das Arbeitstier

Veröffentlicht in mein Rechenzentrum

2014 wars mal wieder an der Zeit den Hauptrechner gegen ein aktuelles Modell zu ersetzen. Der alte Rechner hat 3 Jahre lang ohne irgendwelche Probleme seinen Dienst verrichtet und wird nun gegen etwas Stärkeres mit mehr Ram und größerer SSD ersetzt, außerdem hab ich mich "durchgerungen" und endlich mein Traumgehäuse gekauft.

Und mit dem Gehäuse solls auch gleich mal losgehen. Was das neue Gehäuse bieten sollte ist schnell aufgezählt:

  • Alugehäuse, weils schön und leichtgewichtig sind
  • anpassbar, ausbaufähig und das, wenn möglich, ohne Einsatz von Dremel und Co
  • Zubehör direkt vom Gehäusehersteller (zwecks bester Kompatibilität - ich hab genug vom Basteln und will was professionelles haben)
  • genug Platz für die perfekte Kabelverlegung
  • flexible Front mit vielen Optionen für den Laufwerkseinbau

Eigentlich kauft jeder der diese Dinge haben will ein Gehäuse von Silverstone oder LianLi. Sicher gute Gehäuse, aber eben doch nur Stangenware. Und auch nicht wirklich flexibel anpassbar, das verfügbare Zubehör ist überschaubar, trotzdem aber sind beide Hersteller auch recht teuer. Und somit sind deren Gehäuse irgendwie zwar "ok" aber bei weitem nicht "vui geil". Also hab ich mich mal auf die Suche nach Optionen gemacht und hab die Firma CaseLabs gefunden. Eine US Firma die Gehäuse komplett aus Alu baut welche echt perfekt anpassbar (auch erweiterbar in Bezug auf Höhe usw.) sind (mit div. Zubehör) und meine Wünsche in Bezug auf das Kabelmanagement voll erfüllen weil deren Gehäuse im Towerform fast 29cm breit sind. Und da hat man dann in der Seitenwand hinter dem Mainboard ECHT viel Platz für die Kabel. Auch sinds aus Alu und somit sehr leicht und mehr als CaseLabs an Zubehör anbietet hat wohl kein Hersteller im Angebot.

Teile von CaseLabs überhaupt zu bekommen ist recht aufwendig da es leider keinen Europavertrieb gibt. Man kann auch nicht so einfach über den Websop bestellen wenn man aus Europa ordert, die Preise im Webshop sind in $ angegeben (und die Bank berechnet natürlich für Zahlungen in $ eine Extragebühr), die Versandkosten sind sehr hoch und zusätzlichen Zollkosten sind nur schwer ausfindig zu machen. Weiters ist der Bestellvorgang und der Ablauf im Webshop / beim Bezahlen mehr als nur konfus. Und dann noch der Umstand das man nur per Paypal bezahlen kann, meine Güte..... CaseLabs machts einem also nicht einfach und lässt sich auch in jeder Hinsicht gut bezahlen, mein Gehäuse (Grundpreis ohne Extras und ohne Zoll/Steuern) hat 302€ gekostet, das Zubehör knapp 185€ (und man braucht div. Zubehör), der Versand hat sich mit ca. 59€ zu Buche geschlagen,, somit kamen zum Gehäusegrundpreis nochmal 244€ dazu. Dazu noch knapp 10€ Manipulationsentgeld für die Paypal Zahlungen  (hab zwei Einzelbestellungen gemacht und somit zweimal 5€ Gebühr zu bezahlen gehabt). Also alles zusammen 556€, (exklusive Zollgebühren) für ein PC Gehäuse-vielleicht "etwas" viel das muss ich zugeben.

Nachdem ich mich auf der Caselabs Seite aber öfter mal umgesehen hab gab es eben kein "entkommen", es MUSSTE ein CaseLabs Gehäuse werden. Ich war auch total erfreut über deren tech. Support denn ich konnte auf der Homepage echt ALLES über mein Wunschgehäuse rausfinden, besonders lässig find ich diese Übersicht bzgl den Abmessungen, inkl. Fotos die das Gehäuse zusammen mit einem Maßstab zeigen. Sowas hab ich bisher in dieser Form bzw. in diesem Umfang noch bei keinem Gehäusehersteller gefunden. Damit kann man echt zu 100% ausfindig machen ob das Gehäuse den eigenen Vorstellungen entspricht. Auch haben die Jungs auf Mails blitzschnell geantwortet, innerhalb von wenigen Stunden. Und auf www.overclock.net gibts ein Forum für CaseLabs Fragen das auch von CaseLabs Mitarbeitern beobachtet wird.

