Specialized Tarmac S-Works

Veröffentlicht in meine Bikes

Fürs Jahr 2013 wars mal wieder an der Zeit ein neues "Hauptrennradl" zu besorgen. Da ich elektronisch schalten wollte musste das Scott Addict in den wohlverdienten Ruhestand abtreten (ebay). Leider erwies sich die Auswahl eines passenden Rahmens als nicht ganz so einfach wie gedacht, es gibt viele Rahmen aber nur sehr sehr wenige die perfekt sind.
 
Wünsche an den "Neuen" waren:
  • Maximales Gewicht Rahmenset (Rahmen+Gabel+Steuersatz): 1350gr
  • Kompatibilität zu elektronischen Schaltungen (Campa EPS sollte verbaut werden)
  • keine integrierte Sattelstütze (auch keine kurzen int. Stützen,ich wollte eine Standardstütze) oder "besondere" Sattelklemmungen
  • keine "Sonderlösungen" die mich in Bezug auf Zubehör an einen Hersteller binden (zb Look)
  • die Geometrie sollte der des Scott Addicts ähnlich sein
In die engere Auswahl kamen Trek mit dem Mandone, Scott-weil ich mit meinem R2 total happy war und Cannondale weil Peter Denk für die Super Six Evo verantwortlich ist und der Mensch schon bei Scott richtig geile Rahmen entwickelt hat.

Dann gings ans einlesen und abchecken der Modelle. Trek fiel sofort weg denn bei genauerem hinschauen kam mir das Grauen als ich sah das man fürs neue Trek den neuen Bremsenstandard verwenden musste und außerdem die Hinterradbremse an den Kettenstreben montiert ist, absolut wartungsunfreundlich und somit uninteressant. Weiters hat das Trek eine int. Sattelstütze in Kurzversion. Weiter gings bei Scott. Foil soll der Nachfolger der Addict Rahmen sein....der Foil Rahmen ist ein "Aero" Rahmen (absolut lächerlich) ....schaut scheisse aus, ist scheisse lackiert, die Gabel ist schwerer als die alte Gabel und im Internet kann man nachlesen das die integrierte Sattelklemmung nicht ordentlich hält. Die Farben der Scott-Rahmen sind einfach ein Wahnsinn, keine Firma baut so langweilig lackierte Toprahmen wie Scott. Auch interessant war Storck-ich muss aber ehrlich sagen das ich mich entschieden hab mir kein sauteures Radl zu kaufen das den Namens eines "Zuckerls" trägt. Auch die Gabel die bei Storck verwendet wird passt optisch nichtmal ansatzweise aufs Rad und Preis/Leistung (gerade in Bezug aufs Gewicht) war auch schlecht. Canyon fiel auch weg,  erstens wegen der Lieferzeit des neuen Rahmens die "etwas grenzwertig" war,außerdem ist auch bei Canyon das Rahmenset das man kaufen kann NICHT EPS tauglich, nur die Kompletträder gibts in EPS Ausführung, ein Komplettrad kam aber nicht in Frage. (das selbe gilt übrigens für Specialized - sehr tükisch und in meinem Fall wusste nichtmal der Speci Händler das es zwar EPS Räder gibt aber keine EPS tuaglichen Rahmen als Rahmenset zu kaufen sind-was noch für viel Ärger sorgen sollte)

Also blieb noch Cannondale mit dem Cannondale Super Six Evo / Modell 2013, hier kam dann auch Oberhammer. TOP Farbe, TOP "Papierwerte" in Bezug aufs Gewicht, TOP Testergebnisse der Super Six Evos aus dem Jahr 2012 und außerdem Standardsattelstützen + Standardklemmung über Schelle, außerdem Shimano Di2 tauglich. Tjo und das ist der Punkt. Di2 tauglich und NICHT Campa EPS tauglich da ein Loch im Rahmen fehlt. Geiler Vorschlag aus dem Cannondale Servicecenter/Holland: ich könne selber ein Loch an gewünschter Stelle in den Rahmen bohren-die Garantie würde dann halt verfallen...äh jo genau..i kauf mir nen Rahmen um 3300€ und bohr mir selber ein Loch in den Rahmen und verzichte auf die Garantie.....oft fragt man sich echt welche Spinner bei div. Herstellern arbeiten.

So kam ich dann durch einen Hinweis der Firma Delta Bike auf Specialized. Der Rahmen sollte laut denen knapp unter 1350 im Rahmenset bei Größe 56 wiegen, er verfügt über eine Standardstütze und Standardklemmschelle für die Stütze, sollte laut Händler Di2, Campa EPS UND auch für mechanische Schaltungen einsetzbar sein und Oberrohr sowie Steuerrohr und Sattelrohr haben fast zu 100% die selben Abmessungen wie bei meinem Addict (wichtig da mein Rücken Probleme macht und alles genau "passen" muss damit ich schmerzfrei fahren kann). Schön ausschauen tut er auch,zumindest seh ich das so, sonst gibts auch keine "Spezialitäten" die irgendwelche Nachteile mitsich bringen. In Tests wurde der Rahmen auch immer als Spitzeprodukt bewertet und so kann man sagen das dieses Ding am Papier perfekt ausschaute (am Papier, denn gesehen hab ich ihn nicht vor dem Kauf - also ein Kauf mir  bissl  Restrisiko). Specialized war mir bisher eher unsymphatisch und ich habs bisher auch noch nie in Betracht gezogen mir von denen etwas zu kaufen-obwohl ich eigentlich nichtmal sagen kann wieso das bisher so war denn eigentlich sind Räder von denen in allen Disziplinen des Radsports "vorne" dabei. Najo...neues Jahr-neue Radmarke.............

Geworden ists dann also der Specialized Tarmac S-Works SL4 OSBB ( Jg. 2013) in Rahmenhöhe 56 in schwarz/carbon matt mit weißer Schrift.Das Ding kam am 17.01.2013 bei mir an und wurde gleich mal ausgepackt, abgewogen und begutachtet *g*.  Der Lieferumfang ist wirklich umfangreich ,folgende Teile waren im Rahmenset enthalten:
  • Rahmen Specialized Tarmac S-Works SL4 OSBB ( Jg. 2013) (Gewicht inkl. Linern zum Einziehen der Label / exkl.  Innenlagern und Schalen: 877gr.)
  • Gabel Specialized (Gabelschaft gekürzt: 314gr.)
  • Ceramic Innenlager + Plastik Lagersitze
  • Sattelstütze Specialized "s-works" FACT Carbon
  • Specialized Sattelklemme
  • Specialized Aheadkappe + Schraube
  • Steuersatz bestehend aus 2 Lagern, einem Klemmteil und einer Abdeckkappe aus Carbon
  • Expander für Carbonschaft
  • 3 Spacer / Carbon / 2*0,5 cm+ 1*1cm
  • Tretlagerkabelführung für mechanische Schaltung
  • Tretlagerkabelführung für Shimano Di2 Schaltung+Akkumontagehalterung
  • Rahmenschutzbügel (für Umwerfermontage)
  • 4 Stück "S-Works" Aluschrauben
  • Tretlagerdistanzhülsen (2 Stück)
  • Tretlagerbeilagscheibe zur Justage der Kettenlinie
  • 2 Stück "Jagwire" Justageschrauben für mech. Schaltzüge
  • Rahmenanschläge um Bremsbowden hinten nicht "durchgehend" machen zu müssen (super Idee)
  • 4 Kabelendhülsen
  • Beilagescheibe für Bremsenmontage vorne
Also wohl echt fast alles dabei was man brauchen kann. Manko in Bezug auf den Lieferumfang: es ist KEIN passendes Teil dabei um den Campa EPS Akku zu montieren, doch dazu später mehr denn was ich noch erleben sollte ist durchaus erzählenswert und nach diesem Erlebnis war mir auch klar wieso kein Teil zur Montage für den Akku dabei war, auch war mir bald klar wieso ich noch bei niemanden eine Campa EPS gesehen habe.

Was mir am Rahmen echt gefällt ist mal die Möglichkeit mechanisch ODER ekektronische Komponenten zu fahren, man kann den Rahmen mit dem Zubehör wie gewünscht umrüsten. Hier hat mans bei Specialized besonders schlau gemacht was die Zugverlegung der elekt. Leitungen angeht denn die Leitungen laufen nicht innerhalb des Tretlagers an der Innenlagerwelle vorbei sondern um das geschlossene Tretlager (in dem die WKurbelwelle sich jo dreht) herum und können so auch nicht durch die sich drehende Achse der Kurbelwelle beschädigt werden. Etwas schwierig beim montieren zwar, hat mans aber mal eingefädelt ist klar wieso die das so gemacht haben. Eigentlich seltsam das da bisher noch niemand draufkam. Da keine Verbindungsöffnungen im Tretlagerbereich zu finden ist lassen sich die Kabel aber nur etwas mühsam verlegen. Auch dazu später mehr.

