Einrichten der Arbeitsumgebung / Tools

Veröffentlicht in Win 10 wim File Erstellung

Zu Beginn sollte man sich mal die Arbeitsumgebung vorbereiten auf der alle meine Anleitungen aufbauen. 

Diese Anleitung ist, wie oben erwähnt, auf meine Arbeitsumgebung angepasst. Man kann sich auch eine andere Umgebung schaffen, um mit dieser Anleitung arbeiten zu können macht es aber Sinn alles so einzurichten wie ich das gemacht habe. Darum hier mal alle Schritte die nötig sind um die Arbeitsumgebung zu erstellen sowie Anleitungen zu allen Dingen die man braucht und schon vorab erstellen sollte. WICHTIG: es gibt Dinge die mit Win10_1709 (und früher) NICHT funktionieren wie von mir gezeigt.
 

Folgende Dinge braucht man damit man die gesamte Anleitung durcharbeiten kann. Einige dieser Dinge werden im Zuge der Anleitung installiert / konfiguriert, einige Dinge sind vorab zu machen - z. B. Die Hyper-V Installation.

  • Man braucht einen Rechner auf dem man alles abarbeitet, ich nennen diesen PC "Verwaltungs/Administrations PC". Dieser Rechner läuft bei mir unter Win10Pro_v1803. Folgende Ordnerstruktur sollte auf diesem Rechner angelegt werden:

  • Am Verwaltungs/Administrations PC muss Hyper-V installiert sein (bzw. ein anderes Programm zur Virtualisierung von Pcs). Die Installation von Hyper-V / eurem Wunsch-Virtualisierer beschreibe ich hier nicht - das sollte jeder selber hinbekommen. Wie man unter Hyper-V den Referenz-PC erstellt bzw. wie man die virt. Maschine erzeugt die später den ReferenzPC aufnehmen soll wird im nächsten Abschnitt, gleich zu Beginn, erklärt.
     
  • Die Windows 10 v1803 SetUp Dateien müssen verfügbar sein, ich gehe in der Anleitung davon aus das die Dateien in einem ISO File bereitstehen welches direkt in Hyper-V verwendet werden kann. 
     
  • Eine install.wim Datei muss vorhanden sein. Wer sich die Windows Setupdateien per Download geholt hat findet im Ordner "sources" eine install.esd Datei. Diese beinhaltet die selben Dinge wie eine install.wim, ist allerdings komprimiert und kann in dieser Form nicht direkt verwendet werden. Egal ob nun eine install.esd Datei oder eine install.wim Datei in den Installationsdateien zu finden ist - diese Datei muss nach c:\deploy\sources in der oben gezeiten Ordnerstruktur kopiert werden. Wie man aus einer install.esd eine install.wim erzeugt erkläre ich weiter unten - wichtig ist das eine der beiden Dateien im Ordner c:\deploy\sources liegt.
     
  • "Windows Assessment and Deployment Kit für Windows 10 version 1803" muss installiert werden. Die Windows Assessment and Deployment Kit (ADK) Installation ist recht simpel, einfach alles nachklicken wie gezeigt.
    • ADK_1803_install_01
    • ADK_1803_install_02
    • ADK_1803_install_03
    • ADK_1803_install_04
    • ADK_1803_install_05
    • ADK_1803_install_06
  • WinPE Bootmedium. Im ADK ist ein Script enthalten das einem hilft ein WindowsPE Bootmedium zu erstellen - wie man das macht erkäre ich weiter unten. Dieses Bootmedium enthält (fast) alle Tools die man später braucht um einen Referenz-PC "aufzuzeichnen" bzw. um ein vorhandenes install.wim File zu bearbeiten. Dieses WindowsPE Bootmedium erstelle ich ebenfalls als iso File da ich dann davon direkt meine virt. Maschine (also den ReferenzPC) starten kann. (Hyper-V kann nicht von USB Sticks booten). Auch habe ich dieses Bootmedium ein wenig an meine Erfordernisse angepasst. Es gibt die Möglichkeit Bootmedien für die Architekturen x86 und x64 zu erstellen wobei in dieser Anleitung immer von einer x64 Architektur ausgegangen wird. 


