Windows Home Server

Veröffentlicht in mein Rechenzentrum

Nachdem ich mich ca 10 Monate über mein QNAP Nas geärgert hab wurde es  Zeit das Problem "langsames Nas" in Angriff zu nehmen und das Ding gegen etwas anderes zu ersetzen. Beim Betriebssystem hab ich mich für den "Windows Home Server 2011" entschieden da ich durchs NAS gelernt hab das ich einfach "der Windows Typ" bin und ja ich steh dazu ICH BIN EIN WINDOWS TYP. Ich wollte aber kein fertiges Kastl haben da es hier wenig Auswahl gibt und die vermeintlich "Guten" extrem teuer sind - und nicht nur teuer sondern einfach zu teuer für das was geboten wird. Ich hab zb überlegt ein HFX Nas zu kaufen...aber 1000€ und nur ein Jahr Garantie ist eine Frechheit, vor allem wenn man bedenkt das die verbauten Einzelteile (Intel CPU, Zotac Mainboard) 3 Jahre Garantie haben und HFX hier einfach mal 2/3 abzieht-wieso auch immer. Also Eigenbau........

Die Gehäuseauswahl war nicht so einfach denn ich musste 5 Platten, eine 2,5" SDD für das Betriebssystem + mind. 4 Stück HDD für die Daten. Somit sind gleich mal sehr viele der kleinen Gehäuse weggefallen. Nach langem Hin und Her hab ich mich dann für den Mini-Tower "SilverStone TJ08B-E" entschieden. Das Ding ist nicht allzugroß, wie gewünscht, aber doch groß genug und schneidet eigentlich in allen Tests wunderbar ab, so auch hier bei Computerbase. de. Die Silverstone Homepage ist PERFEKT was Infos zum Gehäuse angeht denn grad bei soeinem kleinen Teil ists wichtig zu wissen was man in Bezug auf Größe einbauen kann. Zb sehr interessant wird das bei der Höhe des CPU Kühlers oder der Tiefe des Netzteiles. Dies alles ist einfach und schnell in der Beschreibung zu finden und mit div Fotos auch zu sehen. Ich denk besser kann eine Homepage bzw. eine Beschreibung nicht sein. Übersichtlich, schnell, klar, leicht verständlich. Das hat mir gefallen und somit wurde das Teil gekauft. Das Ding ist zwar größer als mein Nas, dafür bietet es aber auch brauchbare Ausbaumöglichkeiten. So gibts einen Einbauplatz für eine 2,5" SDD (in meinem Fall wird hier die Systemplatte eingebaut) sowie vier interne 3,5" Plätze-die in meinem Fall die Datenplatten beherrbergen. Zusätzlich gibts noch einen "externen" (dies bedeutet das die HDD hier mehr oder weniger von außen und vorne zugänglich ist) 3,5" Einbauplatz. Vorne ist ein 18cm Lüfter eingebaut der die Festplatten kühlt und gleichzeitig ordentlich Frischluft ins Gehäuse schaufelt, dieser Lüfter kann über einen seitlich angebrachten Schalter in der Drehzahl beeinflusst werden, dreht man die Lüftersteuerung runter ist er eigentlich recht annehmbar was die Lautstärke angeht wobei ich zugeben muss das ich recht schlecht höre *g*.

Das Einzige was noch lässig wäre an dem Gehäuse: wenn der "ext. Einschub" auch wirklich ein Einschub wäre, mit Backplate usw. Das ist leider nicht der Fall und somit ist das "extern" eher irgendwie....najo....wurscht...sagen wir es gibt hier einen weiteren Einbauplatz für eine Festplatte der aber, das sollte berücksichtigt werden, nicht vom 18cm Lüfter gekühlt wird. Ich denke aber in Zukunft werde ich diesen Platz nützen um einen Wechselrahmen einzubauen und da dann die 2,5" SDD zu verbauen. Unter diesem Einbauplatz sitzt übrigens die 2,5" Festplatte, in meinem Fall ist hier die 2,5" SDD Systemplatte installiert. Ebenfalls lässig: das Geäuse kann total super zerlegt werden was den Einbau der Komponenten vereinfacht. Alles ist verschraubt (und JA ich empfinde das als Vorteil denn dies sorgt dafür das alles sicher hält und nicht nach 5mal zerlegen schon überall etwas klappert). Der Einbau verlief ohne Probleme, man kommt überall gut dazu, alles passt, nichts wackelt.  So mag ich das und somit bin ich mit dem Gehäuse echt happy.

