Einrichten der Arbeitsumgebung / Tools

Veröffentlicht in Win 8.1 wim File / USB Stick

Was wir nun machen:

  • Ordnerstruktur für div. Tools erstellen
  • Windows 8 Setupdateien anpassen
  • "Windows Assessment and Deployment Kit for Windows 8" installieren
  • WinPE Bootmedium erstellen und anpassen (iso Datei oder USB Stick / DVD)

Diese Anleitung ist auf meine Arbeitsumgebung angepasst. Man kann sich auch eine andere Umgebung schaffen, um mit dieser Anleitung arbeiten zu können macht es aber Sinn alles so einzurichten wie ich das gemacht habe. Darum hier mal alle Schritte die nötig sind um die Arbeitsumgebung zu erstellen sowie Anleitungen zu allen Dingen die man braucht und schon vorab erstellen sollte.

Folgende Dinge braucht man und sollte man sich vorab zusammensuchen / installieren und konfigurieren:

  • folgende Ordnerstruktur sollte am "Verwaltungs/Administrations PC" angelegt werden

  • Windows 8 SetUp Dateien (ich gehe hier davon aus das eine Windows 8 DVD vorhanden ist) müssen verfügbar sein und diese Dateien müssen vorab "bearbeitet" werden damit mein Ansatz später auch funktioniert. Dazu muss man die Dateien von der DVD in einen Ordner kopieren und in diesem Ordner im Unterordner \sources eine Datei mit dem Namen ei.cfg erstellen. Diese Datei muss folgenden Inhalt haben:

    Durch das Einfügen dieser Datei wird erreicht das bei der Installation nicht zwingend die Eingabe einer Seriennummer verlangt wird sondern das man diese Eingabe überspringen kann. Dies wird uns später dann helfen, im Zuge dieser Anleitung wird dann noch klar werden wieso dem so ist.

    Nachdem man nun seine SetUp Dateien um diese Datei erweitert hat muss man diese nun wieder auf eine DVD brennen (oder ein iso File erzeugen das man dann in Hyper-V gleich zum direkten Start der virt. Maschine nutzen kann - so hab ich das zb. gemacht - wie man das macht ist hier gut beschrieben. Es macht Sinn dies gleich jetzt zu erledigen damit man sich nachher damit nicht beschäftigen muss. Die erzeugte iso Datei habe ich unter c:\deploy abgelegt.
     

  • Hyper-V (bzw. ein anderes Programm zur Virtualisierung von Pcs). Die Installation von Hyper-V / eurem Wunsch-Virtualisierer beschreibe ich hier nicht-das sollte jeder selber hinbekommen.
  • "Windows Assessment and Deployment Kit für Windows 8" runterladen und installieren.Die Windows Assessment and Deployment Kit (ADK) Installation ist recht simpel, einfach alles nachklicken wie gezeigt.

  • WinPE Bootmedium: Im ADK ist ein Script enthalten das einem hilft ein WindowsPE Bootmedium zu erstellen. Dieses Bootmedium enthält (fast) alles Tools die man später braucht um einen Referenz-PC "aufzuzeichnen", also wenn man von einem Referenz-PC ein Image auf Basis des .wim Formates erstellen möchte. Dieses WindowsPE Bootmedium erstelle ich ebenfalls als iso File da ich dann davon direkt meine virt. Maschine starten kann. (Hyper-V kann nicht von USB Sticks booten). Auch habe ich dieses Bootmedium ein wenig an meine Erfordernisse angepasst.

    Es gibt die Möglichkeit Bootmedien für die Architekturen x86 und x64 zu erstellen wobei in dieser Anleitung immer von einer x64 Architektur ausgegangen wird. Die in der Anleitung gelb geschriebenen Bereiche im cmd Fenster sind Eingaben die man durchzuführen hat.

    Wichtig: wenn ihr mit einem Standarduserkonto am PC arbeitet müsst ihr alle Tools aus dem ADK  immer mit admin. Rechten starten sonst kommts zu Problemen. Und nun gehts los, wir erstellen in dieser Übung ein bootfähiges iso File mit Windows PE und div Tools die uns nachher nützlich sein werden.

