Virtualisierungs Rechner

Veröffentlicht in mein Rechenzentrum

Nachdem ich mit meinem Lernrechner auf Basis eines Zotac Boards in einem LianLi "Mini" Gehäuse als Hyper-V Rechner nicht sonderlich zufrieden war wars Zeit sich etwas Neues anzuschaffen. Der Besuch eines Hyper-V Kurses hat für zusätzliche Motivation gesorgt und so ging ich, wie sich das gehört,einkaufen-quasi virtuell...also online *g*.
 
Ich wollt ein paar Dinge unbedingt einsetzen, eines davon ist Intels AMD Technologie,eine Technik die es ermöglicht auf einen PC remote zuzugreifen der noch kein laufendes Betriebssystem verwendet. Dies ist also wie ein Zugriff auf einen PC über eine an einem KVM Switch angeschlossen Maus/Tastatur - dadurch sind Maus und Tastatur am "ferngesteuerten" Rechner komplett hinfällig da man für die Remoteverwaltung nicht auf ein laufendes OS warten muss, die ganze Maschine kann von einem anderen Rechner administriert werden und zwar inkl. einschalten/resetten und zb. abändern der BIOS Settings usw.

Und grad der BIOS-Zugriff ist der große Unterschied zwischen IntelAMT und Zugriff über RDP. Das Ganze kann man sich vorstellen wie einen KVM Switch (ohne externe Hardware) nur das die KVM Funktionalität in diesem Fall übers Netzwerk abgewickelt wird.

Dazu brauchts einen Chipsatz der diese Funktionalität unterstützt, in meinem Fall ists ein "Intel Q67" geworden. Außerdem braucht man auf dem Rechner der diesen "Intel AMT" Rechner verwalten soll entsprechenden Remoteverwaltungssoftware, ich hab mich hier für "VNC+" entschieden. Das Ganze läuft (nach einer mühsamen Erstkonfig-da viele Beschreibungen im Netz falsch sind oder auf Basis von alten Versionen des AMT Bios' erstellt wurden) wirklich PERFEKT, meine zweite Maus und die zweite Tastatur sind vom Tisch verschwunden, die Sache arbeitet wirklich zuverlässig und ohne Probleme.

Der Rechner kann über den normalen Hauptschalter oder sogar über den VNC+ gestartet werden, ebenso kann er ausgeschaltet oder zurückgesetzt werden. Sieht aus wie rechts zu sehen.

Alles was im roten Rahmen angezeigt wird  ist das über IntelAMT und VNC Viewer übertragene Bild vom Hyper-V Rechner-angezeigt am Hauptrechner. Alles was ausserhalb des roten Rahmens zu sehen ist ist mein Arbeitsrechner. Man sieht hier also das ich vollen Zugriff auf den "entfernten" Rechner habe und zwar bis runter auf BIOS/UEFI Ebene. Ich brauch keinen Remotedesktop/RDP Protokoll mehr und kann alles ohne Probleme von einem Rechner steuern. Hier noch ein kleines Video zum Thema IntelAMD mit VNC Viewer+.

Ebenfalls nutzen wollte ich die integrierte Sandy Bridge Grafik da ich nicht sinnlos Strom "verbraten" will für eine Grafikkarte die eh nie genutzt wird weil ich sowieso nur remote auf den Rechner zugreife und die Grafik im Rechner wirklich nur für Notfälle brauchen werde. Auch hierfür brauchts ganz bestimmte Chipsätze und Mainboads, der von mir gewählte "Intel Q67" beherrscht auch die Verwendung von Intels SB Grafik und war somit optimal geeeignet.


Als Basis des neuen Pcs dient ein "Asus P8Q67-M" Board da dieses alle Funktionen des Intel Q67 unterstützt (Intel AMT, Sandy Bridge Grafik). Das Board ist recht günstig und kommt ohne viel Zusatzausstattung daher was auch unnötig wäre da ich eh so ziemlich alles an Zubehör hab das man braucht (und noch mehr Zeug das kein Mensch braucht) *g*. Bauform ist übrigens uATX, keine Ahnung wieso sich das immer mehr zu verbreiten scheint.Auf jeden Fall ist das Ding tech. am neuesten Stand, UEFI ist ebenfalls mit an Bord. Das Board hielt keine Überraschungen bereit, eingebaut, alles bestückt, eingeschaltet-gefreut. Nachdem das Board nur eine OnBoard Netzwerkkarte hat, es für Hyper-V aber immer gut ist (mindestens) zwei Nics zu verwenden (eine für dir virt Rechner, die zweite zur Verwaltung des Hosts) hab ich mir eine PCIe x1 Nic dazugekauft, auch hier kommt ein Intel Gerät zum Einsatz. Geworden ists die "Intel Gigabit CT Desktop Adapter" genannte Karte.

