild zeigt uns übrigens alle zusammen in Matigny und danach am Weg zum Col de Mosses.Die ersten 8 Bilder wurden auf der Fahrt zum bzw. am Col de Mosses gemacht. Wer mehr uber den Col de Mosses erfahren will soll mal hier nachschauen: Col de Mosses.Die Bilder können die gute Stimmung die an der Strecke herrscht leider nicht transportieren aber dort mal vor Ort zu sein ist einfach wirklich genial.

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Die folgenden Bilder hab ich während der Auffahrt nach Verbier gemacht und beim Ankommen der Tour Werbekarawane. Als Fan da mitten drinnen zu sein ist einfach ein Wahnsinn, das muss man selber erleben.
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Beim Runterrollen nach Ankunft der Tour in Verbier hab ich noch versucht irgendein Mitbringsel zu ergattern, leider Fehlanzeige, ich hätt gern eine vollgerotzte Flasche eines Fahrers gehabt aber die Flaschen wurden leider alle bei der Auffahrt abgeworfen und so war nix zu machen. Aber gut, 2010 bin ich wieder dort....

Tag 3 sollte ebenfalls wieder ein eher entspannter Tag werden. Am Vormittag sind wir wieder nach Verbier hochgefahren,ein paar haben sich bei Milram umgesehen und nette Bilder mitgebracht.Witzig auch dieses Kunstwerk mit den stürzenden Radfahrern.....und dazu der Lacki am Bild...würd ich an übernatürliche Kräfte glauben,an Zeichen von oben, an den Schöpfer.... und dann dieses Foto mit Lackis Sturz ein paar Tage später zusammenfügen würde sich mir der Verdacht aufdrängen das es eine böse Macht gibt die Lacki ins Visier genommen hat. Der Typ auf dem Bild zeigt eindeutig auf Lacki und ich werd das Gefühl nicht los das der sagte "DU wirst dich noch anschauen, dich wirds auch noch zerlegen-jo DICH -dich mit dem roten Lenkerband". Die Bilder zeigen aber auch was sich die Leut dort antun....einfach nur geil

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Oben waren wir alle gemütlich  etwas trinken, während ein Teil der Gruppe wieder runtergefahren ist und sich auf die Weiterreise vorbereitet hat war die zweite Gruppe bei  Milram und hat ein paar Bilder mitgebracht.

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Thema "Weiterreise: Diese Reise sollte uns 180km weiter  nach St.Michel-de Maurienne bringen und am Weg dorthin kamen wir dann noch an Albertville und am Mount Blanc vorbei...echt ein netter "Hügel"....an dem Tag ging mir der Radsportmessias wieder richtig auf den Geist denn er war auch ein Verkehrsmessias der ständig das Gefühl hatte die Streckenführung und Planung  kritisieren zu müssen, der sowieso wusste das wir falsch fahren und der sowieso und überhaupt mal grundsätzlich "dagegen" war und der, so er das alles geplant hätte auch ganz anders gefahren wäre..blablablabla....

Bis zu diesem Tag wusste ich übrigens nichtmal das es Experten für "Klimaanlagen in Verbindung mit Sportlern"   gibt - ab diesem Tag wusste ich wie schädlich Klimaanlagen für Sportler sind-ein weiterer Grund das ich nie Weltmeister wurde????….übrigens hab ich mich in den letzten 34 Jahren nicht soviel mit Klimaanlagen beschäftigt wie an diesem Tag-dies könnte auch der Grund sein das ich bisher nie die eigentliche Funktionsweise selbiger verstanden habe DENN, und nun bitte GENAU LESEN UND MITDENKEN:  !!! ERKENNTNIS !!! Sollte es  bei 40C Außentemp. warm werden im Auto  hat das  NICHTS damit zu tun das die Klima ausgeschaltet  ist sondern nur damit das die Sonne ins Auto scheint!!!) und dies kann durch runterklappen der Sonnenblenden verhindert werden !!! Fazit: Klimaanlagen sind Teufelszeug, Sonnenblenden schützen vor Hitze (!) besser als Klimaanlagen und ich kann jedem der zu Haus nen Kühlschrank hat nur raten: rauß mit dem Ding, Wurst und Käse auf den Boden legen, Sonnenblende eines Autos drüberlegen und passt. 180km über das Klimaanlagen Setting und die Fehler der Abstimmung Klimaanlage/Außentem. zu reden wird irgendwann seeeeehr mühsam.