Ebenfalls lässig und leider nichtmehr selbstverständlich: man kann die hintere Bremszugaußenhülle ganz durchgehend machen oder über Rahmenanschläge im Rahmen unterbrochen laufen lassen was doch fast immer für einen viel besseren Druckpunkt an der Hinterbremse sorgt (kurze Außenhüllen=weniger Stauchung beim Bremsen). Dies wird durch die Lieferung von zwei Zuganschlagstücke realisiert die man in die Öffnungen des Rahmens stecken kann (unterbrochene Hülle) oder einfach weglässt (durchgehende Hülle). Der Rahmen selber ist in mattschwarz mit weißer "s-works" Schrift gehalten, muss man mögen, mir gefällts extrem. Das Steuerrohr ist in den Bereichen wo Oberrohr und Unterrohr ans Steuerrohr andocken extrem fett, in der Mitte ist es etwas dünner als oben und unten-schaut witzig und irgendwie "anders" aus. Das Unterrohr hat einen Durchmesser von 6.6cm Durchmesser, das Steuerrohr hat an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 5,6cm. Wieso nun also in Tests immer zu lesen ist daß der Rahmen steif wäre wundert mich nichtmehr. Und ja ich kann auf Rahmenkonfort verzichten.
 
Zum Rahmengewicht: exkl. Lagern wiegt das Teil in Größe 56 selbstgewogene 877 Gramm, die Lager inkl. "OSBB" Lagerschalen (übrigens Ceramiclager serienmäßig) wiegen im Paar 58 Gramm. Im Jahr 2013 ist das sicher kein Spitzenwert sondern bestenfalls "ok" das muss man ehrlich sagen. Cannondale, Canyon, Simplon und Trek sind leichter und teileweise auch billiger. Auch weil zb. bei Dingen wie dem Umwerferanlötsockel klar zu sehen ist das Specialized mehr Material verbaut ist als zb beim Scott Addict Rahmen bin ich aber trotzdem zufrieden-der Rahmen wirkt stabil, nix erweckt den Eindruck das zu wenig Material verbaut ist, nix "wabbelt" rum, alles wirkt echt massiv. Auch ist für Campas EPS Schaltungen ein stabiler Anlötsockel wichtig, Campa bietet sogar eine Verstärkung für den Umwerfer an, über diese Verstärkung die sich am Rahmen abstützen soll sollte das System dann stabilisiert werden. Der Motor drückt drückt schon ordentlich an, darum legt Campa hier wohl viel Wert auf Stabilität. In diesem Fall fällt das aber flach weil der Anlötsockel ECHT massiv ausgeführt ist.
 
Zu den folgenden Bildern:
Bild 7 zeigt einen der Zuganschläge für den Bremszug, baut man den ein hat man eine unterbrochene Außenhülle, lässt man ihn weg kann man eine durchgehende Außenhülle verbauen, Bild 8 zeigt das mitgelieferte Zuebehör. Bild 10,11 und 12 zeigen die in eine Plastiklagerschale eingelegten Lager die sich spielend demontieren lassen. So das auch lange hält - eine perfekte Lösung.
  
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Die Gabel passt perfekt ins Erscheinungsbild, sieht man sich da andere Hersteller an (Beispiel: Storck) erkennt man das dies nicht immer selbstverständlich ist (Stichwort "Zukaufgabeln" die nicht aufs Steuerrohr abgestimmt sind). Das Gabelgewicht bei Gabelschaftlänge 23cm liegt bei 314 Gramm was eigentlich recht gut ist. Der Steuersatz zeichnet sich dadurch aus das unten ein großes und oben ein normales 1 1/8" Lager verwendet wird, der Aufbau des Steuersatzes ist einfach, komisch das nicht alle Steuersätze so einfach sind. Unten gibts NUR das Lager reinzulegen, oben legt man das obere Lager rein, den Klemmteil darüber und dann noch die Carbon Abdeckkappe und das wars. Vier Teile.....so einfach könnte die Welt sein.

Soweit schaute also alles gut aus. Doch als ich genau schaute kam mir das Grauen. Es stellte sich heraus das der Rahmen nämlich NICHT Campa EPS tauglich ist da das Loch zwischen den Flaschenhaltern nicht groß genug ist um die 3 Campa Kabel durchzufädeln (bei Shimano gibts hier nur ein Kabel) und das sich das Schaltwerkskabel nicht in die Kettenstrebe fädeln lässt weil auch hier der Lochdurchmesser zu klein ist. Auch ist der Auslaß für die Kabel im Bereich des Steuerrohres zu klein. Da Shimanos elekt. System komplett anders aufgebaut ist reicht hier die Lochgröße, für EPS reichts leider nicht - was leider auch der Händler nicht wusste.

Also Frust denn der Fachhändler hat mich mit einer Falschinfo "beliefert", er schrieb mir in einem Mail der Rahmen wäre Di2 UND EPS tauglich. Besonders ärgerlich weil Specialized jo SOOO Wert auf den Fachhandel legt und deren Produkte oft nichtmal per Webshop bestellbar sind. Und wer so arbeitet sollte dann aber auch wirklich BESTENS informierte Händler "auffahren" können oder zumindest auf der Webseite leicht auffindbare Infos zur Verfügung stellen. Bevor ich übrigens bemerkt hatte das der Rahmen NICHT EPS tauglich ist hab ich schon den Gabelschaft gekürzt. Zurückgeben wär also wohl eher schwierig gewesen-was wohl aber sicher geklappt hätte da ich das Mail vom Händler mit der falschen Info aufbewahrt habe. Also Frust FRUST FRUST FRUST. Nach langem Überlegen und dem Lesen div. Homepages kam ich auf Tonys Cycling Blog. Er hatte genau das selbe Problem mit einem Specialized Venge und hat eine Anleitung über seinen Einbau verfasst. Das hat mich dann motiviert *g*

Lösung: Loch zwischen den Flaschenhaltern größer machen und das Loch an der Kettenstrebe ebenfalls erweitern damit die EPS Stecker reingeschoben werden können. Es kostet echt Überwindung Bohrer und Feile zu nehmen und loszulegen aber gut-es musste sein. Das Loch zwischen den FH hab ich mal von ca 8mm Originalgröße auf ca. 10mm erweitert  (Campa fordert  12mm-mit 10mm gehts aber auch). Dann gehen die Kabel "grad so" durch, mit etwas rütteln, schräg einschieben und beten. Danach hab ich mir einer kleinen Feile das Loch in der Kettenstrebe vergrößert, da hat nicht viel gefehlt-so ca 1mm. Den Kabelauslaß im Steuerrohrbereich hab ich mit einem Metallbohrer "bearbeitet",  hier haben ca. 3mm gefehlt. Also es "geht", es ist aber ZUM KOTZEN. Es sei erwähnt das der Händler bei Specialized nachgefragt hat und ich von der Firma die "Erlaubnis" erhalten habe die Löcher auf die nötige Größe zu erweitern und das mir schriftlich versichert wurde das die Garantie dadurch nicht verfallen werde. Für angehende EPS Fahrer gilts, eines WIRKLICH zu beachten: nur weil eine Radmarke EPS Kompletträder verkauft heisst das noch lange nicht das die käuflich erwerbbaren Rahmensets auch EPS tauglich sind, Specialized und Canyon zeigen das diese Annahme eben falsch ist. Darum: INFORMIEREN INFORMIEREN INFORMIEREN. Viele verkaufen EPS Kompletträder, Einzelrahmen werden aber NUR als Di2 tauglich verkauft und wo "Di2 tauglich" draufsteht ist nicht automatisch "EPS Tauglichkeit drinnen". Ich hab übrigens bei Campa bzgl einer Rahmenkompatibilitätsliste angefragt, Antwort habe ich nie erhalten. Ärgerlich und nicht sonderlich professionell - grad deswegen auch echt ärgerlich weils wohl nicht sooviele EPS Käufer geben wird und die Gewillten sollte man schon "beachten" bei Campa sonst wirds nix mit dem System.