Wichtig:

  • Die in der Anleitung gelb geschriebenen Bereiche im cmd Fenster sind Eingaben die man durchzuführen hat so man meine Anleitung nachklicken will.
  • Wenn man, wie ich ich das mache, mit einem Standarduserkonto am PC arbeitet müsst ihr alle Tools aus dem ADK  immer mit admin. Rechten starten sonst kommts zu Problemen. 

 

Wenn Hyper-V eingerichtet ist, die oben gezeigte Ordnerstruktur angelegt wurde, die Windows Setupdateien bereit stehen, das install.esd File in die Ordnerstruktur kopiert wurde und man das ADK installiert hat gehts nun mit etwas Tiparbeit los, das Erstellen und anpassen der WindowsPE Umgebung auf Kommandozeile ist durchaus etwas mühsam und hier passieren auch schnell (Tip)Fehler.


Zuerst startet man die "Umgebung für Bereitstellungs und Imageerstellungstools" mit administrativen Rechten. Nun erstellt man auf Basis eines im ADK enthaltenen Scripts mit dem Namen copype.cmd das sogenannte "Arbeitsverzeichnis", hier wird alles abgelegt was es braucht um eine WinPE Umgebunng zu erzeugen. Dieses Arbeitsverzeichnis wird innerhalb der ganz oben erstellten Ordnerstruktur erstellt.

Erkärung:
"copype.cmd" = der Scriptname des Scripts das im ADK enthalten ist.
"amd64"
= Name der vorhandenen Ziel-Architektur (entweder "x86" oder "amd64", bei mir immer 64bit, also "amd64" wobei hier wichtig das man versteht das "amd64" NICHTS mit AMD zu tun hat, das man also auch bei einer 64bit Intel CPU auf den Zielsystemen "amd64" auswählen muss. "amd64" bedeutet nur "64bit").
"c:\deploy\WinPEboot" = das gewünschte Zielverzeichnis für die Ordnerstruktur die das Script anlegt.

Der Vorgang wird in den folgenden Bildern gezeigt und verläuft eigentlich immer problemlos, Eingaben die zu machen sind sind gelb markiert. Nachdem das Script fertig ist gibt es in der zuvor oben erzeugten Ordnerstruktur einen neuen Order mit dem Namen "WinPEboot".

  • copype_01
  • copype_02
  • copype_03
  • copype_04

 

Es gibt ein Tool, genannt "imagex.exe", das man im weiteren Verlauf dieser Anleitung braucht, das aber standardmäßig nicht in in das "Arbeitsverzeichnis" kopiert wird das durch das copype.cmd Script erstellt wird. Dieses Tool kopiere ich immer händisch dort hin.

Erkärung:
"copy" = leitet den Kopiervorgang ein
"c:\program files...."gibt an WAS kopiert werden soll bzw. wo es liegt
"c:\deploy\WinPEboot.." = gibt an WOHIN man imagex.exe kopieren will 

Der gesammte Befehl sieht aus wie folgt:

 

Im nächsten Schritt gehts nun darum das winPE Bootimage das später für das Aufzeichnen des ReferenzPcs verwendet werden soll auf deutsch umzustellen. Dieser Schritt muss nicht zwingend gemacht werden, es erleichtert die spätere Arbeit mit dem erzeugten WindowsPE aber erheblich - darum mache ich das immer und ich kann nur jedem empfehlen dies ebenfalls zu tun. Die Basis für das spätere WindowsPE ist die Datei boot.wim, diese muss man nun bearbeiten. Um dies tun zu können muss man diese Datei innerhalb unserer oben erzeugten Ordnerstruktur "bereitstellen", dieser Vorgang wird auch als "mounten" bezeichnet. Die folgenden Bilder zeigen nun wie man das boot.wim File "verwendbar" macht - also "mounted", wie man dann die aktuell verwendete Sprache rausfindet, wie man dann Deutsch als Sprache nachinstalliert und festlegt und wie man diese Änderungen dann abspeichert. Die folgenden Bilder zeigen nun die nötigen Eingaben.

  • sprache01
  • sprache02
  • sprache03


BEVOR man nun in der Anleitung weiterarbeitet kan man weiter unten, im Bereich "optional", noch ein paar Möglichkeiten finden wie man das boot.wim, also das spätere WindowsPE, zusätzlich anpassen kann. Will man keine weitere Anpassungen machen kann man gleich hier, mit der Erstellung des WinPE Bootmediums, weitermachen. 
 