Ich weiss nun außerdem das nackte Füße in Verbindung mit Schlapfn und  Straßenschutzwesten am besten gewärmt werden und Socken und Schuhe nur etwas für uncoole Jungs sind-also Leute: wieder was gelernt …bitte merken…

Dieser Tag 3 war also geprägt von einer Überstellung  der gesamten Truppe von der Schweiz nach Frankreich und an diesem Tag wurde mir weiters bewusst wie anstrengend es für einen Mitfahrer sein muss Mitfahrer zu sein denn schließlich ist man als solcher jo verpflichtet mind. 99% der Reisezeit über die Reiseumstände zu motzen…dies muss man mal schaffen (wurde in diesem meinem Fall aber ohne Probleme geschafft-man hat sich der 99,9% Quote  genähert)-dagegen ist das Fahren mit dem Auto jo quasi die reinste Erholung, man braucht nur lenken, Gas geben, Navi beobachten, konzentriert sein,  Verkehr rundherum im Auge behalten , die Stimme des Mitfahrer ausblenden um nicht amok zu laufen und nebenbei noch div „Klimaanlagenkonfigurationswünsche“ welche sich praktisch sekündlich ändern erfüllen, ich hatte also GLÜCK der Fahrer zu sein da der jo eh nix zu tun hat auf einer Fahrt über 180km auf kurvenreichen Bergstraßen. Die Fahrt selber war aber trotz des Beifahrerproblems, eine wunderschäne Fahrt und landschaftlich einfach extrem geil. Wir fuhren über Megeve und Albertville und kamen dabei auch am Mont Blanc vorbei...ein genialer Anblick. 

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Auch Tag 4 brachte neue Erkenntnisse für mich. Es war "Alp de Huez" Tag, die Nervosität war groß, Ehrfurcht war zu spüren und irgendwie hatte ich bisher das Gefühl so mancher hat sich für diesen Berg geschont (vor allem der immer aggressiver werdende Lacki machte mir ernsthaft Kopfzerbrechen, es stellte sich die Frage ob heute der Tag der großen Überraschung sein sollte) ,es sollte sich aber zeigen das ich mich getäuscht hab und so mancher einfach nur bei weitem nicht so stark war wie es div Sprüche befürchten ließen.

Ich habe jo schon 2007 in Alp Huez wichtige Erkenntnisse fürs Leben gewonnen, dieses Jahr kommt folgende dazu:  !!! ERKENNTNIS !!! „wer viel redet und nicht schnell fährt ist auch nicht als erster am Berg. Reimt sich sogar und ist darum fast noch cooler als div. Erkenntnisse aus 2007. Man könnte es aber auch so formulieren: „wer nicht gern hart fährt ist bestenfalls  als zweiter am Berg“….mir würden hier noch div andere Variationen einfallen-das erspar ich euch aber mal-brauch jo auch noch ein paar coole Sprüche für den Fall das ich nochmal zur TdF fahre und nen Bericht zu verfassen habe wobei mir noch einer einfällt der wie die Faust aufs Auge passt:  „wer sich immer nur schont wird schnell enttrohnt“  und  folgenden find ich auch noch witzig  „wer immer nur Grundlagen trainiert wird am Berg blamiert“….jo…und jetzt ist Schluß mit blöden Sprüchen….denn ihr wollt sicher wissen wie es uns da rauf ergangen ist. 

Wir kamen alle (fast alle-Stichwort Messias....) gut gelaunt am Fuße DES Berges an. Wir haben herunten noch eine kleine Runde gedreht und sind dann in den Berg gestochen. Ich habs wie immer gemacht, Berg geht los, Harry geht los….. bin dann recht zügig raufgefahren und eine wesentlich bessere Zeit als 2007 gefahren was aber auch damit zu tun haben kann das wir 2007 schon zuvor über den Lautaret angereist sind was auch nicht zu unterschätzen ist. Meine Zeit war 00:51:57, 2007 fuhr ich 00:54:45. Durchschnittspuls war 175, Maximalpuls war 181.