Das Einfädeln der Kabel war übrigens nicht ganz einfach, ich hab dafür locker 3 Stunden gebraucht. Das Problem ist, die "Fädelliner" die mit dem Rahmen kommen in die richtigen Löcher zu bringen, im Auslieferungszustand stecken die Dinger so wie sie für mech. Schaltungen nötig sind. Also alles ausfädeln und bei null beginnen. Nächstes Problem: befestigt man die Campa Kabel an den Fädelnlinern mit Iso Band wird der ganze "Aufbau" zu breit und man bekommt die Stecker wieder nicht durch die Löcher. Von Campa gibts eine käufliche Lösung in Form eines "Magnetstabes" der mit einem Gegenstück zu den Stecker versehen ist, gut zu sehen in div. Videos auf der Campa Homepage. Das Teil kostet aber ein kleines Vermögen.
Lösung ohne den Campa "Fädelstab": man fädelt die "Fädelliner" ein wie für EPS nötig, an diese befestigt man einen dünnen Wollfaden (Idee von Petra-danke dafür) und zieht dann den Liner raus. Nun hat man nur noch den dünnen Wollfaden im Rahmen den man nun mit Isoband auf den Steckern befestigt. Der Wollfaden trägt nicht so dick  auf, so lassen sich die Stecker mitsamt dem Wollfaden durch die Löcher ziehen. Der "Aufbau" schaut aus wie folgt, die folgenden Bilder zeigen auch mal das Flaschenhalterlocher und das Loch in der Kettenstrebe vor und nach meiner "Bearbeitung".

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Meine Vorgehensweise beim Fädeln der Campa Kabel:

  • zuerst Liner vom Flaschenhalterloch zum Kabelauslaß Nähe Steuerrohr (für rotes Hauptkabel vom Akku zum Interface)
    • man kann übers Steuerrohr in das Unterrohr greifen und dort die Öffnung spüren was das fädeln und "rausfangen" des Kabels einfacher macht)
    • vorher das Loch mit einem Bohrer etwas erweitern
  • dann Liner vom Flaschenhalterloch nach unten zum Kabelauslaß (für gelbes und grünes Kabel die das Schaltwerk und den Umwerfer versorgen)
  • dann Liner vom Kabelführungsloch des Umwerfers nach unten zum Kabelauslaß am Rahmen (für gelbes Campa Kabel)
  • danach von der Kettenstrebe Richtung Innenlager und unten im Tretlagerbereich wieder raus (für grünes Campa Kabel)
    • dazu Rahmen auf das Sattelrohr stellen
    • Liner versuchen so zu drehen das er nicht unten am Tretlagergehäuse rauskommt, das "auf den Kopf" stellen hilft-die Schwerkraft sorgt normalerweise dafür das der Liner richtig "fällt" und nicht unten an der Kettenstrebe entlangläuft und dann auch unten rausschaut
    • den Liner also durch die Kettenstrebe schieben bis er im Unterrohr zu sehen ist (Taschenlampe zum reinschauen ist ratsam) und dann mit irgendeiner Klemme "einfangen" und unten an der Rahmenöffnung rausziehen
  • nun an die Liner die Wollfäden anbinden, die Liner ausziehen und somit die Wollfäden einziehen
  • nun an die Wollfäden die Stecker mit Isoband befestigen und alles durchziehen, MIT GEFÜHL sonst wird das nix

Links zu sehen: die von Specialized vorgeschlagene Kabelführung - ausgerichtet ist diese Abbildung allerdings auf Di2.

Man kann hier schon sehen das die Kabel NICHT durch den Innenlager/Wellenbereich laufen sondern außen herum. TOP Lösung da die Kabel nicht an der Tretlagerwelle streifen können. Das Kabel vom Schaltwerk zum unteren Kabelauslass lässt sich am besten fädeln wenn man den Rahmen auf den Kopf stellt, dann sinkt der Liner nicht nach unten ab und kommt dadurch nicht in das Rohr das für die mech. Schaltung vorgesehen ist. Steht der Rahmen am Kopf und schiebt man den Liner gerade durch,dann kommt er irgendwann im Unterrohr an, dort zieht man ihn dann einfach mit einer Haken/einer Kralle/Klemme unten heraus. Klappt eigentlich besser als es man nach Durchsicht der Abbildung vermuten würde.

Die Stecker und Kabel der EPS wirken sehr zerbrechlich, man sollte also ECHT mit Gefühl arbeiten und wenns nicht geht einfach wieder am Kabel ein wenig zurückziehen, leicht rütteln um dann wieder am Wollfaden nach vorne zu ziehen.Es geht mit Zeit und Geduld wirklich, auch wenn mans anfangs fast nicht glauben kann. Hier nun ein paar Bilder meiner Installation und meiner "Zughilfen". Am Ende ist ein Kabelbinder zu sehen der um ein Kabel geführt ist. Dies hat den Sinn das ich das Kabel, wenn ichs mal wieder rausziehen muss, auch erwischen kann. Einfach am Kabelbinder ziehen bis das Kabel aus dem Rohr kommt. Der Kabelbinder wird mit der Abdeckkappe des Rahmens mitgeschraubt und kann so nicht ebenfalls im Rohr verschwinden. Sollte jemand glauben der Vorteil von elektronischen Schaltungen wäre das einfachere verlegen der Kabel - bitte schnell wieder vergessen. Mech. Züge verlegt man in einem Drittel der Zeit.

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Somit war der Rahmen mal "präpariert" und es konnte mit dem Gabeleinbau weitergehen. Fazit Rahmen: schön, teilweise echt clevere Lösungen, alles wirkt extrem stabil. Fettes Minus für die Informationspolitik von Specialized bzgl. der nicht vorhandenen Kompatibilität zu Camps EPS und "leichtes" Minus für das Gewicht des Rahmens welches  für das Jahr 2013 (und in Anbetracht des Rahmenpreises) doch etwas zu hoch. Aktuell sind für Toprahmen Gewichte im Bereich 700-800gr. das Maß der Dinge.

Für die Montage der Gabel habe ich einen Expander von "Carbon Ti" verwendet, genauer gesagt das Modell "Carbon Ti Expander-X-Plug". Geniales und vor allem einfaches Teil das sich ohne Probleme einbauen lässt und das man auch RICHTIG anschrauben kann, dies ist zb. beim "Tune GumGum" oft ein Problem-abhängig vom Gabelschaftdurchmesser. Über den Gabelschaft sind zwei goldene Spacer vom Typ "Pop Parts of Passion Alu", ein Stück 5mm+1 Stück 1cm, gesteckt. Der Vorbau von Syntace, Modell "Syntace F109", wird mit einer Carbon Abdeckkappe und einer goldenen Aluschraube von Carbon Ti verschraubt, Modell "Carbon Ti X-Cap". Wie seit locker 10 Jahren verwende ich einen Syntace Vorbau, das Modell F109 verfügt übrigens standardmäßig über Titanschrauben. Gewicht, Preis und Ausstattung (Titanschrauben) passen, auch passt der Vorbau sehr gut zum Rest vom Rad weil er am Rohr  sehr dick ist. Mit einem Gewicht von 123gr. ist der Vorbau auch leichter als viele sehr teure Carbonvorbauten. Ebenfalls von Syntace kommt der 200gr. leichte Carbon Lenker vom Typ "Syntace RaceLite". Diesen verwende ich nun schon seit 2009 und hab mit dem Teil in dieser Zeit nie irgendwelche Probleme gehabt. Aussehen tun diese Teile wie folgt.

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Der zweite große und erwähnenswerte Bereich an dem Rad ist die elektronische Schaltung aus der "Campagnolo Super Record EPS" Gruppe. Es sei erwähnt das wir hier von Schalthebeln, Umwerfer, Schaltwerk sowie einer Steuereinheit, einer Controllereinheit und div Kabel, einem Zahnkranz und Befestigungsmaterialen sowie einem Ladegerät reden. Also eigentlich echt wenig "Zeug". Preis: 2200€ Liste. Also soviel wie normal ein ganzes Rad kostet.

Und wenn man das Zeug dann auspackt und sieht das die Kabel mit Kabelbindern so fest zusammengebunden sind das bereits im Neuzustand Abdrücke in den Kabelhüllen zu finden sind wirds gleich ungut, also nach dem Rahmen gleich die Überraschung Nr. 2. Das an der Akkueinheit auch die Kabel nicht 100% sauber vergossen sind trägt ebenfalls eher dazu bei sich Gedanken über Preis/Leistung und Qualität zu machen als sich über das Produkt zu freuen. Die beiden Ärgernisse sehen aus wie unten gezeigt.

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Also irgendwie ist bei dem Rad der "Hund" drinnen, ich hoffe aber das dafür alles umso besser funktioniert und hält wenns fertig gebaut ist. Ich hab übrigens beide Macken beim Händler reklamiert mit dem Hinweis das ich mir die Trümmer behalten werde, im Falle eines Problems aber dann auf Basis der 2 jährigens Gewährleistung einen Austausch/eine Reparatur erwarte so es nötig werden sollte. Wichtig: sowas muss man gleich melden denn nach 6 Monaten kommts zu einer Beweislastumkehr bei Gewährleistung und dann wirds für den Käufer schwierig.
 