Nach langem Überlegen welches CaseLabs Teil es denn werden sollte hab ich mich dann entschieden das mein neuer PC auf Basis eines µATX Mainboards aufgebaut wird und somit hab ich dann das passende Gehäuse vom Typ "CaseLabs Merlin SM 5" gekauft. Dazu kam noch recht viel Zubehör, auch Teile die ich eher auf Ersatz gekauft hab um für die Zukunft gerüstet zu sein so ich den PC mal  umbauen sollte. Es wurde also nicht alles was ich bestellt hab auch wirklich gebraucht/eingebaut. So hab ich zb den Festplattenkäfig für die Front dazugekauft obwohl ich nur eine SDD eingebaut hab (und dies an ganz spezieller Stelle wie man später sehen kann), aber wer weiß was die Zukunft bringt *g*. Auch hab ich 2 Einbauadapter für SSDs gekauft obwohl ich nur einen wirklich brauche, so kann ich in Zukunft bis zu 4 SDDs verbauen und brauch nicht wieder bei CaseLabs nachbestellen. Div. Flexbay Halterungen und die beiden "horizontal" und "vertical mounts" hab ich auch nur auf Ersatz mitbestellt - sogar jeweils 2 Stück pro Ausführung, je einmal in schwarz/matt und einmal in weiß/matt. Für die Hinterseite hab ich mir eine Abdeckung gekauft wo man Kabel von innen nach außen fädeln kann, die beiden gummierten Öffnungen sind auch perfekt geeignet um den PC aufzuheben da durch die Gummis dann nix an den Fingern einschneidet. Ich würde empfehlen sich vor der Bestellung echt lang Zeit zu nehmen und sich SEHR GENAU zu überlegen wie der zukünftige PC aussehen soll damit man die Optionen für das Gehäuse auch wirklich entsprechend seinen Wünschen auswählt, in den Tiefen der CaseLabs Homepage gibts echt viel interessantes Zubehör zu finden.

Meine Einkaufsliste:

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Meine Anfrage an CaseLabs hab ich am 15.12.2013 abgeschickt, die Antwort hab ich am 16.12.2013 erhalten. Danach hab ich dann gleich die Bestellung verbindlich abgeschlossen, am 26.12.2013 hab ich dann noch ein paar Teile nachbestellt, und dann ging das Warten los. Am 02.01.2014 wurde das Paket von CaseLabs auf die Reise geschickt, am 08.01.2014 wars dann soweit, das Paket war da. Also ECHT schnell abgelaufen das Ganze. Das Teil kam in einem flachen Paket an, komplett zerlegt - so war der Versand nämlich billiger als wenn mans sichs aufgebaut schicken lässt. Irgendwie ists auch witzig wenn man sein "Häusl" selber zusammenbauen muss. So lernt man das Teil gleich richtig gut kennen *g*. Nach ein paar Stunden Arbeit (! und JA das dauert echt ein paar Stunden) war so dann aus dem flachen Paket ein, für ein µATX Gehäuse, echt großes "Haus" geworden. Den Verlauf von "flach" zu "groß" zeigen die folgenden Bilder.

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Alles an dem Gehäuse ist einfach perfekt. Alleine das Auspacken war schon eine "Erlebnis", alle Einzelteile sind in extrem starker Plastikfolie, die man nichtmal von Hand aufreissen kann, eingepackt, die Schrauben sind fein säuberlich sortiert, die Schraubensackerl sind beschriftet und die Masse an Schrauben lässt vermuten das man 8 Gehäuse aufbauen könnte. Das Material ist wirklich perfekt verarbeitet, sehr sehr dick, es greift sich an wie Stahl, nix verwindet sich, alles ist echt SUPERROBUST, das hab ich in dieser Form noch bei keinem Alugehäuse gesehen, da können weder LianLi noch Silverstone mithalten. Es gibt keine scharfen Kanten, keine schiefen Ecken. Die Gewinde sind perfekt geschnitten, auch die letzte der gefühlten 250.000 Schrauben lässt sich ohne Probleme eindrehen-perfekt. Die Gummieinlagen für die Kabeldurchführungen sitzen fest auf den Öffnungen und fallen nicht, wie bei div. anderen Gehäusen, einfach runter wenn die Kabel ein wenig Druck ausüben. Power und Reset Schalter sind ebenfalls von top Qualität und kommen vom Hersteller "Lamptron".Das I/O Panel in der Front muss man in der Hand gehabt haben, das Gewicht von dem Teil beeindruckt ebenso wie die Qualität der Kabel. Der Mainboardschlitten lässt sich ohne zu verkannten raus und wieder reinschieben, die Rollen laufen sehr leichtgängig und die Türaufhängung an der Hinterseite ist aus Stahl und extrem massiv, ich hätt es mir also ersparen können diese Aufhängungsteile auf Ersatz mitzukaufen, die sind unkaputtbar. Und das die Aufhängung und das Aufklappen perfekt funktionieren wird keinen überraschen.