Wie sich so mancher meiner Gegner auf diesen Tag vorbereitet hat soll auch gezeigt werden, es soll gezeigt werden das hier nicht immer mit gleichen Waffen gekämpft wurde, die Technik hat Einzug gehalten wie das folgende Bild zeigt, nichts wird dem Zufall überlassen. JETZT wurden die Wunderwaffen ausgepackt, auch machte man sich nichtmehr die Mühe diverses Zubehör vor der Konkurrenz zu verstecken wie das Bild zeigt.Nun war der Punkt erreicht an dem das Ergebnis zählt und nicht wie man es erreicht.

Meine Antwort auf oben gezeigte Techniktricks war das folgende Ding, in Fachkreisen auch "Wadl" genannt-links unten zu sehen.

Najo, also einige versuchten es mit Technik, andere mit starken Beinmuskeln und dann war da noch ER. Erich sagte er heisst Franz Urschitz, ich persönlich hab mir von Anfang an gedacht das es sich um einen Irrtum handeln muss und er eigentlich "Urviech" heissen muss. ER hatte nicht nur Technik und starke Haxen dabei, ER war bzw. ist ein wandelnder Muskel, wär ich ein Rad, ich hätt Angst. Ausehen tut ER übrigens so wie rechts unten zu sehen.

Ich war übrigens etwas verwundert das ich doch so klar als erster ankam denn diesmal hat man mir immerhin einen Ex Profi und hoch dekorierten "Gegner" names "Radsportmessias"  zur Seite gestellt.  Dieser konnte an diesem Tag seine volle Leistung aber nicht entfalten da die Einfahrtzeit zu kurz war und somit seine (körperliche) „Maschine“ nicht auf Touren kam. Als er oben am Berg ankam meinte er das er nun schwere Beine hätte "was aber nur so ist weil ich zuwenig Zeit hatte mich warmzufahren" (da hat selbst Wilfried, der Weißhaarige mal kurz die Nerven weggeworfen nach dieser Aussage *g*) ....Darum nochmal eine  !!! ERKENNTNIS !!! „fährst du einen Berg rauf und bekommst schwere Beine hat das nix damit zu tun das es bergauf ging“

Ist aber auch verständlich denn ein "ECHTER" braucht eben gewisse Voraussetzungen wie zb mindestes 100 "Einfahrkilometer"  und hat er die nicht ist eben einfach das Umfeld "schuld". Denn (um auch Peters Lieblingsspruch anzubringen) "Der Paco mocht des a so" .Ich denk das ist so wie beim weggehen, viele sagen jo man muss zu Hause vorglühen damit das weggehen und saufen Spaß macht......nun drängt sich die Frage auf ob Peter von zu Haus mit dem Rad nach L'Alpe d'Huez "glühen" hätte müssen um seinen Motor warm zu bekommen...aber lassen wir das besser...

Ich war an dem Tag auch etwas nervös denn ich bins aus meiner Umgebung gewohnt das diese alten Bergtiere auch mit 50 noch nicht zu biegen sind-man könnte annehmen: "einmal Bergtier-immer Bergtier….nachdem ich aber gesehen hab das dies auf Peter nicht zutrifft war ich entspannt....,Peter scheint leistungsmäßig doch mächtig gegenüber früher abgebaut zu haben und nicht auf einer Höhe mit den Bergtieren in meiner Wohnumgebung zu sein - die mir auch heute noch, im "hohen" Alter, um die Ohren fahren-Stichwort: Lammer Peter (oder er war einfach nie so gut wie div Erzählungen vermuten ließen) denn früher wäre er sicher unter 40min raufgefahren wenn man div Erzählungen Glauben schenken darf (und es wird doch wohl keiner an den Erzählungen gezweifelt haben?????) ….trotzdem muss man sagen: Hut ab-in diesem Alter so einen Berg raufzuziehen ist durchaus beachtenswert,vor allem wenn man div "Umstände" berücksichtigt (eh scho wissen-Einfahrzeit) .

So warens im Endeffekt nur ca 2,5min die Peter hinter mir raufkam, dahinter kam gleich Wilfried der dieses Jahr WESENTLICH schneller war als 2007 und nur unwesentlich langsamer als ich 2007. Sogesehen konnten wir alle mit der erbrachten Leistung zufrieden sein wobei man hier auch erwähnen muss das unser HaiBike Pilot Erich seine Zeit von 01:18 im Jahr 2007 auf 01:05 verbessern konnte was jo eine extreme Steigerung ist.Nach der Abfahrt  hat sich die Gruppe dann getrennt, einige sind mit dem Rad retourgefahren bzw am Heimweg noch schnell aus dem Auto gesprungen und haben ein paar km gemacht, der Rest ist dann wieder mit dem Auto heimgefahren.