Wieso aber nun eigentlich die elektronische Schaltung? Was ich mir davon erwarte ist schnell aufgezählt. Gleichbleibende Schaltqualität über das ganze Jahr, ich gehe davon aus das dies auch machbar ist da es jo keine Längung / Stauchung bei Schaltkabeln und Bowden gibt. Außerdem erwarte ich mir "Wetterunempflindlichkeit" da Wasser/Schmutz den Zügen nichts anhaben kann. Ob das auch so ist, das Gesamtssystem also WIRKLICH wasserdicht ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Ich hab mir EPS also nicht wegen Gewichtsvorteilen gekauft oder wegen der Optik (die eher fragwürdig ist - zumindest in Bezug auf den Akku *g*) sondern aus funktionellen Gründen. Mal schauen, ich werde berichten :-)

Die Kabelverlegung war schon mal sehr mühsam, viel mühsamer als das Verlegen von Standardzügen. Das Einstellen des Systems ist ebenfalls mühsam, zumindest beim ersten Mal. Ich hab aber trotz lesens nur ca. 30 Minuten gebraucht, dabei musste ich aber auch die Zero Settings ändern da der Umwerfer nicht in der Lage war die Kette aufs große Blatt zu befördern. War aber kein Problem, zuerst die ZeroSettings, dann die RiderSettings zweimal justiert und das wars dann. Die RiderSettings lassen sich übrigens auch während der Fahrt verstellen. Man kann sagen die ZeroSettings entsprechen der grundlegenden Positionierung des Schaltkabels beim normalen System, die RiderSettings entsprechen dem drehen an den Schrauben für die Seilspannung.

Ein großer Nachteil an EPS ist sicher der Umstand das kein Händler vor Ort irgendwas für die EPS auf Lager hat, also alles bestellt werden muss wenn mal was eingeht. Auch habe ich bemerkt das sich weder Rahmenhersteller ordentlich damit beschäftigt haben was EPS braucht, noch das Händler ausreichend informiert sind. Fazit: man steht alleine da denn auch Campas Support ist nicht vorhanden. Auf Mails mit Anfragen bzgl Rahmenkompatibilität kam keine einzige Antwort und ja die Mails waren auf englisch. Also irgendwie scheint keiner mit dem System was anfangen zu können, nichtmal Campa will irgendwas sazu sagen :-( unschön...

Hilfreiche Anleitungen gibts aber auf der Homepage von Campa zu finden, auch Videoanleitungen-das find ich ganz gut gemacht. Siehe http://eps.campagnolo.com/de. Wenn ihr rausfinden möchtet ob euer Wunschrahmen EPS tauglich ist bleibt euch wohl ein Blick hier rein nicht erspart und macht NICHT den selben Fehler wie ich und glaubt eurem Händler "blind". IM MOMENT (Mai 2013) sind mal sicher folgende Rahmen (Rahmen, nicht Kompletträder-das ist der springende Punkt) NICHT Campa EPS tauglich: Canyon CF SLX, Specialized Tarmac s-works SL4 und Cannondales Super Six Evo. Ebenfalls wichtig: achtet auf eine massive, stabile Umwerferhalterung, ich glaub es wird einen Grund haben das Campa hier eine eigene "Verstärkung" zum Nachrüsten anbietet die sich am Rahmen abstützen soll.

Das Gesamtsystem "EPS" ist dann aber echt lässig. Der Umwerfer ist leider etwas groß und nicht sonderlich schön, das geile an dem Ding ist aber der Umstand das er über die ControlUnit "mitbekommt" wie das Schaltwerk steht und sollte die Kette zu schief laufen regelt der Umwerfer VOLLAUTOMTISCH (jo echt-man glaubt es kaum) die Position entsprechend nach. Das ist so cool das mans fast nicht glauben kann *g*. Mit 131gr ist der Umwerfer nicht ganz doppelt so schwer wie der normale Super Record Werfer-aber ob dieser geilen Funktion verkraftet man das. Die Montage ist problemlos, einzig die Kabel müssen halt gefädelt werden-siehe oben. Das Schaltwerk wiegt 198gr und schaut fast aus wie ein normales Schaltwerk wobei die Carbonoptik des Schaltwerks echt SUPERGEIL ist, das Ding schaut so lässig aus das gibts jo fast nicht. Der Motor im Schaltwerk trägt auch nicht so auf wie beim Umwerfer,dafür ist der Akku inkl der ControlUnit keine echte Schönheit, nun aber mal ein paar Bilder zur Auflockerung *g*. Auch witzig: das Schaltwerk "überschaltet" auf den unteren Ritzeln automatisch etwas, nach einem Schaltvorgang bewegt sich das Schaltwerk etwas weiter rauf als eigentlich nötig um danach sofort wieder etwas runterzuwandern.

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Etwas mühsam, wie eigentlich immer, war die Montage der Campa ErgoPower Hebel. Man muss die Kabel in den Hebeln anschliessen wozu es am besten wäre 18 Hände zu haben da der Gummi weit, SEEEEEEEEHR weit, zurückgeklappt werden muss. Dies erwies sich als SEHR schwierig da der Gummi extrem eng sitzt-wohl damit das System dann auch wasserfest ist. Auch das Campa für die Schrauben zur Hebelbefestigung Torx verwendet machts mühsam, es ist teilweise echt schwer mit dem Torx "blind" die unter dem Gummi liegende Befestigungsschraube zu treffen. Mit Inbus mit Kugelköpfen war das viel einfacher. Wer hat wieso Torx erfunden - kann mir das jemand erklären? Sind die Hebel mal montiert kann man sich aber freuen denn die elektr. Schalter an den Hebeln wirken echt extrem lässig, antippen, "klick" und schon wird geschaltet. Im "Trockenversuch" wirkt das ganze genial, beim Fahren aber ists unbeschreiblich....das ist ein Komfortgewinn das glaubt man kaum.

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Aktiviert wird das EPS System indem man an der Akkueinheit den kleinen Magnet entfernt, das System schaltet sich dann ein, die  LED am Interface geht kurz an und sollte für ein paar Sekunden grün leuchten (grün=funktionsbereit). Über die Mode Tasten an beiden Hebeln kann man das System, wie oben schon erwähnt, noch in Bezug auf die Schaltwege einstellen, wie das zu machen ist beschreibt Campa auf deren Webseite ganz gut. Das letzte der folgenden Bilder zeigt noch die Verkabelung/Interfacemontage. Ladezeit beträgt ca. 4 Stunden, das Ladegerät zeigt an wenn der Akku voll ist.

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Nun zum Rest der verbauten Teile. Anfangen tu ich gleich mit weiteren Campanolo Teilen und zwar den Laufrädern. Auch auf dem Rad wieder das Selbe wie fast immer: Campagnolo Shamal Ultra in der "Dark Label" Ausführung, toller Name für dunkle anstatt weißer Aufkleber  auf den Felgen-ich find aber man hätt auch die Aufkleber an der Innenseite der Nabe dunkel machen sollen und nicht rot. Kombiniert mit Conti GP Force und Attack Reifen, giftgrünen Latexschläuchen von Michelin (Link zum Thema Latexschläuche und auch ich bilde mir ein zu spüren das Räder mit den Schläuchen besser rollen) und im Rahmen fixiert mit Tune DC14 Carbon Schnellspannern. Am Hinterrad steckt noch eine Campa Super Record Kassette, Ausführung 12-27. Und die Kassette ist auch nicht "irgendwie" am Freilaufkörper montiert sondern wird mit einem goldenen Verschlußring von "Tiso" fixiert. Somit eine recht nette und leichte aber auch, im Vergleich zu Lightweight Rädern, leistbare Laufradkombi.

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Als letzte Komponente zum Thema Antrieb sei hier mal die Kurbel erwähnt: die neue Cannondale Kurbel die auf den Namen "Cannondale SISL2 Hollowgram Spider" (34/50) hört musste es werden-eine Cannondale Kurbel auf'n Speci Radl-dem echten Speci-Fan bereitet das sicher körperliche Schmerzen *g* (und wohl auch dem Cannondale Fan). Bestellt hab ich das Teil Mitte Jänner, erhalten hab ichs dann Mitte Mai - leider aber unvollständig, zuerst kam die Kurbel von Cannondale zum Händler-aber ohne Lager. Nach einer Woche Wartezeit kamen Kurbel+Lager zu mir, leider hat aber das komplette Montagezubehör (Distanzscheiben, Wellenscheibe usw.) gefehlt. Sehr ärgerlich. Also wieder eine Woche auf die Nachlieferung der Montageteile gewartet. Als die dann kamen die nächste ungute Überraschung: Der Abstand des Spacers zum linken Kurbelarm war zu groß, ich konnte keinen Druck auf die Wellenscheibe ausüben und somit die ganze Einheit nicht ordentlich befestigen. Ich nahm also an das man bei DeltaBike den Non Drive Spacer für 73mm Lagergehäusebreite (der schmäler ist) anstelle des Spacers für 68mm Gehäusebreite geschickt hat, also angerufen, extrem sauer die Nachlieferung des richtigen Spacers eingefordert und wieder gewartet-um zu sehen das genau der selbe Spacer wieder kommt. Soll heissen: ich hatte den richtigen Spacer, das div. Abstände trotzdem nicht passten musste also einen anderen Grund haben.