Die Befestigung der Front und des Deckels oben sowie der Klapptüren ist übrigens über "Federn" gelöst. Deckel raufdrücken, hält, ruckartig abziehen, löst aus. Auch hier arbeitet alles perfekt, ich hab mir die silbefarbigen Federn übrigens durch weiße Dinger ersetzt die CaseLabs ebenfalls im Store anbietet, für die Freaks *g*.

Der Aufbau ist durchaus zeitaufwendig, man muss bei den Schrauben sehr genau schauen, grundsätzlich gings aber ohne Probleme.

Besonders lässig: die Gewinde sind nicht einfach ins weiche Alu geschnitten sondern es wurden Stahlgewindehülsen an den Aluteilen angebracht welche dafür sorgen das man Schrauben richtig anziehen kann und auch mehrmals auf und wieder zuschrauben kann ohne sich gleich Sorgen ums Gewinde machen zu müssen. EINFACH PERFEKT. Aussehen tut sowas wie rechts zu sehen.

Wer in der Lage ist Schrauben gerade einzudrehen, wem bewusst ist das man bei vielen Schrauben erst zum Ende hin alle richtig fest anzieht und wer den richtigen Schraubenzieher ausfindig machen kann wird in der Lage sein das Ding selber zusammenzubauen.

Übrigens sollte man die Beschreibung genau lesen. Front und Heckteil sind mit einem "T" für "Top" gekennzeichnet und ich musste erfahren: das hat einen Sinn *g*, hat 1 Stunde gekostet :-) Wäre in der Beschreibung gestanden, die ich erst danach gelesen hab.

Hat man das Teil aufgebaut vor sich stehen kann mans fast nicht glauben das es sich hier "nur" um ein µATX Gehäuse handelt. Die Abmessungen in Höhe und Tiefe ( 50,9cm * 46,7cm ) entsprechen den Abmessungen div. andere Mid-Tower Gehäuse, aber die Breite unterscheidet dieses Ding von allen anderen Towergehäusen in "Standardbauweise". Denn eine Breite von knapp 28,5cm ist wirklich ein Wahnsinn. Somit gibts es keinen mir bekannten CPU Kühler am Markt der sich aufgrund seiner Höhe nicht einbauen lässt und hinter dem Mainboard gibts 3cm (!!)  Platz zum Verlegen der Kabel und aufgrund dieses Platzangebotes lassen sich hier auch ingesamt 4 SSDs (mit Adapter) oder 2 normale HDDs versteckt einbauen. (oder eine HDD + 2 SSDs)

Der Einbau von Laufwerke oder anderen Teilen in der Front läuft über das  "FlexBay" genannte System. Dieses bietet echt alle Optionen die man sich nur vorstellen kann und das System zur Montage von weiteren "Zusätzen" ist ebenfalls umfangreich und gut durchdacht. Ich hab mir FlexBay Bügel in kurz und lang sowie die Ausführung in lang für zwei Laufwerke gekauft, damit hab ich meine beiden DVD Laufwerke verbaut, auch hier: alles passt PERFEKT.

Und so hat das Gehäuse meine Erwartungen nicht nur erfüllt, meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Besser verarbeitet und mit mehr Optionen kann man ein Gehäuse wohl nicht bauen, auch in Bezug aufs Material kann ich mir nicht vorstellen das "mehr" machbar sein könnte. Und wenn man dieses Ding mal in Händen hatte relativiert sich auch der Preis. Man kann dieses Teil echt mit nix vergleichen. Es scheint so das die Firma echt hochprofesionell arbeitet, vom Erstkontakt über die Lieferung bis zur Verpackung und der Qualität des Gehäuses ist einfach alles absolut perfekt. Punkteabzug (aber nur einen Punkt *g*) gibts nur für den Webshop und die Bezahlungmöglichkeiten.