Bei Mainboard und CPU kommen die gleichen Teile zum Einsatz wie beim Hyper-V Rechner. Die Trümmer haben sich bewährt, außerdem hab ich so im Problemfall immer gleich ein passendes Ersatzeil zur Hand. Weiters hab ich mich so an Intels-AMT "Fernzugriffsmöglich" gewöhnt das ich darauf nichtmehr verzichten kann/will da es die Systemverwaltung doch recht vereinfacht weil man sich nun erstmals ohne KVM Switch eine zweite Tastatur/Maus am Tisch wirklich komplett sparen kann. Noch dazu verwende ich die Sache nun jo bereits ein paar Jahre und es lief bisher immer perfekt und ohne das geringste Problem bzw. hab ich mit VNC+ die passenden Software bereits als Vollversion gekauft.  Darum also wird ein Mainboard mit dem  Intel Chipsatz "Intel Q67" vom Typ "Asus P8Q67-M" verbaut da dieses alle Funktionen des Intel Q67 unterstützt. Auch  dieser PC wird somit mit  IntelAMT mit VNC Viewer+ ferngesteuert und sollte ich mal einen Monitor anschliessen wollen wird die Grafikausgabe, wie beim Hyper-V Rechner auch, über den Prozessor abgewickelt werden. Remotedesktop verwende ich eigentlich eher selten seit ich "Intel AMT" für mich entdeckt habe. Die CPU ist ein "Intel Core i5-2400" die ebenfalls alle gewünschten Funktionen unterstützt. Zum Board gibts nicht viel zu sagen, eigentlich ein "altes" Teil, nichtmal USB 3 ist an Board. Ist mir fürs NAS aber egal. Lieferumfang: 0. Überraschungen: leider doch einige....dazu später mehr. Ein  Teil ohne Spielereien das auch mit den gekauften Rams vom Typ "Kingston Hyper-X blu 8GB" keine Probleme machte. Erwähnt werden muss aber auch das IntelAMT hier  aber eher garnicht nötig wäre (so sieht das zumindest Microsoft *g*)  da der "Windows Home Server" auch über die betriebssystemeigenen Softwareclients (Launchpad/Dashboard), die man auf den Rechnern installiert die den WHS nutzen sollen, administrierbar wäre, alles was da nicht geht sollte man dann laut Microsoft mit der Remotedesktopverbindung machen. ABER über Launchpad/Dashboard kommt man zwar an die Systemeinstellungen,das gleiche gilt für Remotedesktop, allerdings erst "ab Betriebssystem ist verfügbar". Und Intel AMT setzt eben schon früher an, nämlich ab "PC Start", sobald der Rechner eingeschaltet ist ist am Verwaltungsrechner alles einsehbar und man kann über diese Art des Remotezugriffes bereits auf BIOS Ebene den Remotezugriff ausführen. 

Nun ein paar "Auflockerungsbilder" als Abwechslung zum wichtigen Gerede *g*. Das Mainboard: 

  • mb1
  • mb2
  • mb3

Die Auswahl des CPU Kühlers machte mir anfangs "Sorgen" denn das ist bei so kleinen Gehäusen nicht immer einfach. Silverstone macht hier aber genaue Angaben bzgl Größe der möglichen CPU Kühler im Gehäuse und so wars dann einfacher als erwartet und überraschenderweise wars selbst im kleinen Gehäuse möglich ein Kühlmonster unterzubringen und zwar den "Prolimatech Super Mega". Fast einen Kilogramm ohne Lüfter, mehr braucht man wohl nicht zu sagen *g*. Was mir bei Prolimtech gut gefällt ist die superstabile Lüfterbefestigung, das ist schon beim "Arbeitsrechner" so gewesen und trifft auch bei dem Kühlkörper wieder zu. Das Ding hält bombenfest,alles wird mit massiven Bügeln verschraubt und somit ist auch das Gewicht des Kühlers kein Problem. Tests gibts für das Teil auch viele zu finden - hier der Link zu einem davon. Nachdem das Gehäuse so aufgebaut ist dass das Mainboard kopfüber montiert ist liegt der Prozessor bzw. dessen Kühler genau im Luftstrom des vorderen Gehäuselüfters. Viele betreiben daher dieses Gehäuse mit nur diesem einen Lüfter. Ich machs ein bissl anders und hab auf dem CPU Kühler noch einen 12cm Lüfter vom Typ "Scythe s-Flex SFF21D" verbaut. Den eh schon nur mit 800rpm drehenden Lüfter hab ich per Adapter nur mit 7V versorgt, somit dreht das Ding mit echt unhörbaren ca. 300rpm. Nun hab ich zwar 2 Lüfter im Gehäuse die aber beide gedrosselt sind und damit rennt das Ding wirklich sehr sehr leise. Ausehen tut das Ganze wie folgt:

  • cpu1
  • cpu2

Erwähnenswert ist wohl noch das Netzteil da ich  ein passives Gerät vom Typ "SeaSonic X-400FL" eingebaut habe. Das Teil verfügt über ein 100%iges Kabelmanagement, ist vollpassiv und schneidet in allen Tests wunderbar ab. Da mein WHS jo kein stärkeres NT braucht wars ideal. Besonders lässig ist der Umstand das dieses Ding wie gemacht für das Silverstonegehäuse ist da dieses oben über große Löcher verfügt um dafür zu sorgen dass das NT gut mit Frischluft versorgt wird. Denn dort befestigten Luftfilter hab ich nicht im Einsatz da das Netzteil ja nix ansaugt, dadurch sind die Lüftungsöffnungen noch ein bissl "offener" und die warme Luft, die jo bekanntlich aufsteigt kann gut aus dem Netzteil entweichen-besser kanns eigentlich nicht sein. Wichtig ist bei dem Teil das man es "richtigrum" einbaut, nämlich mit den Lüftungslöchern nach oben. Und genau da ist das Silverstone Gehäuse optimal da die Lüfterungsöffnungen eben direkt nach außen zeigen und nicht irgendwie nach innen/unten versetzt sind, das NT sitzt also optimal und wird im Betrieb auch so gut wie garnicht warm. Der Preis ist leider nicht gerade niedrig, SeaSonic sollte etwas bei der Verpackung sparen, man hat das Gefühl man packt einen Goldbarren aus. Selbst die Tasche für die abnehmbaren Kabel ist hochwertigst...wieso auch immer denn sowas braucht wohl echt kein Mensch.Es gibt auch keine Nebengeräusche wie Spulenfiepen oder sonstwas-alles perfekt. Es gibt also durchaus gute Netzteile die passiv betrieben werden. Und das bestätigen auch div. Tests dieses Gerätes. Aussehen tut das Ding wie folgt:

  • NT1
  • NT2

Bei den Festplatten sind 4 verschiedene Typen eingebaut. Die Systemplatte ist eine "Crucical M4 SSD" mit 128GB. Und ja-richtig gelesen, 128GB. Der WHS braucht nicht wirklich die eigentlich vorgeschriebene 160GB Systemplatte, diese Einschränkung lässt sich recht "einfach" umgehen indem man das System über eine Antwortdatei installiert. Als Festplatten für meine eigentlichen Daten kommen zwei Stück "Western Digital RE4" mit je 1TB zum Einsatz wobei diese beiden Platten über den Onboard Intel Raidcontroller zu einem Raid 1 kombiniert wurden und somit hier effektiv nur 1 TB Speicherplatz überbleibt. Als weitere Datenplatte für diverse Daten (aber ohne "Raid Absicherung") kommt eine "Samsung Spinpoint F3" mit 1 TB zum Einsatz und als Sicherungsplatte für die Backup der Clients kommt eine eine weitere Western Digital Platte mit einem TB zum Einsatz.