Aktuell hat man ein boot.wim File das man auf deutsch umgestellt hat und in welches man das Tool "imagex.exe" integriert hat, dieses boot.wim Filemuss man nun in eine nutzbare Form bringen, man muss daraus nun ein funkionierendes WindowsPE erzeugen von welchem man dann seinen ReferenzPC starten kann um von diesem ein Abbild, ein install.wim, zu erzeugen. Man kann nun einen USB Stick erzeugen oder eine DVD erstellen, ich erstelle eine iso Datei da ich diese direkt in Hyper-V nutzen kann um den ReferenzPC in die WindowsPE Umgebung zu starten. Folgender Befehl erstellt aus den Files in der Ordnerstruktur c:\deploy\WinPEboot\amd64 in eine fertige WindowsPE Umgebung in Form einer bootfähigen iso Datei.

Das erzeugte WinPE liegt nun, in Form eines iso Files, in unserer zuvor erzeugten Ordnerstrktur. Dieses iso Files ist nun bootfähig und kann nun verwndet werden um den virtuellen Referenz-PC zu starten und mit  Tool DISM aufzuzeichnen.

 

Als letzten Schritt muss man noch aus dem install.esd File ein install.wim File machen. Dies ist zwingend nötig da WSIM, ein Tool das ich später einsetzen werde, nicht mit dem install.esd File arbeiten kann sondern ein install.wim File fordert. Wer ohne eine Antwortdatei arbeiten möchte braucht diesen Schritt nicht zu machen, wer bereits eine install.wim Datei hat kann diesen Teil ebenfalls überspringen. Alle Anderen: weiterlesen.

Indem man den Inhalt (also die einzelnen Windows Versionen die im installesd vorhanden sind)  aus dem install.esd File in ein neues install.wim File exportiert erhält man ein neues File, das install.wim File. Dieser Vorgang wird mit einem Tool gemacht das im bereits installiertem ADK enthalten ist, dieses Tool nennt sich DSIM. Mein install.esd liegt im Ordner deploy\sources, hier wird dann auch das neu erstellte install.wim File abgelegt.

Das erste der folgenden Bilder zeigt nun wie ich ein vorhandenes install.esd File auf seinen Inhalt überprüfe, ich lasse alle enthaltenen Betriebssystemversionen auflisten und beginne mit dem Export des ersten Images. Es ist auch schön zu sehen das es im install.esd 6 Images gibt. Da mein "MultiWindowsBootStick" alle Win10 "Privatnutzerversionen" enthalten soll exportiere ich alle im esd File enthaltenen Versionen in meine neue install.wim Datei. Gemacht wird dies immer mit dem selben Befehl wie beim Export des ersten Images, bei jedem weiteren Image wird einfach die nächsthöhere Indexnummer verwendet. Beim ersten Exportvorgang dauert die Sache recht lange, die Exporte der weiteren Versionen gehen dann wesentlich schneller.

  • esdtowim_01
  • esdtowim_02

 

 

Folgende Dinge sollten nun am  "Verwaltungs/Administrations PC" vorhanden sein.

  • ein Virtualisierungsprogramm
  • das "Windows Assessment and Deployment Kit for Windows 10"
  • die Ordnerstruktur auf die sich meine Beschreibung bezieht
  • die Windows 10 Setup Dateien
  • eine install.esd Datei im Ordner deploy\sources
  • eine install.wim Datei im Ordner deploy\sources
  • ein ISO File mit WinPE 

 

Somit ist man mal fertig mit den Vorbereitungen / dem  Erstellen der Tools die man für das weitere Abarbeiten der Anleitung braucht. Nun kann damit begonnen werden den Referenz-PC zu installieren. Dazu im nächsten Abschnitt mehr.....