Zuerst vermutete ich ein Problem im Bereich Spacer-das wars nicht, danach im Bereich Lager-das wars auch nicht, sowohl mit den Speci wie auch mit den Cannondale Lagern das selbe Problem. Dann hatte ich den Rahmen bzw.  das Lagergehäuse im Verdacht,  das spezielle "OSBB" Gehäuse von Speci nämlich. Was es im Moment an "Lagerstandards" gibt ist ein Wahnsinn, durch mein Problem hab ich aber viel gelernt und kann nun sagen das man nicht hier nicht verwirren lassen darf, das Netz gibt hier zum Glück extrem viel Infos her. BB30 und pressFitBB30 verwenden die gleiche Lagerbreite. Specialized "OSBB" entspricht haargenau einem 68mm pressFit BB30-allerdings muss man die Plastiklagersitze einbauen. Misst man ohne diese ist das Lagergehäuse schmäler und man könnte nun glauben das Speci hier vom Standard abweicht was aber nicht der Fall ist. Hier eine Übersicht bzgl. Specis Lagerbreiten und Einbaumöglichkeiten. Dies bedeutet somit das BB30 und BB30pressFit Kurbeln in OSBB Lagergehäuse eingebaut werden können ohne irgendwelche Adapter zu verwenden, einzig die Speci Plastiklagerschalen müssen rein,die sind aber sowieso Bestandteil der Rahmenlieferung (wobei ich im Netz etliche Berichte gefunden habe wo zu lesen war das Speci die Plastikteile NICHT mitgeschickt hat und dadurch Kunden verwirrt waren da die Lagergehäusebreite dann eben NICHT die 68mm aufweist). Das System bei Speci ist hier also etwas anders als das StandardBB30 (bzw BB30pressFit) System bei dem Sprengringe im Rahmen als Anschlag für die Lager dienen. Bei Speci sind in den Plastiklagerschalen Anschläge für die Lager eingebaut. Damit   fällt die Fummelei mit den Sprengringen eben weg und die Plastikschalen und Lager lassens ich eigentlich ohne Werkzeug total einfach entfernen-das find ich echt praktisch. Auf jeden Fall wusste ich nach Stunden des Lesens nun auch das der Rahmen nicht das Problem sein konnte da sich Speci an die Maße hält.

Zufällig hab ich dann bemerkt das die Kurbelarme optisch total weit von den Kettenstreben weg sind und hab dann mal den Q-Faktor gemessen der mit 152,5mm extrem hoch war. Im Netz hab ich dann das da gefunden - Q-Faktor von 146,6mm und da war mir klar das es mal nicht an Rahmen oder an den Lagern liegen kann da bei meinem System schon im ausgebautem Zustand etwas nicht stimmt, der Q-Faktor war viel zu groß. 

Also blieben eh nurmehr die Welle oder die Kurbelarme als Problemstellen übrig. Dies rauszufinden war also echt mühsam und zeitaufwendig. Mir ist dann  aufgefallen das in der Beschreibung der Kurbel die Welle eine Gravur mit "RD" hat, dies fehlte bei meiner Kurbel. Also wieder DeltaBike angeschrieben und den Stand der Dinge geschildert.

Die Länge der Welle wars  übrigens  nicht - was man auch vermuten könnte da es für die alte Kurbel eine 104mm Welle gab. Cannondale sagt aber ganz klar das die neue SISL2 Kurbel NUR mit der neuen 109mm Achse gefahren werden darf. Bei DeltaBike hat man dann von einem Cannondale Komplettrad mal die Kurbel ausgebaut und den Q-Faktor gemessen und siehe da, der war auch im Bereich von 146mm, also weit unter meinem Q-Faktor.

Auch die Welle aus dem Cannondale Rad hatte keine "RD" Gravur, daran lags also auch nicht. Man hat mir dann angeboten das man mir diese Kurbel vom Cannondale Rad schickt, ich diese mal versuchen sollte und wenn die passt kann ich die gleich behalten oder man bestellt mir eine neue Kurbel.

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Aso wieder ein paar Tage gewartet. Als die neue Kurbel dann da war hab ich das Ding vermessen, Q-Faktor im Bereich 146,5mm. Kurbel eingebaut und in 10min war alles fertig. Das Foto rechts zeigt die beiden Kurbeln im Vergleich.

Fazit: Cannondale hat mir  mit der ersten Kurbel/Welle ein Teil zukommen lassen wo irgendetwas total falsch ist, es war zwar eine SISL2, es war zwar einen 109mm Welle, trotzdem hat das alles nichtmal ansatzweise zusammengepasst, bei der zweiten Kurbel die ich erhalten habe ließen sich die Kurbelarme links und rechts um locker 3mm weiter aufschieben, dadurch waren die Abstände dann alle in Ordnung, die Spacer haben gepasst und alles war schnell montiert. Sehr sehr ärgerlich und es spricht nicht grad für Cannondale. Auch der Umstand das eine 1000€ Kurbel in Einzelteilen in Plastiksackerln geliefert wird ist eher unangenehm da gerade bei solchen "Verpackungen" die Gefahr groß ist das irgendein Ahnungsloser ein paar Trümmer in ein Sackerl wirft die dann im Endeffekt nicht zusammenpassen-und genau das dürfte in meinem Fall passiert sein.

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Die folgenden Bilder zeigen die "alte" und die Austauschkurbel und hier die "non drive" Seite wo es das Problem mit dem zu großen Abstand Kurbelarm-Spacer zu beklagen gab.

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  • nondriveok

Wenn man alles richtig geliefert bekommen hat und alles richtig einbaut passt die Cannondale Kurbel in jedes normale BB30/pressFitBB30 Gehäuse und somit auch ohne weitere Probleme in einen Speci "OSBB" Rahmen. Gut das DeltaBike mir hier eine Ersatzkurbel zum Testen anbieten konnte. Und gut das ich bei einem Händler gekauft hab der ein Rad mit einer Kurbel hatte um nachzumessen und dies auch gemacht hat.

Die Kurbel muss man mal aufheben um sich vorstellen zu können wie leicht das Ding ist. Auch passt der schmale goldene Streifen in den Kurbelarmen perfekt zu den bereits vorhandenen goldenen Farbklecksen am Radl. Übrigens sind bei dieser Kurbel die Kettenblätter und der Spider ein Teil, ist also ein Kettenblatt defekt muss das gesamte Teil bestehend aus beiden Kettenblättern getauscht werden. Aber: so spart man Gewicht, nämlich das Gewicht der Kettenblattschrauben, weiterer Vorteil: gibts keine Kettenblattschrauben kann man auch keine Kettenblattschrauben verlieren. Laut Cannondale soll das ganze System dadurch auch stabiler sein. Die Kurbel ist eine BB30 Kurbel die ich dann, nach div. Einbauversuchen, gleich in die bestehenden Keramiklager des Speci Rahmens eingebaut hab. Gewichte: Kurbelarm rechts-inkl Kettenblättern: 296gr, Kurbelarm links: 123gr, Welle: 67gr. Befestigt wurde die Kurbel mit goldenen "Leonardi" Kurbelschrauben. Diese Kurbelschrauben sind für die alte Kurbel gemacht, passen aber ohne Probleme auch für die neue SISL2 Kurbelarme/Welle. In die Kurbelgewinde wurden dann noch Look Pedale vom Typ Look Keo Blade eingebaut. Die Dinger haben keine Feder sondern eine Carbonplatte für das Erzeugen der Auslösespannung eingebaut. Mal schauen *g*, ganz trau ich dem System nicht. Wohl auch weil ich schon ein Paar gesehen hab wo es die beiden Carbonplatten zerrissen hat. Man kann die Pedale übrigens in zwei fixen Auslösehärten kaufen, ich hab die Teile mit den 16Nm Auslösehärte. Und hier kann man echt von "Härte" reden, ich würd sagen ein versehentliches ausklinken ist unmöglich

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Nach den Antriebsteilen galts noch passende Bremsen zu finden. Und auch bei den Bremsen hab ich lang rumgetan bevor ich mich entschieden habe. ECHTE Leichtbaubremsen ala AXLightness wollte ich nicht, viel Geld für die recht schweren Campa Super Record wollte ich aber auch nicht zahlen da die Dinger im Verhältnis zum Gewicht total überteuert sind. Und so hab ich mich durch deutsche und englische Leichtbauforen gelesen und bin zur Erkenntnis gekommen das im Moment "Planet-X" recht gute Teile anbietet, bei einem gewogenen Gewicht von 216gr waren die auch leichter als die Campa Bremsen. Und als ich den Preis sah (105€) war klar: die werden es. Also in England bei "Planet-X Ultralight CNC Calipers" bestellt, Geld vorab überwiesen und keine zwei Wochen später hatte ich die Teile bei mir zu Haus. Erwähnenswert ist der Lieferumfang der Bremsen, bestehend aus Bremskörpern, Bremsschuhen+Bremsgummis sowie div. Inbusschlüsseln, einem Torx Schlüssel und einem Maulschlüssel. Und das für den geringen Kaufpreis. Kombiniert hab ich die Dinger dann mit Nokon Bremszügen. Die Paarung hat einen guten Druckpunkt zu bieten, die Bremsen verwinden sich zwar etwas, aber nicht so das sich das sonderlich auf den Druckpunkt auswirkt. Die Bremsleistung ist spitze - locker auf Campa Höhe. Wobei hier wohl auch der Umstand eintritt das die Beläge die standardmäßig verbaut sind top zu meinem Campa Felgen passen. Was mich wundert ist der Umstand das die Teile bei uns relativ unbekannt sind.