Hier gibts noch einen Link zu einem YouTube Video Review des SM5. Und nun noch ein paar Detailsfotos wo man auch schon den Einbauplatz der SSD sehen kann. Leider lässt sich Qualität des Materials nicht per Foto zeigen.....

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Das Netzteil wurde von AltPC übernehmen, es handelt sich dabei um ein "Enermax EIN 720W" das ich 2009 gekauft hab und seit damals problemlos seinen Dienst verrichtet. Es bietet genügend Leistung für mein System und verfügt außerdem über ein  Kabelmanagementsystem bei dem auch wirklich alle erdenklichen Steckerkombinationen möglich sind da der Lieferumfang an Kabeln echt umfangreich ist. Recht witzig find ich auch das man div Stecker "teilen" oder "zusammenfügen" kann um sie so für div Einsatzgebiete anzupassen (aus zwei vierpoligen Steckern kann man einen 8poligen machen, aus einem dreipoligen und einem einpoligen kann man einen 4 poligen machen). Außerdem geht der große 13cm Lüfter  reicht leise ans Werk. Liest man sich den Test durch wird wohl klar das es sich hier um ein absolut brauchbares NT für einen "starken" Pc handelt und darum hab ich das Ding gleich vom Alt-PC übernommen.

Der Einbau war problemlos und die Kabelverlegung der dicken Kabel war einfach wie bei keinem PC zuvor denn die Kabeldurchführungen am Gehäuse sind perfekt und Gummis die halten sind immer wichtig ;-). Auch hab ich auf der Rückseite des Gehäuses zwei Stück Verstrebungen bei Caselabs mitgekauft und diese eigenen sich perfekt zur Kabelführung / Befestigung. Übrigens hab ich die Caselabs Netzteilhalterung mitbestellt, diese wäre aber nicht notwendig gewesen, weil ichs aber schon gekauft hab hab ichs dann trotzdem eingebaut, hilfts nix so schadet es zumindest nicht. Die folgenden Bilder zeigen das Netzteil so wie ein frühes Stadium des PCs wo nur das Netzteil eingebaut ist.

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Als Mainboard kommt, erstmals in einem meiner "Hauptrechner", ein µATX Board zum Einsatz. Wieso ist schnell erklärt: ich werde wohl nie zwei Grafikkarten einbauen die beide voll beschaltete PCIx Steckplätze brauchen. Und das was heutige µATX Boards an Ausstattung bieten ist einfach ein Wahnsinn und erfüllt meine Anforderungen locker. Wer nicht viele Steckplätze braucht bzw. kein Hardcore Übertakter ist benötigt eigentlich keine "normalen" ATX Boards mehr und da beides auf mich zutrifft habe ich mich für ein "Asus Z87 Maximus VI Gene" Board in µATX Ausführung entschieden. Einen Test des Boards gibts hier, und hier der Link zur Herstellerseite. Dieses Board ist die übrigens das Topmodell der µATX Boards von Asus. Es gehört der Asus "ROG" Serie an welche sich durch folgende Besonderheiten auszeichnet. Darum wars auch mehr als ärgerlich das ich 3 Boards bekommen hab bevor der PC lief, nachdem ich schon vor Jahren sehr schlechte Erfahrungen mit Asus' ROG Serie gemacht hab wars diesmal ähnlich, alle 3 Boards hatten ähnliche Fehler, Rebootschleife. Um sicherzugehen das es am Board liegt hab ich mir ein billiges Ersatzboard von MSI bestellt mit dem alles sofort lief. Ingesamt hab ich wegen der defekten Boards 2,5 Monate verloren-sehr sehr ärgerlich. Zum Glück hatte ich aber während dieser Zeit genug andere Pcs zur Verfügung.

Aussehen tut das Ding wie folgt, am letzten Bild die die ziemlich interessante Erweiterungskarte zu sehen die ich im Moment aber nicht in Verwendung habe.