Dann kommen noch zwei verschiedene ext. Festplattensysteme dazu. Einmal  eine ext. "Buffalo Mini Station" mit 500 GB. diese Platte dient als Sicherungsziel für die Systemplatten-Sicherung des Windows Home Servers. Diese Systemsicherung lasse ich von der WHS eigenen Sicherungssoftware durchführen. Als zweites ext. Speichersystem verwende ich ein "Silverstone DS321" mit  2 Platten mit je einem TB Speicherplatz auf das dann die Daten meines WHS gesichert werden.  Nebenbei sei noch erwähnt das WHS "BitLocker To Go" unterstützt was bedeutet das man alle ext. Laufwerke mit einem Paßwort verschlüsseln kann. Steckt man die ext Platte dann am WHS an erscheint eine Paßwortabfrage, erst nach Eingabe des Paßwortes hat man Zugriff auf dieses Laufwerk. Ebenfalls sehr praktisch da standardmäßig verfügbar in WHS. Ich hab "Bitlocker To Go" für meine beiden ext. Platten im Einsatz da ich diese nicht zu Hause aufbewahre sondern "ausgelagert" habe und somit im Falle eines Diebstahls dieses Platten sicher sein kann das niemand an die Daten kommt.
Zum Wegsichern der Daten vom WHS auf das Silverstone Speichersystem verwende ich übrigens "SyncToy" von Microsoft im "ECHO" Modus. Dabei wird alles von einem zuvor definierten "linken Ordner" (in meinem Fall dem Ordner am WHS) in einen "rechten Ordner" übertragen. Der rechte Zielordner liegt auf dem externen Speichersystem der Firma Silverstone. "ECHO Modus" bei Sync Toy bedeutet das alles vom linken Ordner auf den rechten Ordner übertragen wird (und nicht umgekehrt, und das Dinge die links nichtmehr vorhanden sind auch rechts entfernt werden). Das ext. Speichersystem ist als Raid 1 konfiguriert und stellt somit einen TB Speicherplatz zur Verfügung was für meine Datensicherung reicht da ich nur die Daten vom Raid 1 Verbund des WHS wegsichere. Die Daten der zusätzlich im WHS verbauten 1 TB Platte sichere ich nicht da die nicht besonders wichtig sind, die 2 TB Platte auf welcher der WHS die verbundenen Clients sichert sichere ich ebenfalls nicht auf ein externen System. Wie die Oberfläche von "SyncToy" aussieht zeigt das nächste Bild. Etwas schade ist der Umstand das Microsoft dieses Tool nicht gleich als AddIn für das Dashboard anbietet...aber was nicht ist kann ja noch werden wobei das wohl nix wird weil der Windows Home Server 2011 mittlerweile ja schon wieder eingestellt wurde.

  • sync

Das folgende Bild zeigt meine Festplattenkonfiguration unter Verwendung des boardeigenen Intel Raid Controllers. Verwaltett wird dieser Controller direkt über eine von Intel bereitgestellte Software deren Konfig Oberfläche man im Screenshot sehen kann. Alles sehr übersichtlich und einfach zu konfigurieren. Man kann hier schön den Raid 1 Verbund erkennen, auf diesen Platten liegen meine "wichtigen" Daten. Auch zu sehen ist das die Systemplatte nur 120GB hat (Was nur dann machbar ist wenn man über eine Antwortdatei installiert, wie das hinhaut steht hier geschrieben) und ich eine weitere 1TB Platte verwende welche für Daten "reserviert" ist die nicht wichtig genug sind um sie per Raid "zu schützen". Hier liegen zb die BackUps meiner Firmendaten. Die hier gezeigte 2 TB Platte für die Client BackUps ist durch eine 1 TB Platte ersetzt worden da die Client BackUps recht wenig Platz brauchen. Hier liegen die Sicherungen aller Pcs die den WHS Connector installiert haben und die auch für die Datensicherung konfiguriert wurden.

  • intelrapid


Die folgenden Bilder zeigen nun das fertig aufgebaut Gerät.