Der Einbau der Nokon Züge war sehr mühsam weil ich die Bremszuggegenhalter aufbohren musste um den Nokon Liner durchstecken zu können und diese Gegenhalter machen eine "Kurve", also war vorsichtiges bohren angesagt damit ich mit dem Bohrer auch hinten wieder rauskomme und nicht irgendwo in der Mitte des Gegenhalters "durchbreche". Übrigens fällt durch die elekt. Schaltung und die Nokos eine Sache weg: nämlich die Stabilisierung des Lenkers durch die Bowdenzüge. Das wirkt sich dahingehend aus das sich der Lenker des Rades ständig "eindreht" weil er nicht von den Bowden in die Mitte gedrückt wird.

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Sitzen muss man auf dem Rad jo auch irgendwie. Oder besser gesagt nicht "irgendwie" sondern PERFEKT. Und wie immer bette ich meinen Popo auf einen Tune Speedneedle Sattel, selbstgewogene 94gr. Schon etliche 1000 Kilometer alt (vom Scott übernommen, 2009 gekauft) aber immer noch perfekt wie am ersten Tag (ok, etwas abgenützt-optisch also nichtmehr perfekt, technisch aber einwandfrei). Damit der Sattel  auch am Rad bleibt wurde eine Syntace P6 Carbon HiFlex Sattelstütze verbaut. Weiter Verstellbereich, tolle Zugänglichkeit der Klemmschrauben-einfach eon tolles Teil. Was diese Stütze "kann" beschreibt Syntace auf der eigenen Homepage ganz gut. Und damit die Sattel-Stützen Kombi auch im Rahmen hält wurde wieder auf ein goldenes Teil zurückgefriffen, nämlich auf eine Sattelklemme von Typ "Carbon-Ti X-Clamp". VonTune kommen dann noch die beiden "Wasserträger" (die brauchen auch keine konische Flaschen mehr da die Teile unten einen Anschlag für die Flaschen haben) und Carbon-Ti steuert die  goldenen Schrauben für die Wasserträger bei.

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  • 2klemme
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Soweit mal die Auflistung und Beschreibung der Einzelteile. Ich würd sagen das jemand der nicht gerne "bastelt" eher die Finger von Campa EPS lassen soll, Campa bietet per Mail keine Hilfestellung (traurig eigentlich), die Händler sind bemüht aber überfordert was wohl mit den Herstellern zusammenhängt da diese nicht genügend Infos an die Händler weitergeben. So wirds für Campa schwer denn nicht jeder will soviel rumbasteln wie ich damit das irgendwie dann doch klappt.

Ziel war es ein leichtes Rad zu bauen das auf Basis von stabilen Teilen 100% alltagstauglich sein sollte. Es sollten keine "gefährlichen" Superleichtbauteile eingesetzt werden, ebenso keine Schlauchreifen-Laufräder. Trotzdem sollte das Ding unter 6,5kg wiegen und zwar in Vollausstattung inkl. Flaschenhaltern und Polar Befestigungszeugs. Mir ist also klar das sich noch etliches in Bezug auf Leichtbau machen lassen würde, das würde dann aber ein gewisses Risiko mitsich bringen oder die Altagstauglichkeit einschränken was ich nicht will.

Das ist sicher alles recht locker mit den angepeilten 6,5kg ausgegangen ist freut mich, grad auch weil das EPS System schwerer ist als ein mech. Schaltsystem, einzig bei den Schläuchen gibts einen Kompromiss da diese eigentlich täglich neu aufgepumpt werden müssen da Latex nicht wirklich 100% dicht ist. Das Rad wiegt 6315 gr.

Wer Fragen zum Rad / EPS hat oder das Ding mal in Echt sehen will - Mail an mich.


 

Infos zu den Händlern wo ich eingekauft habe:

Ich hab die Einzelteile bei mehreren verschiedenen Händlern gekauft. Rahmen, Campa EPS und die Syntace Teile kamen von Delta Bike, ebenso wie die Cannondale Kurbel. Auf die Kontaktaufnahme per Mail hat man bei Delta Bike immer sehr schnell reagiert, auch Anrufe wurden blitzartig entgegengenommen und versprochene Rückrufe kamen ebenfalls immmer-vorbildlich würde ich sagen. Trotzdem muss erwähnt werden das die Aussagen bzgl S-Works Rahmen in Verbindung mit EPS falsch waren (siehe oben), sowas darf einfach nicht passieren bei Dingen die mehrere 1000€ kosten. Eben gerade auch weil Speci. soviel Wert auf den Fachhandel legt. Auch nicht wirklich erfreulich: nach 4 Monaten Wartezeit auf die Cannondale Kurbel erhielt ich diese nicht komplett. Das sich dann noch rausstelle das die Kurbel fertigungstechnisch komplett "vermurkst" ist kann Delta Bike nicht angekreidet werden, man hat aber vorbildlich reagiert, mich mit einer Ersatzkurbel versorgt und als Entschädigung für all den Ärger den ich hatte bekam ich die Cannondale Kurbelabziehen gratis geliefert. Die defekte Kurbel hat man für mich kostenlos von DPD abholen lassen.
Als es dann 2015 zu einem Lagerdefekt kam zeigte sich wie Delta Bike Sports wirklich einzustufen ist. Mir wurde erklärt die Lager könne ich nicht über Delta reklamieren-darum müsse ich mich selber kümmern, der Specialized Kundendienst hat klar gesagt das diese Aussage von Delta nicht richtig ist. Delta verwies mich an "Ceramic Speed" USA, wohl weil man keine Lust hatte sich mit einer Reklamation zu beschäftigen. Dank der Hilfe von Specialized hab ich dann aber rausgefunden das es sich bei den defekten Lagern um die Lager der Cannondale Kurbel handelte, auch hier hatte Delta Bike Sports nicht ansatzweise Lust die Reklamation abzuwickeln und schickte mir einen Auszug der Cannondale Garantiebestimmungen zum Thema "Fahrradrahmen".
Fazit: fehlende Fachkompentenz des Verkaufsteams (Falschaussage bzgl Campa EPS Kompatibilität) gepaart mit Arroganz und verweigerten Reklamationsabwicklungen ergeben einen Händler bei dem jeder Einkauf zu vermeiden ist so nur irgendwie möglich. Hier scheint es ganz klar darum zu gehen mal eben schnell seinen Kram an den Mann zu bringen - danach scheint man wenig Wert auf Kundenzufriedenheit zu legen. Selbstverständlich ist der gesamte Mailverkehr verfügbar...die Vorgehensweise von Delta Bike Sports also nachweisbar.

 

Von r2bike.de kam fast das gesamte Tuningzubehör ala Schrauben und "goldiges Zeug" von Carbon-Ti. Hier ist alles perfekt gelaufen. Schnelle (und richtige) Antworten auf meine Fragen, schneller Versand, immer alles vollständig und einwandfrei. Alles was mit den Laufrädern zu tun hat kam von bike-components.de. Auch hier: alles einwandfrei, keine Probleme, einwandfreie Ware. Für die restlichen (Klein)Teile wurde bike24.de als Lieferant ausgewählt. Und auch hier: alles einwandfrei. Interessant: ich hab bei DeltaBike und bike24.de wegen dem Cannondale Rahmen, SISL2 Kurbel und EPS Super Record angefragt und um ein Angebot gebeten, bei DeltaBike gabs einen richtig guten Preisnachlaß bei bike24.de hingegen gabs keine Chance einen Nachlaß zu bekommen.