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Das Board unterstützt bis zu 32GB Ram und arbeitet mit den von mir gewählten Kingston Rams auch ohne Probleme zusammen, bietet einen voll beschalteten PCIe x16 Steckplatz für die Grafikkarte und noch zwei weitere Steckplätze, einer davon wird mit einer HP Netzwerkkarte mit zwei Ports belegt. Die vorhandenen Steckplätze für SATA Laufwerke sind mehr als ausreichend, ebenso gibts genug USB Anschlüsse. Div. andere Dinge die das Board bietet verwende ich nicht, RAID ist deaktiviert, ebenso der zweite Sata Controller. Die Onboard Soundlösung verwende ich und ich konnte gegenüber meiner Asus Soundkarte die ich im alten PC hatte auch keinen Unterschied hören. Somit hab ich mir die Soundkarte erspart und auch gleich die "Arbeit" einen Stromanschluß zur Soundkarte zu verlegen. Der Onboardsound befeuert meine "Teufel" vom Typ "Teufel Concept D500 THX". Computerbase hat das Ding getestet - Link hier.

Der Lieferumfang des Boards fällt eigentlich recht übersichtlich aus was ich aber als positiv einstufe weil ich eigentlich von allem Zubehör reichlich habe und nicht zu einem Board 10 SATA Kabel mitgeliefert haben will-die man im Endeffekt  alle bezahlt um sie dann doch nicht zu brauchen.

Ganz interessant, wenn auch im Moment nicht genutzt, finde ich die "mPCIe-Combo 2" Steckkarte. Dies ist ein Mini PCI Express Steckplatz der dem "M.2" Standard entspricht. M.2 ist (angeblich) ein besonders schneller und energieeffizienter Standard, der MPCIe und MSATA ersetzen und die SSD-Performance optimieren soll. Die mPCIe Combo II unterstützt die High-Speed M.2-SSDs und somit mal vielleicht nutzbar wenn ich zusätzlich Speicherplatz brauche und keine Kabel verlegen will. 

Der Einbau und das (UEFI-BIOS) Setup waren problemlos,das BIOS kannte ich schon von div. anderen Asus Boards die ich hatte und so hoffe ich das auch dieses Ding, wie div. Asus Boards davor, für langen, problemlosen und stabilen Betrieb des Rechners sorgen,denn wenn die Dinger mal laufen dann laufens eigentlich lang und gut. Aussehen tut das Ding wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist. Einzig die Installation von "Intel Rapid Start" hat übrigens etwas Mühe gekostet weil das BIOS die Partition nicht sofort erkannt hat, auch lautet der Befehl für ein 64bit OS NICHT Set ID=84 sondern es gibt hier einen relativ schwer zu merkenden Wert der in dieser Anleitung zu finden ist. Und macht mans wie in dieser Anleitung klappts dann auch mit Rapid Start so man den Rechner nach Eingabe von "Set-ID" mehrmals neu startet *g*.

Hier eine kleine Übersicht über das Board:


Bei der CPU kommt, wie eigentlich immer in den letzten Jahren, ein Intel Teil zum Einsatz. Diesmal ists ein "Intel Core i7 - 4770K" (Link zu einem Test)Prozessor mit 4*3,5 GHZ Taktfrequenz. Grafikkarte ist in die CPU integriert, wird  aber nicht genutzt da ich wieder auf eine "große" Grafiklösung setze. Ich hab mir diese CPU gekauft um mir Optionen wie übertakten oder die Nutzung der int. Grafik offen zu halten, benötigen tu ich aber im Moment nix davon. Der mitgelieferte Intel Boxed Kühler kam natürlich nicht zum Einsatz, als  "Kühlerfetischist"  kam nur ein Modell in Frage, nämlich das neue Monster "Thermalright HR-22". Diverse Tests haben schon gezeigt was dieses Ding leistet und so wars klar, "der Große muss mein sein". Bei dem Ding ist alles irgendwie größer, die Verpackung alleine ist schon eine kleine Sensation. Der Lieferumfang ist komplett, inkl 2 FanDuct's und Werkzeug. Die Verarbeitung ist unpackbar, die Kontaktfläche spiegelt förmlich wie man auf dem Foto unten gut erkennen kann. Ich hab auf den Kühlkörper keinen Lüfter montiert sondern kühle über den rückseitigen Gehäuselüfter mit. Was sich, selbst im stundenlangen Spielebetrieb, als locker ausreichen herausgestellt hat. Man muss die Kombination Mainboard/CPU Kühler in "Echt" sehen,die Größe des Kühlers am Board ist einfach ein Wahnsinn und wenn mans mal gesehen hat wundert es einen auch nicht das die Sache selbst im Passivbetrieb nicht heiß läuft. Die Montage des Kühlkörpers ist etwas fummelig, bedingt durch die extreme Größe des Teils. Auch ist ein langer Schraubenzieher notwendig der aber im Lieferumfang enthalten ist. Die Halterung selber ist massivst ausgeführt, alles lässt sich richtig fest anschrauben-wohl auch nötig für den wirklich recht schweren Kühlkörper. Einfach ein PERFEKTES Teil das aussieht wie folgt.