C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Windows Kits\Windows\Umgebung für Bereitstellungs und Imageerstellungstools starten

  • (wenn nötig) "Umgebung für Bereitstellungs und Imageerstellungstools"  rechts anwählen
  • (wenn nötig)  im Kontextmenü „als Administrator ausführen“ wählen

folgenden Befehl eingeben und ausführen:

Erkärung:
"copype.cmd" = der Scriptname des Scripts das im ADK enthalten ist
"amd64"Name der vorhandenen Ziel-Architektur (entweder "x86" oder "amd64")
"c:\deploy\WinPEboot" = das "Arbeitsverzeichnis das ihr euch für euer Deploymentvorhaben angelegt habt

Ergebnis:

Leider fehlt nun noch das Programm "imagex.exe" in unserer Ordnerstruktur welches für bestimmte Aktionen später noch gebraucht wird. Dieses muss man manuell reinkopieren was man macht wie folgend gezeigt:

Erkärung:
"copy" = leitet den Kopiervorgang ein
"c:\program files...."gibt an WAS kopiert werden soll und wo es liegt
"c:\deploy\WinPEboot" = gibt an WOHIN man imagex.exe kopieren will

Im nächsten Schritt gehts nun darum das winPE Bootimage das ihr oben erzeugt habt auf deutsch umzustellen (so dies nicht der Fall sein sollte) da man sonst Probleme mit div. Parametern unter "dism" und "imagex.exe" bekommen wird wenn man den Referenz PC später aufzeichnen will. Dieser Schritt ist optional - wenn ihr vorab den Befehl dism /image:c:\deploy\dismmount /get-int ausgeführt  und ihr bei "Default System UI Language" bereits de-DE stehen habt könnt ihr euch die Schritte für den Wechsel von englisch auf deutsch natürlich ersparen.

Sollte es beim unmounten des wim Files zu Problemen kommen einfach folgendes machen, es kann übrigens auch sein das man dieses "cleanup" mehrmals machen muss. Wieso dem so ist, ich hab keine Ahnung....


OPTIONAL:

Ich hab mein WinPE immer um zwei weitere Dinge erweitert, einmal um das automatische Verbinden eines Netzlaufwerks zu meinem Server und zum Zweiten um ein Script das mir eine Festplatte automatisiert formatieren und partitionieren kann. Diese beiden Dinge beschreibe ich als nächstes, beide sind aber nicht zwingend nötig für das weitere Abarbeiten meiner Anleitung.

Los gehts mit der Beschreibung wie man die Datei startnet.cmd anpasst und so automatisch ein Netzlaufwerk in die WinPE Umgebung verbinden kann. Dazu wird das boot.wim zuerst wieder in c:\ddeploy\dismmount gemounted und im Filesystem dann die Datei startnet.cmd bearbeitet - funktioniert wie folgt:

Hat man das nun gemacht kann man noch das Script für die automatische Festplattenformatierung/Partitionierung einarbeiten was man macht wie im Folgenden gezeigt. Zuerst wechselt man über den normalen Windows Explorer in den Ordner c:\deploy\dismmount\Windows\system32 und erstellt hier eine Datei die man "diskpart.txt" nennt. Nun öffnet man diese Datei in einem Editor und schreibt folgendes rein was dann dafür sorgt das diese Datei, so man sie aufruft, die erste HDD im System auswählt, eine Partition für BitLocker erstellt die 300MB groß ist, diese dann mit ntfs formatiert und auf "System" benennt. Danach wird eine weitere Partition erstellt mit dem Rest des vorhandenen HDD Platzes, diese Partition wird ebenfalls mit ntfs formatiert und dann mit "Windows" benannt.

select disk 0
clean
create partition primary size=300
select partition 1
format fs=ntfs label="System"
assign letter=y
active
create partition primary
select partition 2
format fs=ntfs label="Windows"
assign letter=C
exit


Jetzt kann man die Änderungen am Image übernehmen und das Image unmounten. Die folgenden Bilder zeigen wie man "unmounted" und was man zu tun hat wenns nach dem unmounten zu einer Fehlermeldung kommt.