Ich hab übrigens bei allen per Vorkassen bezahlt. Und ja ich hab ganz bewusste österr. Händler gemieden.  Wieso? Schlechte Erfahrungen was Serviceleistungen wie Garantieabwicklungen angeht. Lange Wartezeiten, Weiterverrechnung von Versandkosten bei Garantiefällen, mangelndes Fachwissen, technisch teilweise am Stand "von vor 20 Jahren" (Stichwort: Metallkralle in Carbonschäften).  Alles ärgerliche Dinge die bei deutschen Firmen wesentlich besser, billiger, kompetenter und schneller abgehandelt werden. Wie ich aber nun, 2015, zugeben muss hätt ich auch in at kaufen können denn schlechter als Delta Bike Sports sich dieses jahr verhalten hat wärs auch in Österreich nicht abgelaufen.

 


 

Praxisbericht  (hier werde ich in gewissen Abständen reinschreiben wie sich das Rad so verhält, welche Teile problemlos ihren Dienst verrichten und welche Trümmer Probleme machen)

Erste Ausfahrt am 08.06.2013

Heute wars soweit, die erste Ausfahrt stand an. Wie immer bei der ersten Fahrt mit einem neuen Teil geht mans vorsichtig an und hat Werkzeug dabei um das Ding noch ein bissl einzustellen. So auch heute, Sattel wurde noch ein paarmal nachgestellt, sonst hat alles gepasst. Die EPS schaltet SOO genial schnell und genau, das ist ein Wahnsinn, einfach nur lässig. Jetzt brauchts nur noch fehlerfrei über die geplante Nutzungsdauer von 3 Jahren gut laufen dann bin ich happy.

Nach einer Stunde hab ich mich dann mal kurz "antreten" getraut und bin den Sulzgraben raufgezogen, tolle Zeit, alles hat gehalten, alles perfekt soweit. Sehr überrascht haben mich die Bremsen, die Bremsleistung ist absolut toll, locker auf Campa Höhe. Druckpunkt ist zwar etwas weicher, das ist aber absolut im grünen Bereich und kein Problem. Somit: Fahrt 1 perfekt gelaufen.

Der Akku wurde seit dem Kauf im Jänner nichtmehr geladen, trotzdem konnte ich die Fahrt ohne Probleme antreten und auch "bestromt" wieder beenden.

erste Akkuladung am 15.06.2013

Zeit für die erste Akkuladung. Der Stecker fürs Ladegerät sitzt unten am Akku, irgendwie ungünstig zu erreichen, direkt neben den Kettenblättern und nahe den Kreuzungspunkten der Rohre, auch zeigt der Stecker nach unten.  Gut damit kein Wasser reinrinnen kann, etwas unpraktisch zum anstecken des Ladesgerätes. Auch ist der Umstand das sich der Akku nicht abnehmen lässt ungut weil immer die Gefahr besteht das jemand der das Rad wegstellen will nicht daran denkt zu schauen ob das Rad am Strom hängt.

Leider ist das Kabel vom Ladegerät zum Akku recht kurz. So ist schwierig das Rad inkl. Ladegerät ordentlich hinzustellen. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen, vielleicht bau ich das Ladegerät in eine alte Flasche ein, die könnte ich dann lässig in den Flaschenhalter stecken und dann würd das Ladegerät nicht "irgendwie rumbaumeln". Mal schauen.....

Jetzt bin ich auf jeden Fall gespannt wie lang ich mit dieser ersten Ladung fahren kann.

erstes EPS Problem  am 22.06.2013

Nach knapp 350km gabs heute das erste EPS Problem. Nach dem losfahren funktionierte der rechte Schalthebel ca 1 Minute nicht. Auch die Modetaste war ohne Funktion, somit konnte weder geschaltet werden noch der Akkuzustand über die Modetaste abgerufen werden. Kabelproblem? Steckerproblem im Schalthebel? Interfaceproblem? Man wird sehen, nach ca einer Minute funktionierte es dann plötzlich wieder.

erstes grobes EPS Probleme  am 23.06.2013

Nach 420km hatte ich heute ein weiteres  EPS Problem. Am Weg zum Pretal Sattel funktionierte alles wunderbar, genau am Fuße des Berges plötzlich, wie bereits gestern, Totalausfall des rechten Schalthebels. Nach ca einer Minute konnte ich wieder schalten aber die oberen 3 Gänge konnte nicht eingelegt werden. Toll vor einem Berg. Najo, also über den Berg gekämpft und zu Hause dann die "Zero Settings" und "Rider Settings" neu eingestellt und seit dem gehts wieder. Nach nichtmal 500km aber schon 2 Probleme, eines davon gravierend, ist mal auf jeden Fall schlecht. Ich habs auch gleich an den Händler gemeldet der sich mit Campa in Verbindung gesetzt hat - bin gespannt wie sich die Sache entwickelt.

erneutes EPS Problem  am 28.06.2013

Leider hatte ich heute ein weiteres  EPS Problem. Diesmal vielen für einen kurzen Zeitraum von ca 30 Sekunden beide Schalthebel aus und die LED an der Power Unit leuchtete grün. Was mich nervt: laut EPS FAQ gibts den Fehler "grüne LED" eigentlich garnicht denn "grüne LED" gibts normalerweise nur in Verbindung mit einem Summton. Wie also auch beim letzten Problem habe ich hier Fehler die über die eingebauten Diagnosefunktionen nicht abgedeckt sind. Sonderlich erfreulich finde ich das nicht. Mittlerweile habe ich bereits Kontakt mir Campa Deutschland, es sieht wohl leider so aus als wird mir nix anderes übrig bleiben und alles zu zerlegen und PowerUnit + Interface einzuschicken.

06.07.2013 - über 1000km sind mit der EPS gefahren.....

......und es scheint nun ohne Probleme zu klappen. Seit 15.06 bin ich genau 1024,7km gefahren und seit dem letzten Vor/Ausfall klappt alles bestens. Die Geschwindigkeit der Schaltvorgänge und die Präzision sind nach wie vor beeindruckend, grad wenn man richtig müde ist ists genial einfach "irgendwie" auf den Taster zu "klopfen" und zu wissen das Ding schaltet präzise. Auch fällt auf das durch die schnellen und genauen Schaltwechsel alles etwas leiser ist. Auf das es so bleibt.

Die Akkuanzeige ist übrigens noch immer auf grün....

18.07.2013 - 1548,8 km mit einer Akkuladung, nun ists erstmals gelb

Ich hab nun mit meiner ersten Akkuladung 1548,8km zurückgelegt seit 15.06. Seit heute ist die Akkuanzeige auf gelb. Dies bedeutet laut Campa das ich nun irgendwo bei ca 40% Restkapazität "stehe". Komisch: abweichend von der Beschreibung hat die Ladezustandsanzeige direkt von grün nach gelb gewechselt, eigentlich sollte es dazwischen noch "grün blinkend" geben. Najo, egal...wichtig ist das der Akku lange hält und man nicht ständig laden muss und das scheint sichergestellt zu sein.

Jetzt fahr ich mal weiter bis die Anzeige rot wird, bin echt gespannt wie lang das nun dauert..

erneutes EPS Problem  am 19.07.2013

kaum lobt man das System schlägts auch schon zurück. Heute, nach ca 5 Minuten Fahrt erneut Probleme. Zuerst ist der linke Schalthebel ausgefallen, danach der rechte. Die AkkuzustandsLED war nichtmehr zum leuchten zu bringen, schalten ging auch nicht. Die PowerUnit zeigte mir eine Störung an. Nach ca 2 Minuten war alles wieder ok und ich bin 80 problemlose Kilometer gefahren.....seltsam...seltsam...ich hoffe das Zeug überlebt den Sommer, danach wirds eingeschickt.

20.07.2013 - ca 1700km - das wars dann wohl...

Hab heute eine 85km Ausfahrt ohne Probleme gemacht. Zu Haus angekommen, Rad abgestellt, plötzlich Signalton von der EPS PowerUnit, Led leuchtet grün = "Bitte kontaktieren Sie den Campa Kundendienst".

Beide Schalthebel arbeiten nichtmehr, die grüne LED leuchtet und somit hab ich nun den Totalausfall des Systems. Mail an Campa ist schon abgeschickt, mein Rad kann ich dann wohl "einwintern" da ich nun PowerUnit+Interface einschicken muss. Da kommt Freude auf.

22.07.2013 - EPS PowerUnit und Interface eingeschickt...

Heute hab ich die beiden Teile eingeschickt. Aufgrund des direkten Kontaktes hab ichs gleich zu Campa Deutschland schicken können und mir so den Umweg über den Händler erspart (der mir aber trotzdem die bezahlten Versandkosten rücküberwiesen hat-vorbildlich wie ich finde).

31.07.2013 Status eingeschickter Teile

Laut Campa Deutschland ist meine Power Unit tatsächlich defekt, das Interface aber in Ordnung. Ich bekomme nun von Campa Italien eine getestete PowerUnit zugeschickt und mein "altes" Interface kommt zurück. BIn gespannt wann ich die Teile wieder haben werde und ob dann alles die nächsten 250 Jahre problemlos arbeiten wird.