Die folgenden Bilder sind während der Schlacht entstanden, geschossen von einem echt dünnen Mann der nicht zeigen konnte wie schnell er am Rad ist da ihn seine gesunde Ernährung daran gehindert hat. Was lernen wir? Gesundes essen ist ein Reinfall denn es sorgt für Durchfall....oder so.....Danke für die Bilder auf jeden Fall :-))

  • 1wadl
  • 2Urviech

Ajo, der Weißhaarige war auch im Vorjahr schon weißhaarig...und nein er ist nicht so alt wie manche aufgrund der Haarfarbe vermuten würden ;-) Die ersten 8 Bilder zeigen übrigens die Leute in der Reihenfolge in der sie oben angekommen sind.Bei Bild Nr 9 sind Lacki und Felse noch zusammen, im Ziel schob  sich dann Gerhard noch dazwischen. Da stimmten die Fotos also nicht ganz. (ich muss das aber hier extra erwähnen sonst scheissens mich zusammen wenn ich da nicht korrekte Angaben machen, da verstehen die Herren keinen Spaß. Hier nun also die Bilder von L'Alpe d'Huez 2009:

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Während der Fahrt wurde ich von prof. Fotografen vor Ort abgelichtet-schaut aus wie folgt:

  • 1AlpeHeuz2009
  • 2AlpeHeuz2009
 

Und jetzt noch ein paar weitere Bilder der Auffahrt in beliebiger Reihenfolge, geschossen vom "Mann der kam um Durchfall zu haben": 

  • m
  • n
  • o
  • p
  • q
  • r
  • s
 

Wir sind mit dem Auto über den Col de la Croix de Fer heimgereist, die Fahrt war  eine Wucht, landschaftlich einfach ein Wahnsinn, die Länge des Berges war beeindruckend und so wars wieder mal ein geiler Tag in den franz. Alpen. Die folgenden Bilder wurden auf der Heimfahrt gemacht, einfach ein WAHNSINN wie schön es dort ist.

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Auch sei erwähnt das ich an diesem Tag  aber eigentlich garnicht der "Tagessieger" war denn während meiner Auffahrt war da so ein komischer Typ mit einem Giant, und so schwer es mir fällt  *seufz*...der Typ war schneller als ich, der ist mir doch tatsächlich....davongefahren (ich schreibs kleiner damits die alten Leser nicht sehen können und unsere Gruppe bestand jo hauptsächlich aus alten Säcken *hrhrhr*)) Auch sollte erwähnt werden das es einen Bergläufer gab der sichs angetan hat da raufzulaufen-Hut ab...

Der Tag 5 war ebenfalls ein Hammertag,wir fuhren in der Früh von unserer Unterkunft in St.Michel-de-Maurienne  500m bergab um dann direkt in den Telegraf zu stechen. Ein sehr schöner Berg, echt nett zu fahren, nicht zu steil...bewaldet...einfach super zu fahren und genau das Richtige zum "warm werden" wobei ich überzeugt bin das der Messias wohl mindestens einen 150km Berg gebraucht hätt um seine Maschine auf Touren zu bringen,dies war aber nicht der Fall und so kann sich jeder denken wie es am Gipfel in Bezug auf die Reihenfolge ausgesehen hat.... aber das ist wieder ein anderes Thema.

Oben am Telegraf gehts dann in einer schönen Abfahrt in den Ort Valloire und von dort weg wurde es dann, wie soll ich sagen....."zach"...windig...kühler härter,brutaler,"gschissener"....die Auffahrt auf den Col du Galibier (2645 m) wurde zu einer ECHTEN Herausforderung...der Wind war teilweise so extrem das es hart war nicht die Nerven weg und das Rad in den Abgrund zu schmeissen. Aber gut...der Berg ist einfach einer DER Tour Berge...auch fuhr ich dieses Ding 2007 von der anderen Seite und so haben wir uns raufgekämpft.Oben hat es dann schon leicht geregnet und es war saukalt darum hab ich dann nichtmehr auf alle gewartet und bin wieder abgefahren....in Valloire hats dann extrem zu schütten begonnen und wir haben uns in einer Kneipe alle wieder getroffen und gewartet bis das Wetter besser wurde. Der Wirt wollte uns dann noch bescheissen und danach gings entspannt wieder Richtung Unterkunft.