Unsere WinPE Arbeitsumgebung ist soweit fertig und muss dann nur noch auf ein Medium das startfähig ist aufgebracht werden. Dies können  USB Sticks oder  DVDs sein, ich bevorzuge es ein iso File zu erstellen das man in div. Virtualisierungsprogrammen direkt booten kann. Und das macht auch Sinn weil mein Referenz-PC ja in einer virt. Maschine läuft.

Folgendes ist zu tun um die Files in der Ordnerstruktur c:\deploy\WinPEboot\WinPeboot in ein bootfähiges ISO zu verpacken:

Schön zu sehen - das erzeugte WinPE.iso File. Dieses ist nun bootfähig und wird später noch benötigt um den Referenz-PC zu starten und mit DISM aufzuzeichnen.

Folgende Dinge sollten nun  "Verwaltungs/Administrations PC" vorhanden sein.

  • die Ordnerstruktur auf die sich meine Beschreibung bezieht
  • eine ADK Installation
  • ein Virtualisierungsprogramm
  • Windows Setupdateien inkl. "ei.cfg" als iso File (zum Installieren des Referenz-PCs)
  • ein ISO File mit WinPE zum starten des Referenz-Pcs zum Zwecke der Imageaufzeichnung

Somit ist man hier mal fertig mit der Erstellung der Tools so man auf Basis von virt. Maschinen einen Referenz-PC erstellen möchte.


OPTIONAL:

Das Erstellen eines bootfähigen USB Sticks auf Basis des WinPE Images kann dann Sinn machen wenn man den Referenz-PC auf Basis eines physikalischen Rechners erstellt. Dies ist in meinem Szenario nicht der Fall, mein Referenz-PC wird in einer virt. Umgebung erstellt - darum brauchte ich nur iso Files und keinen startfähigen USB Stick.

Um sich nun aus dem WinPE einen bootfähigen Stick zu bauen den man auf einem physikalischen PC verwenden kann brauchts nicht viel, eigentlich nur einen Stick und "diskpart.exe". Diskpart ist am "Verwaltungs/Administrations PC" bereits vorhanden und kann man sowohl von der „normalen“ Kommandozeile ausgehend starten, wie auch von der ADK Kommandozeile-wichtig ist es aber das cmd Fenster mit admin. Rechten zu öffnen.

Nachdem man seinen zukünftigen BootStick am "Verwaltungs/Administrations PC" angesteckt hat gehts nun darum mit diskpart den USB Stick so zu bearbeiten das von ihm gestartet werden kann und er die Dateien aus dem WinPe das wir oben erzeugt haben enthält. Dazu startet man die Eingabeaufforderung und macht folgendes: ( und bitte beachten-das Bild bezieht sich auf meinen PC, bei euch wird die Datenträgernummer für euren Stick mit ziemlicher Sicherheit nicht die "5" sein - also genau schauen und vorsichtig sein was man löscht *g*)

Der USB Stick ist nun bootfähig (aber noch leer) und kann mit den Dateien des WinPe Iso Files beladen werden . Die Daten aus dem zuvor erstellten ISO File müssen nun auf den bootfähigen USB Stick gebracht werden. Dazu muss das ISO File zuvor in einen Ordner entzippt werden (mach ich mit 7-Zip)  und danach kopiert man die Dateien aus diesem Ordner auf den zuvor erstellten, bootfähigen, USB Stick. (einfach über den Windows Explorer)

Mit diesem Stick ist man nun in der Lage seinen Abbild-Computer zu starten und die auf dem Stick vorhandenen Tools zu nutzen. Übrigens ist dieser WinPE Boot Stick perfekt dafür geeignet irgendwelche Uralt USB Sticks "aufzuarbeiten" da der bennötigte Speicherplatz für die von mir beschriebene Version irgendwo im Bereich 200MB liegt

 


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