02.08.2013 neue Power Unit ist da

nach nichtmal 14 Tagen inkl. Hin und Rückversand hab ich nun eine neuer Power Unit erhalten und mein Interface wurde bei Campa ebenfalls getestet. Das nenn ich mal schnelle Bearbeitung. Abgewickelt hab ich die Sache gleich direkt mit Campa Deutschland wo man mir echt den Eindruck vermittelt hat das man sich bemüht. Da es morgen in den Urlaub geht kann ich das Rad nun zwar nicht mitnehmen aber gut, sobald ich zu Haus bin wird die Mühle wieder einsatzbereit gemacht.

Ebenfalls erfreulich: im Gegensatz zu meiner ersten PU war bei dieser der Kabelbinder der Verpackung nicht derartig fest angezogen das die Kabel schon im Neuzustand einen beschädigten Eindruck gemacht haben. Ich denk auch das bei der ersten PU genau an der Stelle des Kabel (siehe Bericht oben) gebrochen ist wo der Kabelbinder zu fest angezogen war.

12.08.2013 neue Power Unit eingebaut

So, heute wurde die neue PU eingebaut und der Akku geladen. Dann drück ich mal meine zahlreichen Daumen und hoffe das die neue PU "ewig" hält. Das Setup war schnell und problemlos durchzuführen, ich bin guter Dinge...

14.09.2013 neue Power Unit -Akkzustand

Nach etwas über einem Monat und genau 1620,6km hat die PU heute (gestern war's noch grün durchgehend) von grün auf grün blinkend umgeschaltet. Bedeutet: der Akkuzustand ist von 100% auf unter 60% abgesunken, im Moment bin ich im Bereich knapp unter 60% Restkapazität unterwegs. Also etwas mehr als 40% verbraucht, dafür aber über ein Monat unterwegs gewesen und in diesem Monat mit der EPS 1620,6km abgespult was doch recht ordentlich ist.

Bin gespannt wie lange die Ladung noch hält....

17.10.2013 - Ladegerät - Mod

Nachdem mir das Ladegerät bzw. das Rumbaumeln des Dings beim Ladevorgabe schon seit Beginn auf den Zeiger geht wars Zeit hier was zu basteln. "Basteln" beschreibts wohl auch am besten den schön ist das Ergebnis sicher nicht, dafür funktionell. Man kann eben nicht alles haben.

Die Flasche wurde im Bereich der LEDs für den Ladezustand zusätzlich ein wenig ausgeschnitten, im Boden klafft auch ein großes Loch, da kommt das kurze Ladekabel (das zur PU führt) raus.

Ergebnis: eine umgebaute Flasche in die das Ladegerät "eingebaut" wurde. Diese abenteuerliche Konstruktion steckt man dann einfach in den Flaschenhalter und das wars. Nun ist das kurze Kabel zur PU nichtmehr durch Zug belastet und nichts liegt mehr am Boden rum. Ich bin zufrieden.

25.10.2013 - Ladezustandsentwicklung EPS Akku

Nach Austausch meiner PU durch Campa hab ich die neue PU am 12.08.2013 eingebaut und seit diesem 12.08.2013 schreib ich mit wie sich der Ladezustand des Akkus entwickelt hat. Gestern, nach nun über 2 Monaten, war der Akku dann leer. Eine Ladung hat gereicht um 3333km zurückzulegen und somit wesentlich mehr als ich erwartet hab oder als Campa in den Beschreibungen angibt denn die reden von ca. 2000km pro Ladung.

Also entweder schalte ich wenig oder Campa ist eher vorsichtig was die Angaben angeht (und ich kann eigentlich ausschliessen das ich wenig schalte).

Mit dieser Kilometerleistung pro Ladedurchgang bin ich echt sehr zufrieden, das hätt ich mir nicht gedacht. Hier eine genaue Übersicht über die

07.04.2015 - gebrochene Aheadkappe

Nachdem das Rad mal wieder zerlegt und geputzt wurde kam mir beim Steuersatz schon beim Zerlegen etwas "anders" vor, das Ding bestand plötzlich aus mehr Teilen als zu Beginn *g*. Das dies nicht normal ist war mir schnell klar, was es bedeuten würde zeigte sich beim Zusammenbau. Ich steckte alle Teile der Reihe nach zusammen, zog ich aber die Schraube für das Einstellen der Lager so fest an das die Gabel kein Spiel mehr hatte streifte die Aheadkappe am Rahmen/Steuerrohr. Die Aheadkappe war plötzlich zu weit unten da es das abgebrochene Distanzstück offenbar nun zu weit in die Aheadkappe reingedrückt hat, dies konnte ich auch daran erkennen das der Vorbau oben weniger weit über den Gabelschaft schaute als früher.

Was war passiert: die Aheadkappe, normal ein Teil, ist gebrochen. Der Teil der die Gabelschaftdichtung in der Kappe fixieren sollte und gleichzeitig dafür sorgt das die Kappe nicht am Rahmen aufliegt war von der Kappe abgebrochen, dadurch rutschte dieses Ding das aussieht wie ein Spacer weiter in Richtung Dichtung und drückte erst später auf den Lagereinstellring.

Ich dachte mal ich frag bei Speci nach, die Antwort war ernüchtern: "Frag deinen Händler". "Mein Händler", Delta Bikes Sports, hat sich schon bei der Gewährleistungsabwicklung der Cannondale Lager nicht mit Ruhm bekleckert, darum hab ich das Problem selber gelöst und mir aus einem Spacer ein Teil zurechtgeschliffen das ich in die Kappe stecken konnte und das die richtigen Abstände sicherstellte, nun sitzt der Steuersatz wieder fest und dreht sich sauber.

Es sei erwähnt das sowas nach 2 Jahren, nichtmal 10.000km aber echt nicht passieren sollte, irgendwie bin ich mit dem Rad nichtmehr recht glücklich. Der Händler scheint keine Lust zu haben Gewährleistungsansprüche für Kunden abzuwickeln und glänzt durch Falschaussagen, der Speci Support schreibt nix außer "wende dich an deinen Händler" und eine begrochene Aheadkappe hatte ich noch nie seit ich Rad fahre. Die anfänglichen Probleme mit dem Rad wurden zwar durch das Fahrverhalten wieder ausgeglichen, trotzdem nerven mich diese Dinge. Speci ist mittlerweile wieder das was es für mich bereits vor diesem Kauf war: eine superarrogante Bude die wenig zu bieten hat weil wohl die Masse der Kohle in Marketing gesteckt wird. Trotzdem das Rad wirklich gut zu fahren ist werden wir uns wohl bald, ich denke nach dieser Saison, trennen *g*

Hier noch ein Bild der Aheadkappe das zeigt wie sie NICHT aussehen sollte, denn eigentlich sollten die hier gezeigten Teile ein einzige "Trumm" sein, einzig die große Dichtung sollte annehmbar sein.

Ich hoffe mal das meine Lösung hält denn ich trau mich fast wetten das ich bei Speci die Aheadkappe alleine nicht kaufen kann sondern nur den ganzen Steuersatz.

 

 


Kommentare  

 
+1 # Greifi 2013-05-17 07:53
Auf dieser Seite erscheint die Menüleiste senkrecht linksbündig
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0 # Greifi 2013-06-07 18:59
Mit Mozilla und Google Chrome sieht die gesamte HP perfekt aus. Nur eben mit meinem Explorer(8) passt so einiges nicht, was aber nicht weiter tragisch ist, der Explorer (8) ist e nur für Win XP und das verschwindet sowiso schön langsam.
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0 # schusterharryverwaltung 2013-06-09 18:45
jo-ich hab schon gemerkt das alle XP Nutzer Probleme haben, muss aber echt sagen das ich mich darum nichtmehr kümmern werde.
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0 # Max 2013-06-01 10:46
Wie immer ein super umfangreicher Bericht über deinen genialen Radaufbau mit interessanter Teile Zusammenstellun g. ich bin mir sicher das dir das Rad viel Freude bereiten wird :-).

Deine Erfahrung mit den Onlineshops kann ich absolut bestätigen kaufe eigentlich nur mehr bei R2 Bike weil der Robert ebenfalls ein Bikefreak ist und weiß was "Tuning Freaks" wollen.
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0 # schusterharryverwaltung 2013-06-09 18:46
danke für das Lob, freut mich das du auf meine Seite gefunden hast

lg

Harry
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0 # danke_ulle 2017-05-07 17:28
Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, der mir sehr geholfen hat!
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0 # schusterharryverwaltung 2017-05-08 22:32
Servus,

freut mich zu hören, so solls sein.

lg
lg
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