 


 

Option 1 / automatisches Verbinden eines Netzlaufwerkes wenn das oben erstellte WinPE verwendet wird

Ich erweitere mein WinPE immer um eine Funktion die automatisch ein Netzlaufwerk zu meinem Server erstellt. Damit nach dem Start des oben erstellten WinPE Betriebssystemes automatisch ein Netzlaufwerk verbunden wird muss man die Datei startnet.cmd anpassen welche sich im "boot.wim" File des WinPE Systems befindet. Wenn man das macht wie nachstehend gezeigt erscheint nach dem Start mit dem WinPE eine Abfrage für Username und Paßwort, gibt man die richtigen Daten an wird das Netzlaufwerk verbunden. Gibts man die falschen Daten an wird der Vorgang abgebrochen und der Start über das WinPE wird ohne Probleme einfach fortgesetzt.

Damit man auf den Inhalt der boot.wim zugreifen kann muss man diese boot.wim zuerst wieder in c:\deploy\dismmount bereitstellen. Danach kann man dann im Filesystem die Datei startnet.cmd bearbeitet / anpassen und abspeichern - funktioniert wie folgt:

  • startnet1
  • startnet2

 

Das boot.wim Image wurde gemountet, die startnet.cmd wurde bearbeitet, das Image wurde wieder entmountet und ein Fehler beim entmounten wurde behoben. Nun muss man aus den Dateien im Ordner C:\deploy\WinPEboot\amd64\media wieder ein WinPE.iso erzeugen das man dann nutzen kann um in Hyper-V den ReferenzPC zu starten und aufzuzeichnen. 


 

Startet man nun seinen Hyper-V ReferenzPC von diesem neu erstellen iso File verbindet sich WinPE mit dem hinterlegten Netzlaufwerk am Server. Sieht aus wie folgt:

 


 

Option 2 / Erstellen eines USB Sticks auf Basis des oben erzeugten WinPE iso Files 

In meiner Anleitung gehe ich davon aus das der ReferenzPC innerhalb einer virt. Maschine betrieben wird. Darum habe ich oben beschrieben wie man ein WinPE iso File erzeugt das man dazu nutzen kann den virt. ReferenzPC zu starten. Nun kann es aber vorkommen das jemand den ReferenzPC auf einer physikalischen Maschine betreiben will. Da hilft einem das WInPE in Form des iso Files nicht wirklich weiter, man braucht zum Starten und aufzeichnen der physikalischen Maschine einen USB-Stick der mit WinPE versehen ist. Um sich  aus dem WinPE das wir oben erzeugt haben einen bootfähigen Stick zu bauen den man auf einem physikalischen PC verwenden kann brauchts nicht viel, eigentlich nur einen Stick und "diskpart.exe". Diskpart ist am "Verwaltungs/Administrations PC" bereits vorhanden und kann sowohl von der „normalen“ Kommandozeile ausgehend gestartet werden wie auch von der ADK Kommandozeile - wichtig ist es aber, das cmd Fenster mit admin. Rechten zu öffnen.

Nachdem man seinen zukünftigen BootStick am "Verwaltungs/Administrations PC" angesteckt hat gehts nun darum mit diskpart den USB Stick so zu bearbeiten das von ihm gestartet werden kann und er die Dateien aus dem WinPe (das wir oben erzeugt haben) enthält. Dazu startet man die Eingabeaufforderung und macht folgendes. Aber bitte beachten-das Bild bezieht sich auf meinen PC, bei euch wird die Datenträgernummer für euren Stick mit ziemlicher Sicherheit nicht die "5" sein - also genau schauen und vorsichtig sein was man löscht *g*

Der USB Stick ist nun bootfähig (aber noch leer) und kann mit den Dateien des WinPe Iso Files beladen werden . Die Daten aus dem zuvor erstellten ISO File müssen nun auf den bootfähigen USB Stick gebracht werden. Dazu muss das ISO File zuvor in einen Ordner entzippt werden (mach ich mit 7-Zip)  und danach kopiert man die Dateien aus diesem Ordner auf den zuvor erstellten, bootfähigen, USB Stick, einfach über den Windows Explorer. Mit diesem Stick ist man nun in der Lage seinen physikalischen ReferenzPC zu starten und die auf dem Stick vorhandenen Tools zu nutzen. Übrigens ist dieser WinPE Boot Stick perfekt dafür geeignet irgendwelche Uralt USB Sticks "aufzuarbeiten" da der bennötigte Speicherplatz für die von mir beschriebene Version irgendwo im Bereich von 310MB liegt.

 


 

Kommentare  

 
0 # Belen 2018-10-19 21:26
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