Entspannt? Lasst uns mal über Lacki reden...ich fahr da also ganz entspannt (wobei wir wissen das ich das eigentlich jo nicht kann, ich kann nicht entspannt oder locker fahren) den Telegraf runter und was muss ich sehen? Lacki...der grad aus dem Graben klettert...nach einem Sturz. Zum Glück ist ihm nichts passiert und auch das Rad hat überlebt und so sind wir dann weiter heimwärts gerollt.

Der Tag war echt extrem hart, Bilder gibts auch nicht viele da wir uns sofort getrennt haben und auch am Berg nicht zusammengewartet haben. Hier also die paar Bilder die ich von dem Tag hab. Die Bilder rechts und unten wurden beiden wieder von einem Profi gemacht der am Straßenrand steht, alle ablichtet und die Bilder dann übers Netz anbietet.

 


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Tag 6 war wettertechnisch auch eher nicht sonderlich "nett" (und wir wissen alle: "nett" ist der kleine Bruder von "scheisse") und so sind wir einen kleinen Berg in der Nähe unserer Unterkunft befahren,der hat sich dann etwas überraschend doch ordentlich aufgebaut. An dem Tag waren auch nicht alle mit dem Rad unterwegs, unser "Pilot" (Sturzpilot) Lacki zb. leckte zu Hause seine Wunden bzw. ertränkte den Schmerz in und mit Bier. Wer da an dem Tag genau mitwar radfahren und wer "owizaht" hat weiss ich nichtmehr so genau. Am Abend hat der extra von uns eingeflogene Koch "Neste" (wir wissen wie wichtig es ist das man seinen LEIBKOCH dabei hat wenn man als Profi auf Reisen geht ;-)) "weil des mocht da Paco a so" für uns gekocht und es wurde gefressen und gesoffen das es eine Freude war. Und ja es wurde GEFRESSEN,schauts euch die Bilder vom Wilfried am "Trog" an dann werdet ihr meine rauhe Ausdrucksweise auch verstehen.

Auf den Bildern kann man auch unsere Selbstversorgerhütten sehen. Ich bin übrigens immer wieder verwundert was Männer so alles können, würd man MICH mit div Nahrungsmitteln allein in soeine Hütte sperren-ich würde verrecken..aber diese alten Säcke können nicht nur saufen und radfahren, die können auch noch kochen. Auch dafür habe ich eine Theorie: es scheint so zu sein das Frauen/Freundinnen in meinem Alter noch nett und lieb sind zu den Männern und für die auch kochen, ich vermute das es später (nach der Hochzeit) so ist das sich der Mann brausen gehen kann und wenn er Hunger hat in der Lage sein muss sich selber zu versorgen. Augrund dieses Theorie hob i auch beschlossen so schnell nicht zu heiraten. Nun aber zu den Fotos.

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Tag 7 sollte uns wieder auf ein besonderer Berg bringen. Der Col de I'Iseran sollte bezwungen werden. Er ist mit einer Höhe von 2770m  der höchste überfahrbare Pass der Alpen. Einzig der von uns im Jahr 2007 befahrene Col de la Bonette ist noch höher wobei dieser aber nicht "zählt" (das hat mir "Wiki" verraten,wobei....wer da mal raufgefahren ist wird mich schlagen wollen wenn er lesen muss das der Berg "nicht zählt" *g* ) da dort der höchste Punkt über eine Zusatzschleife führt die nicht zum Pass "gezählt" wird)  Somit habe ich aber die zwei höchsten befahrbaren Pässe der Alpen mit dem Rad bezwungen und das find ich scho irgendwie geil. Bei unserem Tour Urlaub 2007 sind wir den Iseran nur mit dem Auto überfahren, diesmal war er mit dem Rad an der Reihe.