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Als nächstes wurde die Grafikkarte ins Mainboard gesteckt. Nachdem ich in letzter Zeit öfter mal wieder Lust verspürt hab etwas am PC zu spielen hab ich mich entschieden von der int. CPU Grafikeinheit mal Abschied zu nehmen und wieder was richtiges zu verbauen. Eine GraKa mit einem Nvidia GTX780 Chip sollte es werden, gekauft hab ich dann eine "Asus GTX 780 - DC2=C-3GD5". Ich hab mich bewusst für eine "normale" GTX 780 ( hier ein Link zu einem Test eine GraKa mit diesem Chip ) entschieden da mit die "Titan" Version viel zu teuer erscheint und auch die GTX780Ti für meine Wünsche wohl überdimensioniert ist. So erschien mit eine GTX780 in Normalversion für mich perfekt, sowohl preislich wie auch in Bezug auf die gebotene Leistung. Hier noch ein Link zu einem Test der Asus Grafikkarte. Die Lautstärkenbelastung hält sich in Grenzen, auch scheint das Ding nicht sonderlich warm zu werden. Die Graka wurde für "Crysis3", "Dirt3" sowie "Battlefield3" und "Trial Evolutions Gold" angeschafft und kann alle Spiele in 1920*1200 bei höchsten Qualitätseinstellungen ruckelfrei auf den Schirm bringen-wie erwartet, somit "alles gut".

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Eine "Besonderheit" gibts in dem PC auch, ich hab mir erstmals 32GB Arbeitsspeicher gegönnt da ich doch recht viel mit Virtualisierung rumspiele und außerdem ist beim Mainboard eine Software für RAMDisks dabei und wenn ichs schon mitgekauft hab will ich das auch nutzen und mal schauen wie und wo man RamDisks sinnvoll einsetzen kann. Wie immer in den letzten Jahren habe ich mich für Ram-Bausteine von Kingston entschieden, diesmal ists dieses Bundle geworden. Das Board hat die Dinger gleich erkannt, die 32 GB werden unter Windows angezeigt, es gibt keine Kompatibilitätsprobleme mit dem CPU Kühler - somit alles perfekt. Wie sich die Sache mit der RamDisk verhält werden ich noch berichten.Außerdem wird noch ein GB Arbeitsspeicher von einer Zusatzsoftware der Samsung SSD verwendet, dazu unten mehr.

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Nachdem mein PC auch WIRKLICH schnell sein sollte brauchte es auch eine schnelle Festplatte und da kam mir ein Amazon Angebot für ein 1TB SSD von Samsung gerade recht. Ich hab mir eine "Samsung 840 EVO" mit einem TB gegönnt. Bei der SSD wird eine Software namens "Samsung Magician" mitgeliefert welche Optimierungen vornimmt, Firmwareupdates durchführt, Benchmarks beinhaltet und, das ist das geniale daran,  welche auch die SSD beschleuningt und zwar RICHTIG beschleunigt. Die Software nutzt  25% oder einen GB des Arbeitsspeichers (je nachdem was zuerst erreicht wird)  als RamDisk, diese RamDisk dient nun als Cache für die SSD. Das Ganze wird von Samsung als "Rapid Mode" bezeichnet. Hier gibts noch ein paar Benchmarks zum Thema Rapid Mode, allerdings wurde hier nur eine 250GB SSD der EVO Serie verwendet. Und hier der Link zum Test der Evo Serie. Das Bild mit dem Benchmark wurde übrigens nach einem Durchlauf mit aktivem RapidMode gemacht.