  • WHS1
  • WHS2
  • WHS3
  • WHS4
  • whs1
  • whs2

Zwei Dinge machten bei der Erstkonfiguration des Betriebssystems Problem. Das erste Problem war das Intel Onboard Raid. Immer wieder mal bei einem Neustart wurde im Bios Screen zwar gezeigt das der Raid Status ok wäre, sobald WHS gestartet war hat die Intel Verwaltungssoftware aber gemeint es gäbe ein Problem mit dem Raid Verbund und hat begonnen diesen neu aufzubauen. Was leider sehr laut war und weiters den Rechner gut beschäftigt hat. Im Netz gibts zig Einträge bzgl. dieses Problemen, bei mir scheint es so das ein BIOS Update die Sache beheben konnte. Das zweite Problem:, die OnBoard Netzwerkkarte vom Typ "Intel 82579". Man gebe in Google "Intel 82579 10mbit" ein und staune. Der Netzwerkchip macht auf manchen Boards EXTREMSTE Probleme, verliert immer wieder die Verbindung, erkennt die GBit Verbindung fast immer nur als 10Mbit. Lösungswege gibts viele, helfen tut oft, wie zb in meinem Fall, NIX. Somit war ich gezwungen eine zweite NIC einzubauen und hier hab ich das selbe Modell wie im Hyper-V Rechner genommen, nämlich eine "Intel Gigabit CT Desktop Adapter" wobei die Lösung nicht ganz optimal ist da ich nun beide Nics in Betrieb hab den Intel AMT funktioniert nur mit der OnBoard NIC, diese arbeitet aber unter Windows zu langsam weswegen ich die Zusatznetzwerkkarte eingebaut habe. Somit hab ich für Intel-AMT die Onboard Nic konfiguriert (für den Fernzugriff reicht auch eine 10Mbit Verbindung) und in Windows diese NIC deaktiviert. Die Onboard Nic dient nun NUR als Intel-AMT Nic (das klappt auch wenn die Karte  unter Windows deaktiviert ist) und die zusätzlich eingebaute Nic arbeitet als "eigentliche Hauptnetzwerkkarte" für den Datentransfer. Alles andere als optimal,auch nicht geplant - aber es funktioniert seit mittlerweile 2 Jahren ohne Problem. Aber zu sagen "nimm Intel dann hauts hin" kann man auch getrost streichen. Ebenfalls witzig: am Board des Hyper-V Rechners tritt dieses Problem nicht auf. Es wäre somit auch möglich das es mit dem Betriebsystem "Windows Home Server" zu tun hat.


Gleich interessant wie die  Hardware ist aber beim WHS eigentlich die Software bzw. die installieren Softwareerweiterungen. Grundsätzlich finde ich den euen (mittlerweile aber auch schon wieder eingestellten) WHS 2011 wesentlich besser als den alten denn beim Neuen setzt man nichtmehr auf den Drive Extender, den mochte ich nicht weil man eigentlich nie wusste wo genau die Daten nun liegen. Ungut wenn das OS mal hinüber ist und man die Daten über einen USB Adapter einfach auf einen anderen PC kopieren möchte. Der neue WHS setzt entweder auf das Windows eigene SoftwareRaid oder auf div Hardware-Raidlösungen, egal ob nun über bereits am Mainboard verbaute Onboard Controller oder über "große" RaidController die man zusätzlich einbaut, alles ist möglich. Und ich find das gut. Ich hab mich für den Intel Onboard RaidController entschieden. 

Für den WHS gibts außerdem zig AddOns die den Funktionsumfang erweitern und im besten Falle auch gleich in die Administrationsoberfläche des Dashboards integiert werden. Die WHS eigenen Tools zur Verwaltung des WHS sind das "Launchpad" und das "Dashboard". Über das Launchpad eines WHS Clients kann man Dinge wie den Backupstatus des Clients aufrufen, man kann den Remotezugriff über die WHS Verwaltungswebseite einleiten,auf die WHS Freigaben zugreifen oder das Dashboard starten. Das Dashboard ist quasi sowas wie die "große" Verwaltungsumgebung, in dieser kann man dann den ganzen WHS verwalten und konfigurieren und über das Dashboard hat man dann auch Zugriff auf alle installieren AddIns.  Das folgende Bild zeigt beide angesprochenen "Tools".

  • Boards

Ein AddOn das wohl fast sowas wie ein StandardAddOn ist ist "Lights Out", ein AddOn zur "Energieverwaltung". Ich nutze es für das automatische ausschalten und neustarten des WHS.

Ist vom WHS aus 5min kein Client zu finden wird der WHS ausgeschaltet (wobei der Zeitraum zum Ausschalten angepasst werden kann wie das nebenan gezeigte Bild zeigt), schaltet man einen der WHS Clients wieder ein startet auch der WHS automatisch.

Früher hab ich das auf meinen Windows 2008 Server  über ein Script gemacht. Der Server hat alle Clients aus einer Liste gepingt, war keiner mehr erreichbar hat er sich abgeschaltet. Hab ich einen Client gestartet hat das Programm "wol.exe" den Server per WOL gestartet. Dies macht nun LightsOut und das Ganze ist einfach zu konfigurieren.