Auch an diesem Tag teilten wir uns in zwei Gruppen. Eine Gruppe fuhr direkt von der Unterkunft mit dem Rad zum Berg, die zweite Gruppe fuhr mit dem Auto zum Fuße des Berges und nahm von dort den "Hügel" in Angriff. Schon bei der Anfahrt zum Berg, einer so hatten wir ausgemacht, "gemütlichen gemeinsamen Anfahrt" hat sich der Messias wieder hervorgetan. Diesmal mit einer ganz besonders fiesen und ausgeklügelten Taktik (da hat man den alten Profi erkennen können).  In einer Ortschaft überfuhr er konsequent jede rote Ampel und hat uns auf diese Weise abgehängt denn wir sind brav stehengeblieben. Oben am Berg meinte er dann er verstehe nicht wieso wir bei roten Ampeln stehenbleiben....ich denk diese Frage kann ich unkommentiert stehen lassen, es soll aber erwähnt werden das der sogar den Führerschein besitzt...glaub ich zumindest.....

Najo, auf jeden Fall hatte ich so das Vergnügen ohne direkten Mitstreiter in den Berg zu stechen. An diesem Tag war ich echt sehr gut drauf und bin bis oben ein super Tempo gefahren, zum Ende hätt ich den Messias sogar noch fast eingeholt,ein paar Sekunden haben gefehlt. Ich denk ich werd so 10min schneller oben gewesen sein als der Exprofi in der Runde (so Erichs Schätzung). Der Berg ist übrigens  wunderbar zu fahren, echt geile Landschaft, schöner Berg, schöne Aussicht-einfach ein Wahnsinn.An diesem Tag haben wir knapp 140km zurückgelegt und bei der Heimfahrt lagen die Nerven blank. Der Profi unter uns hat bei den Abfahrten extrem versagt, ist gefahren wie ein Anfänger, ohne Rücksicht auf die Gruppe,mit eingebauten "Schwenkern" und ohne irgendwelche Löcher anzuzeigen (ich hatte jo "Frust" als Grund für sein Fehlverhalten im Verdacht) . Lustig war dann aber das unser Messias trotzdem er am Berg langsam war völlig am Ende war und unser Franz  den Mann in Grund und Boden gefahren ist als die beiden in Reihe 1 unterwegs waren und dann auch noch komplett die Nerven weggeworfen hat als Peter,in dem Moment wo Franz ihn zerstört hatte  meinte das Franz "gefährlich fahre"...najooo..mehr brauchst nimmer...wir alle haben danach gelernt: "der brave Franz kann auch böse werden"  und vor allem: der Franz merkt sich sowas...er hat sich noch den ganzen Tag drüber aufgeregt *ggggggggggggggg* ich fand das aber richtig geil und irgendwie glaub ich das er sich sogar heute noch darüber aufregt..zb wenn er das hier liest...."gö Franz...da warst etwas geladen.....

Witzig wars auch als Franz am Abend kurz erwähnt das man in Kärnten nicht behauptet als erster am Berg gewesen zu sein wenn man nicht gleichzeitig weggefahren ist. Ich kann also wohl ohne Übertreibung behaupten das Franz und Peter in dieser Woche echt dicke Freund wurden, so wie auch Peter und ich...Peter und Erich, Peter und....., Peter und....., Peter und......, Peter und....

Auch an diesem Tag kamen alle heil oben an, auch die Abfahrt wurde überlebt, ,an dieser Stelle möchte ich auch erwähnen das alle die ganze Woche brav gefahren sind, keiner hat irgendwann aufgegeben, jeder ist das gefahren wozu er in der Lage war (nur Lacki hat bergab eben einmal übertrieben-wie nicht anders zu erwarten...diese WILDSAU) und vielleicht ein bissl drüber, keiner ging total unter. Trotz großer Gruppe gabs nie ein Problem bei den gemeinsamen Ausfahrten.

Hier nun aber die Bilder vom letzten Tag, von der Auffahrt zum Iseran. Am Colnaago übrigens der Mann der so alt ist wie Wilfried aussieht: Sie nannten in übrigens "Priese"

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So war das also-2009 bei der Tour de France. Es war witzig,es war hart, trotz der unterschiedlichen Leistungen der Fahrer gabs nie irgendwelche Probleme. Es gab keine echten Verletzungen, keine Autopannen, keine Skandale.....

Zum Schluß mal wieder ein Dankeschön an Erich für die TOP Organisation. "Prost und danke". (übrigens: das da unten ist  der Lacki beim saufen,irgendwie verdächtig das genau ER den Sturz hatte,ob das nun daran liegt das er zuviel oder zu wenig gesoffen hat trau i mich nicht beurteilen