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Neben den Hauptkomponenten gibts jo noch ein paar "Kleinteile" die man so verbaut im Pc. Bei den DVD Laufwerken gibts Standardware von Samsung, einmal das Modell SH-S203B und ein Stück aus der Serie SH-S183A. BlueRay brauch ich nicht und somit hab ich hier auf die alten Laufwerke des Vorgängerrechners gesetzt. Außerdem beherbergt die Gehäusefront noch eine Lüftersteuerung vom Typ "Scythe Kaze Server". Die Steuerung ist wirklich toll verarbeitet, verrichtet in den drei verfügbaren Modis ohne Probleme ihren Dienst. Eine genauere Beschreibung sowie einen Test der Lüftersteuerung gibts hier. Anfangs war übrigens geplant eine "Lamptron FC-5 v3" Steuerung zu verbauen, nachdem ich das Ding aber in Händen gehalten hab war klar das dieses Gerät sofort wieder zum Händler retour geht. Das Ding war so schief zusammengebaut das die Platine total durchgtebogen war und außerdem die Frontblende die beiden Drucktaster der Außenregler blockierte. In Anbetracht des Preises von 90€ eine absolute Frecheit.

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Die Lüftersteuerung kontrolliert ingesamt fünf Lüfter, zwei vom Typ "BitFenix Spectre Pro" in der 14cm Version sind im Gehäusedeckel verbaut, zwei weitere Lüfter vom Typ "BitFenix Spectre Pro" in der 12cm Version sind im Gehäuseboden verbaut, ein weiterer 12cm "BitFenix Spectre Pro" in der 12cm Version ist an der Gehäuserückseite auf Höhe des CPU Kühlers montiert und sorgt hier für den Abtransport der warmen Luft vom CPU Kühlkörper-wie oben schon erwähnt habe ich auf dem CPU Kühlkörper keinen weiteren Lüfter montiert. Ebenfalls von BitFenix kommen die Kabel mit denen die Lüfter am Fancontroller angeschlossen sind, dabei handelt es sich um diese Dinger. Aussehen tut das Ganze wie folgt wobei die ersten beiden Bilder die 120mm Lüfter im Boden zeigen, Bild 3 3 zeigt die beiden 14cm Lüfter im Gehäuseoberteil und Bild 4 zeigt den rückseitigen Gehäuselüfter der auch gleichzeitig den CPU Kühler mitbelüftet.

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Nachdem das Gehäuse eigentlich für Wasserkühlungen ausgelegt ist habe ich nach einer Lösung für Staubfilter gesucht und gedacht das ich mit den "DEMCiflex" eine gute Lösung gefunden habe. Leider war dem nicht ganz so. Da meine Lüfter frei aussen am Gehäuse hängen konnte ich den Klebestreifen der "DEMCiflex" nicht ordentlich befestigen und die beiden auf den BitFenix aufgeklebten Halterungen sind nach nur einem Tag abgefallen. Einzig der am Gehäuse, unter dem Netzteil angeklebte Halter hat sich nicht verabschiedet. Auf den Bildern ist zu sehen das ich die mag. Halterahmen auf den "nackten" Lüfters einfach nicht sauber aufkleben konnte. Somit: Netzteilstaubfilter hält, für die beiden außenliegenden Lüfter bin ich nach wie vor auf der Suche nach einer Staubfilterlösung.

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Damit die Kiste auch a bissl prolomäßig ausschaut hab ich ihr noch eine Beleuchtung verpasst, dafür kam eine "Lamptron 6 Cluster LaZer Led" zum Einsatz, Einfach einzubauen, einfach anzuschliessen - lässige Beleuchtung - passt.

Zusätzlich zur Onboard Netzwerkkarte des Mainboards habe ich eine weitere Netzwerkkarte eingebaut welche sogar über zwei Ports verfügt. Dies hab ich gemacht da ich auf dem Rechner recht viel mit Hyper-V arbeiten/rumspielen werde und da brauchts schon mal mehr als nur eine Netzwerkkarte um div Übungen aus den Büchern nachbauen zu können. Ich hab hier auf ein recht professionelles Modell gesetzt und mir eine "HP NC 360T" gegönnt. Installation wie auch Betrieb: problemlos.

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Das wars auch schon mit den verbauten Teilen. Was noch fehlt ist ein CardReader sowie der Anschluß des zweiten USB 3 Paares das an der Gehäusefront vorhanden ist. Das werd ich dann mal nachholen. Die folgenden Bilder zeigen nun mal den fertig aufgerüsteten Mainboardeinschub (der sich übrigens vorbildliche ein und wieder ausbauen lässt - trotz des verbauten Riesenlüfters).

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Und am Ende noch das Gesamtergebnis der ganzen Aktion:

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