Das "alles" schafft "LightsOut" nach einer Konfig von einer Minute ohne Scripts oder sonstwas. Die Einstellung am WHS unter LightsOut sieht aus wie rechts zu sehen.Das Bild unten zeigt weitere Konfigurationsmöglichkeiten von Lights Out, auch sieht man dort welche Einstellungen ich genau benutze und das LightsOut wirklich viel anzeigen kann und eine Menge an Funktionalität bietet. 

Und JA es kostet etwas, um genau zu sein hab ich 17,85€ bezahlt und JA es ist jeden Cent wert.

  • lightsout1

Ebenfalls ein lässiges AddIn ist der "RemoteLauncher". Dieses Add In ermöglicht es, ausgehend vom Dashboard eines WHS Clients, bestimmte Programme am WHS zu starten aber am Client darzustellen. Man kann somit den Gerätemanager vom WHS einsehen ohne sich über Remotedesktop auf den WHS zu verbinden, auch kann man den InternetExplorer des WHS aufrufen.

Der IE wird dann zwar am ClientPC aufgerufen, es handelt sich aber tatsächlich um ein IE Fenster des WHS, zu erkennen an der Meldung das erhöhte Sicherheitseinstellung eingestellt sind-im Screenshot gut zu erkennen. Solche über den RemoteLauncher gestarteten Programme werden in der Taskleiste des ClientPcs auch extra gekennzeichnet und zwar mit zwei grünen Pfeilen. Auch das ist am Screenshot markiert. Und der RemoteLauncher ist übrigens gratis. Der folgende Screenshot wurde auf einen WHS Client aufgenommen und über das Dashboard des Clients wurden der Gerätemanager, der Windows Explorer und der InternetExplorer gestartet.
  • RemLaunch

 

Ebenfalls sehr praktisch ist es. dass unter Verwendung von WHS die "Bibliotheken"  von Win 7/8  Clients genutzt werden können. Einfach gesagt kann man mehrere Ordner die an verschiedenen Orten liegen (im Netzwerk-zb. am WHS Server, auf einem USB Stick oder einer externen HDD) auf diese Art "gesammelt", innerhalb eines Zugriffspunktes, am Client anzeigen. Bedeutet also: ich klicke auf die Bibliothek "Daten" und erhalte alle Speicherplätze angezeigt die ich zuvor mit dieser Bibliothek "verknüpft habe, ich kann nun also einen "Ordner" (Bibliothek) öffnen und sehe hier als Unterordern alle Freigaben vom WHS; weiters alle Ordner meiner ext. Festplatten und von anderen Pcs-alles beliebig kombiniertbar. Leider kann man nur "NetzwerkOrte" zu Bibliotheken hinzufügen die "indiziert" sind,somit konnte man Qnap Freigaben NICHT hinzufügen da das QNap den Microsoft Indexdienst natürlich nicht laufen hat und somit konnte man weiters die Windows Suche am Client (für das Durchsuchen der Netzlaufwerke deren Ziel das Qnap war)  nicht brauchbar nutzen weil die nur dann perfekt arbeitet wenn die Suchorte ( am ehemaligen QNap Nas) indiziert gewesen wären. Auch das Problem hab ich mit dem Einsatz von WHS gelöst. Das nächste Bild zeigt das am Windows 7 Client die Freigabe "Documents" (die ich übrigens von c:\ des WHS Servers auf d:\ verschoben habe) die zu den Bibliotheken des Win7 Clients hinzugefügt wurde.
 
  • biblio

Ich hab den WHS nun seit Herbst 2011 im Einsatz und hatte in dieser Zeit nicht das geringste Problem. Jeder Festplattentausch ging ohne Probleme über die Bühne. Das Sichern der Clients klappte immer problemlos, die Verwaltung über Dashboard und Launchpad ist stabil und die Geschwindigkeit des Gerätes ist dem Qnap teilweise ums zwei bis dreifache überlegen. 


Fazit: "Windows Home Server 2011 is vui geil"
 


Kommentare  

 
0 # Greifi 2013-05-17 08:02
Windows Home Test, auch hier alles OK
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0 # keinLinuxFreund 2014-03-03 18:18
Hy, interessanter Bericht.
Ganz verstanden habe ich den Aufbau aber nicht. Kannst ein Foto vom fertigen WHS posten?
Was hat dich der Kram ingsgesamt gekostet?
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0 # schusterharryverwaltung 2014-08-23 13:58
Servus,

was genau ist konkret nicht verständlich?
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