Die CPU ist ein "Intel Core i5-2400" die ebenfalls alle gewünschten Funktionen unterstützt und preislich im grünen Bereich liegt für einen PC der nur als "Spielzeug" dienen soll. Ich verwende übrigens den mitgelieferten "boxed" Kühler und lass das Ding vom Mainboard (unter Verwendung von PWM) steuern, Lautstärke ist im grünen Bereich, Kühlleistung passt auch. Bei einem Rechner der als Virtualisierungshost arbeiten soll ist es immer gut genügend Arbeitsspeicher zur Verfügung zu haben und so hab ich mich für 16 GB entschieden, zum Einsatz kommen DDR3-1600er Rams aus Kingstons HyperX XMP PC3-12800U Serie. Mit Kingston bin ich immer gut gefahren und im Problemfall senden die einem neue Rams zu bevor die alten abgeschickt wurden was sehr praktisch ist und auch tadellos klappt wie ich selber schon mal sehen konnte. Auch verwende ich in meinem Hauptrechner genau diese Rams und es ist nie schlecht "Ersatzteile" zu haben die man untereinander tauschen kann weils genau gleich sind.


  • cpu
  • mb1
  • mb2
  • mb3
  • nic
  • xram1
  • xram2


Als Festplatte kommt im Moment eine 320GB Platte für das Betriebsystem (Win 2012 Server) zum Einsatz. Auf das ext. Gehäuse-Dock werden für div Übungen auch immer wieder andere Festplatten gesteckt und eines ist klar-einmal "Dock" immer "Dock", kann mir garnicht mehr vorstellen diese Möglichkeit der schnellen HDD Montage nichtmehr zu haben. Und damit das ganze Zeug auch mit Strom versorgt wird hat ein "altes" aber gutes Seasonic Netzteil vom Typ "Seasoniv S12-SS-650HT" herhalten müssen. Das Ding hat kein Kabelmanagement oder irgendwelche speziellen Eigenschaften, es ist aber stabil und außerdem bereits vorhanden und was will man mehr *g*.  DVD Laufwerk brauchts auch, hier reicht "Einheitskost" ala Samsung "SH irgendwas". Damit die Originallüfter des Gehäuses nicht zu laut losbrüllen hab ich eine vorhandene "Zalman ZM-MFC1" Lüftersteuerung eingebaut und lass die beiden Gehäuselüfter über diese Steuerung laufen.

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Das coolste Teil am neuen Rechner ist sicher das Gehäuse, ich hab mich nach dem Lesen echt vieler Geäusetest für ein "Cooler Master CM-690II Advanced" entschieden. Und selten aber doch kommts vor das ich sagen muss : "perfekt". Die Optik ists Geschmackssache, ich find das Ding aber eigentlich ansprechend. Die Haptik ist wirklich gut,alles passt, nix wackelt, das ganze Teil wirkt stabil. Staubfilter und Festplatteneinschübe die auch ohne Schrauben die Platten ordentlich in die "Klemme" nehmen sind nette Dinge.

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Gleich ins Auge springt die oben bereits erwähnte Dockingstation im Gehäuseoberteil. Hier kann man SATA Festplatten extern einfach einstecken und nutzen - so man die interne Verkabelung auch gemacht hat. Das ist echt extrem praktisch.Hier sichere ich die intern eingebaut Festplatte,außerdem erfolgt hierher zusätzlich der Export der virtuellen Maschinen die auf der internen Platte liegen.  Und wenn mal nicht Hyper-V am Programm steht sondern etwas anderes gemacht/geübt/gelernt werden soll stecke ich die interne Platte ab, steck dort oben eine andere HDD rein welche somit die einzige HDD im System ist und schon kann ich über diese externe (intern per SATA verkabelte) HDD arbeiten als ob der PC neu wäre und meine eingebaute Platte für Hyper-V ist vor versehentlichen Fehlern geschützt.

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Der Einbau der Teile ins Gehäuse lässt sich ohne Probleme bewerkstelligen, auch weil alles im Gehäuse Hand und Fuß hat, alle Löcher sind an der richtigen Stelle. Es gibt überall Öffnungen zum verlegen und befestigen der Kabel, man hat anpassbare Festplattenhalterungen (in meinem Fall wurde die große Halterung ausgebaut denn intern brauch ich nie mehr als 2 Platten) was dafür sorgt das man auch richtig Platz hat wenn man nicht alle Festplatttenplätze belegt. Einen super Test hab ich hier gefunden, da gibts alles zu sehen und zu lesen was das Gehäuse zu bieten hat. Ich denk für einen Preis von knapp 90€ hat man keine Chance was besseres zu finden.

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Der Rechner läuft nun seit ca 2 Jahren ohne Problem mit div. Betriebssystemen (Windows 2008 Server R2 / Windows 2012 Server / Windows 8 Ent) ohne irgendwelche Probleme. Auch bei der Virtualisierung klappt alles bestens und somit kann ich sagen das sich die Teileauswahl als richtig und gut erwiesen hat und ich, nach dem Fiasko mit dem LianLi Minilernrechner, diesmal alles perfekt ausgewählt hab.

Auch freuts mich das der PC für die gedachte Aufgabe wirklich bestens geeigent ist denn ich hab mal nicht das teuerste und beste gekauft sondern mal versucht vernünftig einzukaufen. So hat das Gerät ca. 850 € gekostet was mal wirklich im grünen Bereich ist. Nun hoffe ich das alle Teile noch ein paar Jahre, ohne Probleme zu machen, durchhalten und ich das Ding noch lange nützen kann ohne was an der Hardware zu verändern.

 


Kommentare  

 
0 # Greifi 2013-05-17 08:01
Visualisierungs Test
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